Einstein Ring entdeckt
Am südlichen Sternenhimmel haben Astronomen einen sogenannten Einstein-Ring entdeckt - einen Hinweis auf eine Art kosmische Linse.
Lichtphänomene wie ein Einstein-Ring sind extrem selten. Sie entstehen, weil die Gravitation der Materie den Weg des Lichtes verändern kann. Astronomische Objekte wie Sterne, Galaxien oder Galaxie-Cluster können dabei wie eine Linse wirken: Sie vergrössern und verzerren mitunter die Bilder der Galaxien hinter ihnen.
Bei Einstein-Ringen funkioniert eine Galaxie wie eine Linse. Nur wenn sich die Linsen-Galaxie im Vordergrund und die Galaxie im Hintergrund perfekt überdecken, ergibt das Bild der hinteren Galaxie für den Beobachter auf der Erde einen Ring. Weil das Phänomen durch die Relativitätstheorie vorhergesagt wird, ist es unter dem Namen Einstein-Ring bekannt.
Wissenschafter von der Europäischen Südsternwarte entdeckten den bislang unbekannten Ring mit dem Very Large Telescope (VLT) im Sternbild Fornax und nannten ihn FOR JO332-3557 - ein wundervoller Name, nicht wahr? Für besonders bemerkenswert halten die Forscher den Ring, weil er sehr hell und fast vollständig ist. Außerdem ist der Ring weiter von der Erde entfernt als jeder andere, der bislang entdeckt wurde.
Es wären nur wenige optische Ringe oder Bögen bekannt, sagen die Forscher. Noch weniger seien fast vollständig. Die Bilder der Astronomen zeigen einen Dreiviertel Ring. Die Linsen-Galaxie soll etwa acht Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt sein, die Quelle des verzerrten Lichts zwölf Milliarden Lichtjahre.
Die Linse vergrössert in diesem Fall die Quelle des Lichtes 13-fach, berichten die Forscher. Die Linse sei eine relativ ruhige Galaxie. Mit einem Durchmesser von etwa 40.000 Lichtjahren besteht sie vor allem aus alten Sternen. Die Lichtquelle dagegen ist das glatte Gegenteil: Die Galaxie ist mit einem Durchmesser von 7000 Lichtjahren zwar kompakt, aber auch extrem aktiv.
Lichtphänomene wie Einstein-Ringe sind für die Wissenschaft ein Glücksfall. Durch die Vergrösserung werden auf der Erde Galaxien sichtbar, die Astronomen sonst mit Teleskopen nicht erfassen könnten. Auch die Masse der Linsengalaxie kann berechnet werden. Die Galaxie, die den Einstein-Ring FOR JO332-3557 erzeugt, soll eine Masse von etwa einer Billion Sonnen haben.
Lichtphänomene wie ein Einstein-Ring sind extrem selten. Sie entstehen, weil die Gravitation der Materie den Weg des Lichtes verändern kann. Astronomische Objekte wie Sterne, Galaxien oder Galaxie-Cluster können dabei wie eine Linse wirken: Sie vergrössern und verzerren mitunter die Bilder der Galaxien hinter ihnen.
Bei Einstein-Ringen funkioniert eine Galaxie wie eine Linse. Nur wenn sich die Linsen-Galaxie im Vordergrund und die Galaxie im Hintergrund perfekt überdecken, ergibt das Bild der hinteren Galaxie für den Beobachter auf der Erde einen Ring. Weil das Phänomen durch die Relativitätstheorie vorhergesagt wird, ist es unter dem Namen Einstein-Ring bekannt.
Wissenschafter von der Europäischen Südsternwarte entdeckten den bislang unbekannten Ring mit dem Very Large Telescope (VLT) im Sternbild Fornax und nannten ihn FOR JO332-3557 - ein wundervoller Name, nicht wahr? Für besonders bemerkenswert halten die Forscher den Ring, weil er sehr hell und fast vollständig ist. Außerdem ist der Ring weiter von der Erde entfernt als jeder andere, der bislang entdeckt wurde.
Es wären nur wenige optische Ringe oder Bögen bekannt, sagen die Forscher. Noch weniger seien fast vollständig. Die Bilder der Astronomen zeigen einen Dreiviertel Ring. Die Linsen-Galaxie soll etwa acht Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt sein, die Quelle des verzerrten Lichts zwölf Milliarden Lichtjahre.
Die Linse vergrössert in diesem Fall die Quelle des Lichtes 13-fach, berichten die Forscher. Die Linse sei eine relativ ruhige Galaxie. Mit einem Durchmesser von etwa 40.000 Lichtjahren besteht sie vor allem aus alten Sternen. Die Lichtquelle dagegen ist das glatte Gegenteil: Die Galaxie ist mit einem Durchmesser von 7000 Lichtjahren zwar kompakt, aber auch extrem aktiv.
Lichtphänomene wie Einstein-Ringe sind für die Wissenschaft ein Glücksfall. Durch die Vergrösserung werden auf der Erde Galaxien sichtbar, die Astronomen sonst mit Teleskopen nicht erfassen könnten. Auch die Masse der Linsengalaxie kann berechnet werden. Die Galaxie, die den Einstein-Ring FOR JO332-3557 erzeugt, soll eine Masse von etwa einer Billion Sonnen haben.
anaximander - So, 03.07.2005 19:19 - Kommentar verfassen
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