Hilfe! Kunst darf alles!
Bundesräten im wahrsten Sinn den Wortes ans Bein pinkeln, 9/11 Videoclips, Gas in Synagogen leiten - ist das Kunst oder wird der Kunstbegriff hier mehr als nur arg strapaziert?
Worunter fällt Santiago Sierras Gas in Synagogen leiten? - Unter Provokation? Vergangenheitsbewältigung? Unsinn? Sinnlosigkeit? Ich kann mir nicht helfen, ich bin selbst Künstler - und tippe auf letzteres.
"Ich spreche diesem Herrn jede Künstlerschaft ab", sagte der jüdische Publizist Ralph Giordano im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Als "Niedertracht sondergleichen" bezeichnete er die Aktion des spanischen Künstlers Santiago Sierra in dem früheren jüdischen Betshaus in Pulheim-Stommeln. "Den Opfern des Holocaust und natürlich den Überlebenden, bleibt hier in Deutschland auch wirklich nichts erspart", so Giordano weiter.
Sierra selbst will mit der umstrittenen Aktion "das Gedenken an die unzähligen Juden in Ehren halten, die im 20. Jahrhundert brutal ermordet wurden", wie er in der Broschüre zu seiner Aktion schreibt. Für ihn sei das Projekt "eine Arbeit gegen die Banalisierung der Erinnerung an den Holocaust". Die Aktion sei "allen Opfern und jedem einzelnen Opfer von Staatsmacht und Kapital gewidmet".
Was bleibt mir da noch zu sagen?
Kunst darf alles. Die Frage ist nur: müssen wir tatsächlich für "ALLES" bezahlen?
Worunter fällt Santiago Sierras Gas in Synagogen leiten? - Unter Provokation? Vergangenheitsbewältigung? Unsinn? Sinnlosigkeit? Ich kann mir nicht helfen, ich bin selbst Künstler - und tippe auf letzteres.
"Ich spreche diesem Herrn jede Künstlerschaft ab", sagte der jüdische Publizist Ralph Giordano im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Als "Niedertracht sondergleichen" bezeichnete er die Aktion des spanischen Künstlers Santiago Sierra in dem früheren jüdischen Betshaus in Pulheim-Stommeln. "Den Opfern des Holocaust und natürlich den Überlebenden, bleibt hier in Deutschland auch wirklich nichts erspart", so Giordano weiter.
Sierra selbst will mit der umstrittenen Aktion "das Gedenken an die unzähligen Juden in Ehren halten, die im 20. Jahrhundert brutal ermordet wurden", wie er in der Broschüre zu seiner Aktion schreibt. Für ihn sei das Projekt "eine Arbeit gegen die Banalisierung der Erinnerung an den Holocaust". Die Aktion sei "allen Opfern und jedem einzelnen Opfer von Staatsmacht und Kapital gewidmet".
Was bleibt mir da noch zu sagen?
Kunst darf alles. Die Frage ist nur: müssen wir tatsächlich für "ALLES" bezahlen?
anaximander - Mo, 13.03.2006 16:05 - Kommentar verfassen
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