Iranische Atompläne gefährden Israel
Rafael Seligmann fährt den internationalen Medien, die behaupten, das Wahlergebnis in Israel gefährde jede Lösung im Nahen Osten, an den Kragen. Seinen Essay titelt er mit "Iranische Atompläne, nicht das Wahlergebnis gefährden Israel".
Tipp E.S.
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- "Hat in Israel ein Rechtsruck stattgefunden, der einen Frieden mit den Palästinensern unmöglich macht? Wird die neue israelische Regierung einen Konfrontationskurs steuern, der die Situation in Nahost eskalieren lassen wird? Diesen Eindruck gewinnt man durch die Berichterstattung vieler Medien in Folge der israelischen Wahlen vor einem Monat. Dabei findet die entscheidende Bedrohung Israels durch einen nuklear aufrüstenden Iran kaum Erwähnung.
Derweil beschäftigt sich das Ausland mit der vermeintlichen Radikalisierung Israels. So veröffentlichten "Freunde der israelischen Demokratie" aus den USA jüngst in mehreren israelischen Zeitungen einen dringlichen Appell: "Wir fordern Benjamin Netanjahu und Zipi Livni auf, sich von einer Koalition mit Israel Beitenu fernzuhalten oder deren Führer (!) Lieberman einen Ministersessel anzubieten. Durch sein Parteiprogramm und seine Rhetorik gefährdet Lieberman die israelische Gesellschaft mit den Abgründen von Rassenhetze, Demagogie und Ultranationalismus ... Lieberman als Minister würde in den Augen der Welt Israel als demokratischen Staat delegitimieren. Selbst für die Freunde Israels wäre es schwierig, wenn nicht unmöglich, sich mit dem Land zu identifizieren oder es zu unterstützen."
Gemach. Tatsächlich fand in Zion keineswegs eine rechte Kehrtwende statt. Es handelt sich vielmehr um eine beschleunigte Erosion der Sozialdemokratie, die wir aus Deutschland kennen. Hierzulande liegt die SPD gegenwärtig bei knapp über 20 Prozent. Ihre israelischen Genossen unter dem Vorsitz von Verteidigungsminister Ehud Barak sanken zuletzt sogar auf die Hälfte."
Tipp E.S.
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anaximander - Fr, 06.03.2009 22:03 - Kommentar verfassen
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