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Samstag, 13. März 2010

Die Beamtenpartei kommt

Die GrünLiberalen etablieren sich als Protestpartei auf der linken Seite und erntet die Stimmen der einstigen FDP-Wähler. Ihre Kandidaten sind Beamte. Sie streben eine verstaatlichte Wirtschaft an. Verena Diener erklärt:
    "In meinem Weltbild sind die Mitglieder in unserer Gesellschaft eigenständige, mündige Bürger und Bürgerinnen mit Eigenverantwortung. Der Staat soll subsidiär die Aufgaben übernehmen, bei denen das Individuum überfordert ist."
Und schon sind die Bürger entmündigt - durch ein Politiker-Pack, das außer Eigennutz nichts kennt.
Sie bieten eine "Verknüpfung von Ökologie und Wirtschaft" an. Dass das nicht stimmt, erklärt Verena Diener im Interview gleich selbst:
    "Atomkraftwerke sind ein Auslaufmodell. Sie werden durch Energieeffizienz und erneuerbare Energien abgelöst werden. (...) Gas kann dosiert zur Stromerzeugung eingesetzt werden, produziert wird nur, wenn dieser Strom wirklich benötigt wird und zu Spitzenpreisen verkauft werden kann."
Da freuen wir uns aber, so steigern wir den CO2-Ausstoß und vermehren die Treibhausgase.
Wir brauchen eine Partei, die auf gesundem Menschenverstand beruht und Vernunft walten lässt. Davon bieten die GrünLiberalen nichts.

Polizeieinsatz bei Borer-Fielding

Nach der friedlichen Trennung des Traumpaares Borer-Fielding kam es offenbar zum Eklat. Seit 2006 wohnt das Ehepaar Paar Borer-Fielding am linken Ufer des Zürichsees. Am Mittwoch wird die Polizei um 9 Uhr morgens an die Adresse der Millionen-Villa direkt an der Seestrasse gerufen.
[ mehr ]

Warum haben Täter immer Vorrang?

Am 30. Juni 2009 hat sich das Leben eines Geschäftsmannes in München für immer verändert. Er wurde auf offener Straße von drei vorbestraften jungen Männern aus der Schweiz überfallen und beinahe getötet. Daneben verprügelten die drei noch vier weitere Personen. Der Prozess gegen die drei Straftäter hat diese Woche begonnen - und mit dem Prozessbeginn setzte die öffentliche Debatte ein. Politiker, Qualitätsjournalisten, Psychologen, Soziologen und Lehrer diskutieren darüber, warum es mit den Tätern so weit hat kommen müssen. Dieser Personenkreis nimmt die Opfer zwar zur Kenntnis, wirft ihnen einen mitleidigen Blick zu und fokussiert sofort wieder die Täter, deren Psyche, Eltern, gesellschaftlichen Hintergrund - und offenbaren ein Ungleichgewicht, das mit Fassungslosigkeit nichts mehr zu tun hat. Politikern, Journalisten, Psycho- und anderen -logen wird nicht einmal klar, dass der Staat die Aufgabe hat, dafür zu sorgen, dass die Mitglieder des Staates, vor Gewalt geschützt sind. Nicht die Täter haben Vorrang, sondern Sie und ich: wir benötigen einen Rechtsraum, der es uns erlaubt, auch nachts durch Straßen und Gassen zu gehen, ohne Angst um Leib und Leben haben zu müssen.
Man lese dazu den auf Täter fixierten Bericht in der NZZ...

Entschuldigung vom Papst gefordert

Als wüssten sie nicht, dass der Papst unfehlbar ist, fordert die Gruppe "Wir sind Kirche" von eben diesem Papst eine Entschuldigung. Wäre er noch Joseph Ratzinger wäre diese Forderung gewiss angemessen, aber gegenüber Benedikt XVI.?

Amelie Frieds Odenwald-Strip-Poker

Die Schriftstellerin Amelie Fried zum hundertjährigen Bestehen der Odenwaldschule ihre Erinnerungen an ihre Zeit in der "OSO" aufschreiben. Sie hat sie aufgeschrieben, ihre Erinnerungen.
    "Im zweiten Text müsste ich mich daran erinnern, wie mein „Familienvater“ sich zu uns in den Mädchen-Duschraum gedrängt und uns zu Strip-Poker-Runden in seiner Wohnung genötigt hat. Wie er mich höhnisch als „verklemmte schwäbische Spießerin“ bezeichnete, als ich sagte, dazu hätte ich keine Lust. Wie ich mich diesem Druck schließlich beugte, mich furchtbar schämte und die Erinnerung daran für Jahrzehnte verdrängte."
Und auch bei Fried fragt man sich verwundert: warum jetzt und nicht vor dreißig Jahren?

Wer schickt diese Frau in Pension?

Die schweizerischen Qualitätsmedien bieten der Steuergeld-Verschleuder-Maschine mit Verfolgungswahn Widmer-Schlumpf aufs Wochenende ein Forum, sich für den Ärger, den sie den Wählern und Stimmbürgern bereitet, zu rechtfertigen. Dabei ist das Parlament gefordert, endlich zu handeln und Widmer-Schlumpf in die Wüste zu schicken.

"Der Islam braucht Kritik"

sagt Necla Kelek in ihrem Interview, denn der Islam ist nicht nur eine Religion, sondern auch ein Herrschaftssystem, mit dem, das ist für Kelek klar, gebrochen werden muss. "Wir müssen es schaffen soweit zu gehen, dass wir sogar Allah in Frage stellen, Atatürk in Frage stellen, unsere eigenen Väter und Brüder in Frage stellen, um mit ihnen friedlich leben zu können."

Die Forderung nach Gleichheit

Es gibt doch tatsächlich heute noch Leute, die nicht verstanden haben, was Gleichheit bedeutet. Dazu gehört scheinbar auch Kate Pickett, die in ihrem Interview alle Annahmen der Linken bestätigt und behauptet "In gerechteren Gesellschaften lebt man länger, besser, glücklicher". Weil alle so glücklich und zufrieden waren, ging die UdSSR zu Bruch und die DDR löste sich in der BRD auf...

Noch eine Amerikanische Revolution

Andrea Köhler setzt sich mit der amerikanischen Tea-Party-Kampagne auseinander.
    "Sie wettern gegen das Establishment in Washington und an der Wall Street und haben das Ziel, die Macht dem Volke zurückzugeben: Die «Tea Party»-Bewegung gleicht auf den ersten Blick jener Revolution, die vor vierzig Jahren einen fundamentalen Wandel in Gang setzte. Abgesehen vom Internet nutzen ihre Anhänger ähnliche Mittel wie die Achtundsechziger: Massendemonstrationen, Happenings und starke Parolen. Sie fahren mit uralten Bussen über Land und organisieren Townhall-Meetings; und jeden Samstag wird Obamas Gesundheitsreform in einem Sarg zu Grabe getragen. Es gebe eine fundamentale Ähnlichkeit zwischen der Hippiebewegung und der neuen Grass-Root-Initiative von rechts, schreibt der konservative Kolumnist der «New York Times» David Brooks: der Glaube an die Unschuld des einfachen Volkes und die Idee, dass das Böse in der Gesellschaft allein von den korrupten Eliten und den maroden autoritären Strukturen komme."

Herta Müller und Ai Weiwei

Arno Widmann hat Herta Müller und Ai Weiwei auf der lit.cologne gesehen und gehört. Seine Begeisterung für Ai Weiwei kennt keine Grenzen.
    "Ai Weiwei lacht ins Publikum. Dass er mehr als Tausend Chinesen, die niemals eine Chance dazu gehabt hätten, einen kurzen Blick ins ferne westliche Deutschland ermöglicht hat, dass er den Mächtigen ein Schnippchen schlug, amüsiert ihn nicht nur, das macht ihn glücklich. Jetzt ist er einer jener bebauchten, bärtigen Buddhas, die so gar nichts gemein haben mit dem durchgeistigten asketischen Ideal, das uns hier vom Erleuchteten vor Augen steht. Ein heiterer Silen aus Fernost - also jener trunkene Waldschrat, den König Midas in Fesseln schlug, den er folterte, um zu erfahren, wie der Mensch glücklich sein könne. Der Silen gab ihm die fatale Antwort, das Beste für den Menschen sei, nicht geboren zu werden. Dann lachte er und trieb weiter seine Scherze."

Weiteres Kapitel der Kapuscinski-Affäre

Im Guardian nimmt Timothy Garton Ash Stellung zu der ganz Polen erschütternden Kapuscinski-Affäre. Er hat Artur Domoslawskis Biografie gelesen und stellt in Sachen Journalisten Ethik klar:
    "Ja, in unserer Auswahl der Fakten, der Bilder und Zitate, in der Charakterisierung realer Personen, über die wir schreiben, arbeiten Reporter in vielerlei Hinsicht wie Schriftsteller. Aber angesichts unserer Verantwortung gegenüber der Geschichte wie auch des Non-fiction-Versprechens, das wir unseren Lesern geben, müssen wir bei den Fakten bleiben, wie wir sie vorfinden."
Das aber tun Journalisten oder Reporter nachgerade nicht; ihnen ist die Fiktion das liebste Kind.

Hexenjagd auf Priester?

Der österreichische Schriftsteller Joseph Haslinger erzählt von seiner Jugend mit pädophilen Priestern und erklärt, warum das Strafgesetzbuch allein nicht weiterhilft.
    "Die Pädophilen waren in dieser Sphäre von klösterlicher Gewalt eine Oase der Zärtlichkeit. Das Kloster war ein Exzess in dieser und jener Richtung. ...Ich hatte zu Gleichaltrigen und Älteren dieselben Kontakte wie andere auch. Ich war kein sozial gestörtes Kind, das hilflos dem Triebleben sakraler Päderasten ausgeliefert war. Ich war verstört, weil ich zu dieser Zeit ja auch noch ein sehr religiöser Mensch war und selbst Priester werden wollte. Die moralische Verstörung war weitaus übler als die erotische Konfusion. Es liegt mir daran, in einem Moment, in dem alle Welt sich plötzlich über solche Vorgänge entrüstet, als hätten sie keine Tradition, nicht nur über die Verstörung, sondern über alle Gefühle Auskunft zu geben. Gefühle, die man gehabt hat, sollte man im Nachhinein nicht einfach zugunsten einer moralischen Entrüstung abschütteln, als hätte es sie nicht gegeben. Es war nicht nur eine Last, ein solches Geheimnis zu haben, es war auch etwas Besonderes."
Haslinger macht unmissverständlich klar, dass Kinder heute geschützt werden müssen, aber eine "Hexenjagd" auf Pädophile, deren Taten längst verjährt sind, lehnt er ebenso unmissverständlich ab.

Brüssels Europaviertel in Verbrecherhand

Es ist seit langem bekannt, dass Gangster aller Art große Gebiete der belgischen Hauptstadt unter ihre Kontrolle gebracht haben. Die Polizei schaute untätig zu, die Politik reagierte nicht. Jetzt haben sich die Verbrecher das Europaviertel, das als sicher galt, unter den Nagel gerissen. Claus Hecking berichtet
    "Brüssel droht in Kriminalität und Anarchie zu versinken. Bei Haus- oder Autoeinbrüchen toppt Belgiens Metropole schon lange die internationalen Verbrechensstatistiken. Jetzt jagt eine neue Welle der Gewalt durch Europas Hauptstadt. Immer öfter trifft sie EU- und Nato-Mitarbeiter. "Es gibt einige Gegenden in der Stadt", gibt Belgiens Innenministerin Annemie Turtelboom zu, "die die Polizei nur mit Wasserwerfern, massivem Truppeneinsatz sowie der nötigen Bewaffnung unter Kontrolle bringen kann."
    Jahrelang ist man allzu lax mit Straftätern umgegangen. Jetzt fordern selbst die Liberalen einen radikalen Kurswechsel. "Wir brauchen Standgerichte, Nulltoleranzzonen und Night Courts nach New Yorker Vorbild", sagt Sven Gatz, ihr Chef im Flämischen Parlament."
Solange Verbrecher geschützt werden und Politiker, Psychologen, Sozio- und andere -logen sich ausschließlich um das Wohlergehen der Verbrecher kümmern, wird sich nichts ändern.

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anaximander - 18. Mrz, 14:27
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Minder-Hauen auf Economiesuisse
Voll dumpfer Blödheit hauen die Medien auf Economiesuisse...
anaximander - 10. Mrz, 17:49
Herzlichen Dank
ich habe den Link korrigiert
anaximander - 10. Mrz, 09:55
Du hast hier...
aus Versehen den Artikel von der Ates verlinkt.
Belleeer - 10. Mrz, 07:44
Staatlich subventionierte...
Die Zukunft der Suppenküchen sieht rosig aus... In...
anaximander - 10. Mrz, 01:45
Die Sympathisanten Nordkoreas
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anaximander - 9. Mrz, 23:58
Seyran Ates und die doppelte...
Seyran Ates schreibt in ihrem Essay zur doppelten Staatsbürgerschaft: "Kann. ..
anaximander - 9. Mrz, 23:53
Mob macht Jagd auf Christen...
Ausgangslage: Ein Christ soll den Propheten beleidigt...
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Kein Stromabkommen mit...
Die Schweiz darf auf gar keinen Fall ein Stromabkommen...
anaximander - 6. Mrz, 17:57
Die Magie der Hohnstangen
Für Aldo Keel sieht es so aus, als ob in Norwegen...
anaximander - 6. Mrz, 09:09
Dieter Pfaff nachgerufen
Dieter Pfaff, besser bekannt als Bloch und "Der Dicke",...
anaximander - 6. Mrz, 09:03
Hugo Chavez ist tot
Hugo Chavez ist tot. Er hat den Kampf gegen den Krebs...
anaximander - 6. Mrz, 00:06
Yep, das ist alles
korrekt. Es ist allerdings viel schlimmer, als die...
anaximander - 6. Mrz, 00:02
.
Da scheint im Satire-Video The One About The UN (von...
hammond - 5. Mrz, 23:31
Kampfsaufen bei den Vereinten...
Wenn die Vertreter von 193 Ländern am UN-Hauptsitz...
anaximander - 5. Mrz, 21:02

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