H5N1-Forschungs-Insel Riems
Seit Monaten recherchieren und beobachten wir das Näherkommen der Vogelgrippe inform des Virus H5N1. Sie kam tatsächlich näher, erreichte die Türkei, den Iran, zwang die Saudis 57 Falken zu töten, und auch in Griechenland trat sie auf.
Plötzlich aber war sie auf Rügen. Gemeldet wurden vier tote Schwäne und gerufen wurde "Keine Panik, bloss keine Panik". EinenTag später waren es über zwanzig, dann stellte sich heraus, dass noch einmal fast hundert tote Vögel auf Rügen liegen, die nicht geborgen werden konnten, weil die Behörden auf Hilfe verzichteten.
Schon das machte uns stutzig, noch stutziger wurden wir allerdings als sich herausstellte, dass es nicht hundert, sondern Hundertschaften waren. Nachdem auch Bundeskanzlerin Merkel noch etwas auf der Insel herumgetrampelt war, wurde endlich Katastrophenalarm ausgerufen. Mittlerweile wurden in Wien zwei infizierte Schwäne gefunden und in Frankreich eine infizierte Wildente oder zwei.
Seltsam, dass ausgerechnet auf Rügen ganze Vogelscharen tot vom Himmel fallen.
So weit entfernt von Rügen dürfte Riems nicht liegen. Und dort hat das Löffler-Institut seit einiger Zeit an Impfstoffen für das liebe Federvieh gearbeiet.
"Einer Arbeitsgruppe im Institut für Molekularbiologie des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems unter Leitung von Prof. Dr. Thomas C. Mettenleiter und Dr. Walter Fuchs ist es gelungen, einen neuartigen Impfstoff gegen die Geflügelpest ('Vogelgrippe') zu entwicklen. Wie das Institut mitteilte, sind entsprechende erste Versuchsreihen erfolgreich abgeschlossen worden.
Die Wissenschaftler griffen bei der Entwicklung des neuen Impfstoffs auf die Ergebnisse molekularbiologischer Grundlagenforschung zurück. Ein Geflügel-Herpesvirus (Virus der Infektiösen Laryngotracheitis, ILTV) wurde dabei so verändert, dass es seine krankmachenden Eigenschaften für Hühner zwar verlor, aber trotzdem zu einem guten Immunschutz im geimpften Tier führte. In dieses Virus wurde mit Hilfe gentechnischer Methoden die Erbinformation für das Hämagglutinin-Protein des Geflügelpestvirus (AIV) eingesetzt. Nach der Impfung kommt es daher nicht nur zu einer Immunantwort gegen das Geflügel-Herpesvirus, sondern auch gegen das Geflügelpestvirus und somit zu einem Schutz gegen beide Viren."
Um mit H5N1 expterimentieren zu können, benötigt man das Virus. Wäre es da nicht denkbar, dass entweder die Vögel, an denen experimentiert wurden oder aber das Virus selbst hat entkommen können? Es könnte ja auch sein, dass bei einem Feldversuch...
In Basel sind mal Brasilianische(?) Riesenkakerlaken aus dem Labor entwichen. Sie konnten allerdings in der Kanalisation wieder eingefangen werden. - Mit Viren verhält sich das anders.
Tja, eigentlich ist die Situation nicht grotesk, sondern bitter ernst. Wir werden recherchieren - vielleicht tut das die berichtende Presse auch. Vielleicht.
Plötzlich aber war sie auf Rügen. Gemeldet wurden vier tote Schwäne und gerufen wurde "Keine Panik, bloss keine Panik". EinenTag später waren es über zwanzig, dann stellte sich heraus, dass noch einmal fast hundert tote Vögel auf Rügen liegen, die nicht geborgen werden konnten, weil die Behörden auf Hilfe verzichteten.
Schon das machte uns stutzig, noch stutziger wurden wir allerdings als sich herausstellte, dass es nicht hundert, sondern Hundertschaften waren. Nachdem auch Bundeskanzlerin Merkel noch etwas auf der Insel herumgetrampelt war, wurde endlich Katastrophenalarm ausgerufen. Mittlerweile wurden in Wien zwei infizierte Schwäne gefunden und in Frankreich eine infizierte Wildente oder zwei.
Seltsam, dass ausgerechnet auf Rügen ganze Vogelscharen tot vom Himmel fallen.
So weit entfernt von Rügen dürfte Riems nicht liegen. Und dort hat das Löffler-Institut seit einiger Zeit an Impfstoffen für das liebe Federvieh gearbeiet.
"Einer Arbeitsgruppe im Institut für Molekularbiologie des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems unter Leitung von Prof. Dr. Thomas C. Mettenleiter und Dr. Walter Fuchs ist es gelungen, einen neuartigen Impfstoff gegen die Geflügelpest ('Vogelgrippe') zu entwicklen. Wie das Institut mitteilte, sind entsprechende erste Versuchsreihen erfolgreich abgeschlossen worden.
Die Wissenschaftler griffen bei der Entwicklung des neuen Impfstoffs auf die Ergebnisse molekularbiologischer Grundlagenforschung zurück. Ein Geflügel-Herpesvirus (Virus der Infektiösen Laryngotracheitis, ILTV) wurde dabei so verändert, dass es seine krankmachenden Eigenschaften für Hühner zwar verlor, aber trotzdem zu einem guten Immunschutz im geimpften Tier führte. In dieses Virus wurde mit Hilfe gentechnischer Methoden die Erbinformation für das Hämagglutinin-Protein des Geflügelpestvirus (AIV) eingesetzt. Nach der Impfung kommt es daher nicht nur zu einer Immunantwort gegen das Geflügel-Herpesvirus, sondern auch gegen das Geflügelpestvirus und somit zu einem Schutz gegen beide Viren."
Um mit H5N1 expterimentieren zu können, benötigt man das Virus. Wäre es da nicht denkbar, dass entweder die Vögel, an denen experimentiert wurden oder aber das Virus selbst hat entkommen können? Es könnte ja auch sein, dass bei einem Feldversuch...
In Basel sind mal Brasilianische(?) Riesenkakerlaken aus dem Labor entwichen. Sie konnten allerdings in der Kanalisation wieder eingefangen werden. - Mit Viren verhält sich das anders.
Tja, eigentlich ist die Situation nicht grotesk, sondern bitter ernst. Wir werden recherchieren - vielleicht tut das die berichtende Presse auch. Vielleicht.
anaximander - Mo, 20.02.2006 19:11 - Kommentar verfassen
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Grausame Vorstellung
ich finde den Gedanken grausam. doch es könnte ja wirklich etwas dran sein.
Habe gestern mit meiner Nachbarin über deinen Artikel geredet und auch sie kommt zu dem ergebnis das es sein könnte.
Ich finde es schon eigenartig das sich bei uns die VG so ausweitet und in allen anderen ländern bisher nur wenige tiere dieser seuche zum opfer gefallen sind.
Gruß ela
ela - Vogelgrippe