Andreas Platthaus
würdigt den Buchpreis für Ursula Krechel, deren Roman "Landgericht" er schon früher gelobt hat.
Judith von Sternburg
freut sich riesig über die Buchpreisentscheidung für Ursula Krechel: "Am Ende hat der triftigste, auch strengste, auch am klarsten zielgerichtete Titel einer Shortlist gewonnen..."
Elmar J. Krekeler von Ursula Krechels
ist nicht sonderlich begeistert vom Vergangenheitsbewältigungsroman "Landgericht", der den Deutschen Buchpreis erhalten hat. "Enorm verdienstvoll. Sogar gelungen. Bis Krechel vom eigenen Stoff überwältigt wird, das Buch in die Knie geht vor Material und Moral. Das ist mitreißend, das ist ehrenwert..." Aber damit hat sichs dann.
Richard Kämmerlings hatte einen möglichen Buchpreis für den Roman schon in der Welt am Sonntag
kommentiert: "Ein bisschen würde das für eine Preisträgerin Ursula Krechel gelten, die ihrem Comeback "Shanghai fern von wo" (2008) jetzt mit "Landgericht" einen weiteren aufwendig recherchierten, historischen Roman folgen ließ, worin sie den Schicksalen nach Deutschland zurückkehrender Exilanten nachgeht. Wichtiges Thema, großes Fleißkärtchen, gut, dass es das gibt. Aber wenn das die Literatur der Stunde sein soll, dann hätte der Buchpreis seinen Hauptzweck endgültig darin gefunden, junge Autoren zu entnerven und zu entmutigen."