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Donnerstag, 14. August 2008

Mmm, Enchiladas mit Clostridium botulinum

Coop, Manor und LeShop haben Enchiladas mit Pouletfüllung aus ihrem Sortiment zurückziehen müssen. Möglicherweise sind diese mit dem Botulismuserreger Clostridium botulinum infiziert. Boutulinumtoxin ist lebensgefährlich.
Pressemitteilung

Die siebte Gratiszeitung kommt

Es gibt bereits fünf davon 20 Minuten, News, Punkt.ch, Cash daily und Blick am Abendund buhlen in der Deutschschweiz um die Leser - vor allem aber um die Inserate. Am Wochenende tut sich nichts im Sektor Gratiszeitungen. Das wird von Tamedia jetzt geändert mit dem Gratsimagazin 20min Friday. Da kann der Ringier-Konzern nicht hinten anstehen. Auch er will, trotz angekündigter Rezession, ein Wochenend-Magazin auf den Markt bringen.
Die Gelackmeierten sind die Leser. Die einzige Auswahl, die ihnen die Verlagshäuser bieten, sind die Inserate; der redaktionelle Inhalt ist überall derselbe: aufgemotzte sda-Meldungen.
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Kofferbomber mit Aufruf zum Töten

Im sogenannten Kofferbomberprozess hat sich das Düsseldorfer Oberlandesgericht (OLG) am Donnerstag mit dem mutmaßlichen islamistischen Hintergrund des geplanten Attentats befasst.
Das bei den beiden Kofferbombern entdeckte islamische Rechtsgutachten, eine sogenannte Fatwa des Palästinensers Muhammad al-Maqdisi, enthalte den Aufruf zur Tötung von Zivilisten, wenn diese Gott, die islamische Religion oder den Propheten beleidigten, sagte die Bamberger Islamwissenschaftlerin Rotraud Wielandt in dem Prozess.

Die beiden Kofferbomber - Youssef el-Hajdib und Jihad Hamad - hatten als Motiv für ihre Taten die in westlichen Zeitungen veröffentlichten Mohammed-Karikaturen angegeben. El-Hajdib hat in dem Prozess erklärt, dass er mit den fehlgeschlagenen Anschlägen Schrecken verbreiten, aber keine Menschen töten wollen. Ziel sei gewesen, dass die Menschen «politisch aufwachen».
Nach Ansicht der Islamwissenschaftlerin Wielandt könne die bei den Kofferbombern entdeckte Fatwa aber durchaus dazu «benutzt werden, ein Attentat auf Zivilisten zu rechtfertigen».
Personen, die Gott, die islamische Religion oder Mohammed beleidigten, müssten nach dieser Lesart getötet werden, zudem müssten ihnen alle Besitztümer genommen werden.
Nach Angaben der Wissenschaftlerin wurde das Rechtsgutachten zwar schon im Februar 1994 veröffentlicht. Es bot den beiden Kofferbombern aber offenbar auch zwölf Jahre nach Veröffentlichung noch eine ideologische Anleitung für ihre Taten.
So konnten der in Düsseldorf angeklagte el-Hajdib und sein bereits in Beirut verurteilter Komplize Hamad aus der Fatwa entnehmen, dass man bei einem Attentat möglichst viele Menschen töten müsse.
Die Islamwissenschaftlerin befasste sich zudem mit den Auswirkungen der Mohammed-Karikaturen auf die islamische Welt. Die Veröffentlichung der Karikaturen war nach Ansicht von Wielandt «grob geschmacklos und Ausdruck mangelnden Respekts dafür, was anderen heilig ist».
Dennoch hatte sich der Protest nicht spontan, sondern erst mit zeitlicher Verzögerung und nach Initiative von dänischen Imamen entzündet, die in muslimischen Ländern mit den Karikaturen für anti-westliche Stimmung gesorgt hatten.
Durch die Karikaturen hätten sich die Muslime in ihren religiösen Gefühlen verletzt gefühlt. Hinzu komme eine grundsätzliche Ablehnung des Westens, die sich aus der Kolonialzeit, der Unterstützung des Staates Israel und dem Irak-Krieg speist. Diese Stimmungslage hätten dann islamistische Kräfte für sich nutzbar machen wollen und zu Angriffen auf die «Ungläubigen» aufgerufen.
In dem Prozess vor dem Düsseldorfer OLG muss sich der 23 Jahre alte el-Hajdib wegen versuchten Mordes und versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion verantworten. Laut Bundesanwaltschaft soll er am 31. Juli 2006 im Kölner Hauptbahnhof gemeinsam mit seinem Komplizen Hamad zwei Sprengsätze in Regionalzügen nach Hamm und Koblenz deponiert haben. Wegen eines Konstruktionsfehlers waren die Kofferbomben nicht explodiert.
Im Dezember vergangenen Jahres war der im August 2006 in Kiel festgenommene el-Hajdib für den versuchten Anschlag von einem libanesischen Gericht in Abwesenheit zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Der im Libanon gefasste Hamad erhielt dort zwölf Jahre Haft. Sein Urteil ist inzwischen rechtskräftig.
Quelle

Jean Bollack zu Bachmann - Celan

Der französische Gräzist, Übersetzer und Philosoph Jean Bollack lernte Paul Celan im Jahre 1959 über den Literaturwissenschaftler Peter Szondi kennen - eine Dreierfreundschaft begann, die selbst die "Goll-Affäre" überstand. Bollack wurde später zum Celan-Forscher. Provokant ist seine These, Celan habe der deutschen Geliebten Ingeborg Bachmann einen Pakt unter Dichtern angeboten: "Wenn Du Dich mir unterwirfst, lehre ich Dich zu dichten."
Im Interview nimmt er - aus der intimen Kenntnis von Celans Leben und Lyrik heraus - Stellung zum jetzt edierten Briefwechsel des Dichters mit Ingeborg Bachmann.

Es gibt keinen Krieg auf der Welt

Für die UNO existiert der Begriff "Krieg" nicht mehr.
    "Wenn Truppen marschieren und Bomben fliegen, dann wird gemeinhin von einem Krieg gesprochen. Doch bei Berichten über den Konflikt im Kaukasus wird das Wort kaum verwendet. Denn aus der Sprache der Diplomaten ist der Begriff verschwunden. Grund ist die Gründungscharta der Vereinten Nationen. Sie will laut Präambel "die Geißel des Krieges" überwinden und verwendet dieses Wort danach nicht mehr. Stattdessen gibt es Umschreibungen wie "Friedensbedrohung", "Aggression" und "Bruch des Friedens".
    Im modernen humanitären Völkerrecht spricht man von internationalen oder internen "bewaffneten Konflikten". "Der Begriff des Krieges ist aus der Sprache des Völkerrechts weitgehend verdrängt", erklärt Jochen von Bernstorff vom Max Planck Institut für Völkerrecht in Heidelberg. Der Krieg galt früher als durchaus legitimes Mittel der internationalen Auseinandersetzung und ging meist mit einer "Kriegserklärung" einher. Heute wird der "bewaffnete Konflikt" rein nach den tatsächlichen Gegebenheiten definiert und ist laut UN-Charta nur zur Verteidigung oder mit Zustimmung des UN-Sicherheitsrats erlaubt.
    Angesichts der Beteiligung von zwei Armeen sei der Konflikt im Kaukasus klar als "bewaffneter Konflikt" zu sehen - oder eben doch als Krieg, sagt von Bernstorff. "Wenn das eine wirkliche bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Staaten ist, dann kann man das in der öffentlichen Diskussion auch Krieg nennen.""
Quelle

Georgien und die zerstrittene EU

Hier finden Sie die Pressestimmen zum zerstrittenen EU-Debattierclub. Und hier einige Stimmen zu den etwas hilflosen US-Drohungen (Audio) gegenüber Russland.

Lebende Hirnzellen steuern Roboter

Britische Wissenschafter haben einen BioArt-Roboter geschaffen. Er wird von 300.000 Nervenzellen gesteuert, die aus dem Hirn einer Ratte stammen. Sein Funktionieren zeigt dieses Video

Lebende Hirnzellen aus dem Gehirn junger Ratten senden dem kleinen fahrbaren Roboter Signale, die so umgerechnet werden, dass sie seine Bewegungen steuern. Umgekehrt schicken Sensoren an dem Gerät, die Informationen über die Umgebung sammeln, elektrische Impulse zurück an das neuronale Netzwerk und schließen so den Schaltkreis. Einen zusätzlichen Computer gibt es nicht. "Die einzige Steuerung, die der Roboter hat, ist das biologische Gehirn", sagt Mitentwickler Kevin Warwick von der University of Reading. Ziel des Projektes sei es, mehr darüber zu erfahren, wie ein Gehirn lernt und Erinnerungen speichert, berichtet das Magazin", berichtet New Scientist".
SpOn hat den Artikel übersetzt

Generalmobilmachung in der Schweiz

Die Grenzen werden in Kürze hermetisch verschlossen; wer drin ist, bleibt drin, wer draußen ist, draußen; wer hat, der hat, wer nichts hat, bleibt Habenichts. Jetzt geht es ums Ganze, sagen die Grünen, die Roten, die CVP, die EVP und 16 nationale Organisationen aus Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz. Es sollen keine Häuser mehr gebaut werden und nicht noch mehr Wohnungen, Einkaufszentren, Geschäftshäuser. Der Zersiedelung müsse jetzt endlich ein Ende gesetzt werden. Genug ist genug!

Blinde Hoffnung

Arno Widmann hat den Doppelband "Prager Frühling" hervorgekramt. Beim Lesen ist ihm scheinbar ein Licht aufgegangen. Das Buch vermittelt ihm offensichtlich den Eindruck eines Rückblicks auf eine Illusion. "Wer auf der Website der Frankfurter Rundschau die Möglichkeit nutzt, die Zeitung des Jahres 1968 zu lesen, dem wird klar, wie hinfällig die Urteile einer Tageszeitung sind, wie blind gegenüber einer dem späteren Betrachter als evident erscheinenden Realität. Das hat nichts mit der Intelligenz des Beobachters, mit seinen Kenntnissen und seinen Vorurteilen zu tun. Auch den Klügsten fehlt der Abstand und gerade dem Klügsten ist klar, dass alles auch ganz anders kommen kann, als er es sich denkt. Beides trübt den Blick.
Wer in diesen Tagen die alten Berichte aus Prag liest, die Kommentare über die Entwicklungen dort, der ist verblüfft, wie blind einen die Hoffnung damals machen konnte. Russische Panzer waren längst - zu Übungszwecken - in der Tschechoslowakei, da hielten sich viele, vielleicht sogar die meisten, noch an der Illusion fest, die Panzer würden nicht eingesetzt."

Ingeborg Bachmann und Paul Celan

Der Briefwechsel von Ingeborg Bachmann und Paul Celan erscheint auf diesen Herbst unter dem Titel "Herzzeit" und gilt als das Ereignis des Bücherherbstes. Julian Schütt hat das Buch gelesen und unter dem Titel "Den Mohn habe ich wieder gespürt" darüber geschrieben.

Totengräberin der SPD

Man nennt sie auch "Wortbrecherin", die Andrea Ypsilanti von der SPD, die in Hessen ein Bündnis mit der die "LiNKE" eingehen will. Ypsilanti macht die LiNKE damit nicht nur koalitionsfähig, sie ist auch dafür besorgt, dass die LiNKE die SPD auf Bundesebene zu verschlingen vermag.

Großaufmarsch bei SVP-Veranstaltung

Fünf Nationalräte, ein bernischer Regierungsrat, vier SVP-Großräte des Kantons Bern sowie ein Mitglied der Jungen SVP sassen auf der Bühne im Hotel Krone in Aarberg. Unter ihnen waren zwei nationale Zugpferde: SVP-Präsident Toni Brunner und SVP-Nationalrat und Unternehmer Peter Spuhler, der erklärte "Bei Meinungsverschiedenheiten einfach davonzulaufen, das gibt es nicht!", womit er die Bünzli-und-Deppenpartei, genannt BDP, meinte.

Wer suchet, der...

 

Reden & Widerreden

In eigener Sache
wir bloggen derzeit wieder hier
anaximander - 18. Mrz, 14:27
"Inferno" 1. Kapitel
finden Sie auf secondlitart - hier.
anaximander - 18. Mrz, 12:01
Minder-Hauen auf Economiesuisse
Voll dumpfer Blödheit hauen die Medien auf Economiesuisse...
anaximander - 10. Mrz, 17:49
Herzlichen Dank
ich habe den Link korrigiert
anaximander - 10. Mrz, 09:55
Du hast hier...
aus Versehen den Artikel von der Ates verlinkt.
Belleeer - 10. Mrz, 07:44
Staatlich subventionierte...
Die Zukunft der Suppenküchen sieht rosig aus... In...
anaximander - 10. Mrz, 01:45
Die Sympathisanten Nordkoreas
Richard Herzinger hegt weder Sympathien für den...
anaximander - 9. Mrz, 23:58
Seyran Ates und die doppelte...
Seyran Ates schreibt in ihrem Essay zur doppelten Staatsbürgerschaft: "Kann. ..
anaximander - 9. Mrz, 23:53
Mob macht Jagd auf Christen...
Ausgangslage: Ein Christ soll den Propheten beleidigt...
anaximander - 9. Mrz, 19:31
Bundesrätlich verordnete...
Der Bundesrat trifft Massnahmen, um die Zahl der Organspender...
anaximander - 9. Mrz, 16:53
Ehre für Samira...
Das amerikanische Außenministerium ist, aller...
anaximander - 8. Mrz, 22:06
US-Banken lösen...
Während Widmer-Schlumpf eifrig darum bemüht...
anaximander - 7. Mrz, 16:27
Aktion: Single mit Kind...
Würden Sie einen allein stehenden Mann/eine allein...
anaximander - 6. Mrz, 18:07
Kein Stromabkommen mit...
Die Schweiz darf auf gar keinen Fall ein Stromabkommen...
anaximander - 6. Mrz, 17:57
Die Magie der Hohnstangen
Für Aldo Keel sieht es so aus, als ob in Norwegen...
anaximander - 6. Mrz, 09:09
Dieter Pfaff nachgerufen
Dieter Pfaff, besser bekannt als Bloch und "Der Dicke",...
anaximander - 6. Mrz, 09:03
Hugo Chavez ist tot
Hugo Chavez ist tot. Er hat den Kampf gegen den Krebs...
anaximander - 6. Mrz, 00:06
Yep, das ist alles
korrekt. Es ist allerdings viel schlimmer, als die...
anaximander - 6. Mrz, 00:02
.
Da scheint im Satire-Video The One About The UN (von...
hammond - 5. Mrz, 23:31
Kampfsaufen bei den Vereinten...
Wenn die Vertreter von 193 Ländern am UN-Hauptsitz...
anaximander - 5. Mrz, 21:02

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