In Syrien sollte, wenn es nach Kofi Anan gegangen wäre, Waffenruhe herrschen. Doch gestern wurden offenbar Schüsse aus Syrien auf ein Flüchtlingslager in die Türkei abgegeben. Dies
liefert dem türkischen Premier Recep Tayyip Erdogan ein zusätzliches Argument, einzugreifen und türkische Soldaten nach Syrien zu schicken, um eine Schutzzone im Norden Syriens einzurichten. Damit droht der "Krieg der syrischen Rebellen" zu eskalieren. Die Türkei ist Mitglied der Nato und wenn sie eingreift, wird sie auf Unterstützung des Militärbündnisses pochen. Damit wäre die Nato in einen weiteren Konflikt im Nahen Osten involviert.
Erdogan
will nach seiner Rückkehr aus China nach Saudi Arabien reisen; er hofft auf Unterstützung der Golf-Staaten.
Ob Günter Grass jetzt ein Gedicht über die Türkei, die einen Flächenbrand zu entfachen droht, schreiben wird, ist fraglich.