Doch, es juckt mehr als einen...
Titania meint, es jucke keinen. Doch es gibt viele, die es juckt...
Ich bin Karlheinz Böhm nur ein einziges Mal begegnet. In Aarau, wo er Geld für seine Stiftung sammelte - und von seiner Arbeit in Afrika erzählte.
Angefangen hat "Menschen für Menschen" von Karlheinz Böhm 1981 in der Sendung "Wetten, dass..." von Frank Elstner. Karlheinz Böhm: "Ich wettete also, dass nicht einmal jeder dritte Zuschauer am Bildschirm einen Franken, eine Mark oder sieben Schilling für die Ärmsten der Welt spenden werde. Als Verlierer, sagte ich, würde ich selber in die Sahelzone gehen, um das hautnah zu erleben. Natürlich habe ich die Wette haushoch gewonnen. Von den geschätzten 18 Millionen Zuschauern sind "nur" gerade 1,5 Millionen Franken gespendet worden..."
Karlheinz Böhm reiste nach der Sendung "Wetten, dass..." in die Sahelzone - und blieb, wie er selbst sagt, "in Äthiopien hängen". Dort ist er dem Hunger, den er schon zuvor in Kenia gesehen hatte, wieder begegnet, dem Elend, der Not, den Entbehrungen. Was er gesehen hatte, war ihm Grund genug, die Stiftung "Menschen für Menschen" ins Leben zu rufen und Hilfe zur Selbsthilfe in Äthiopien zu organisieren. "Im Grunde genommen sind die Afrikaner überhaupt nicht anders als wir. Es gibt dort genauso dumme und gescheite, schmutzige und saubere, faule und fleissige Menschen. Dass sich der Schwarze Kontinent viel weniger hat entwickeln können als die anderen Kontinente, liegt im Kolonialismus begründet, was hierzulande allerdings nur allzu leicht und gerne beiseite geschoben wird."
"Menschen für Menschen" ist auch heute noch, fast fünfundzwanzig Jahre nach der Gründung, "nur" in einem einzigen Land, nämlich Äthiopien, tätig. "Wir tun das ganz bewusst, um unsere Kräfte konzentriert einsetzen zu können, und nicht etwa, weil ich Äthiopien irgendwie bevorzugt hätte. Unsere Organisation will, dass dieses Land als Beispiel genommen wird." In Europa stehen 17 Mitarbeiter im Dienst von "Menschen für Menschen"; in Äthiopien vier Europäer und 621 Einheimische. Die Stiftung hat über 700 Wasserstellen und 30 Bewässerungsanlagen, 194 Getreidemühlen, 14 Veterinärstationen, 54 Schulen, 3 Berufs- und Bildungszentren errichtet. Durch die Aufforstung mit 39 Millionen Baumsetzlingen wurde der Erosion Einhalt geboten.
Mehr über "Menschen für Menschen"
OXFAM international
Ich bin Karlheinz Böhm nur ein einziges Mal begegnet. In Aarau, wo er Geld für seine Stiftung sammelte - und von seiner Arbeit in Afrika erzählte.
Angefangen hat "Menschen für Menschen" von Karlheinz Böhm 1981 in der Sendung "Wetten, dass..." von Frank Elstner. Karlheinz Böhm: "Ich wettete also, dass nicht einmal jeder dritte Zuschauer am Bildschirm einen Franken, eine Mark oder sieben Schilling für die Ärmsten der Welt spenden werde. Als Verlierer, sagte ich, würde ich selber in die Sahelzone gehen, um das hautnah zu erleben. Natürlich habe ich die Wette haushoch gewonnen. Von den geschätzten 18 Millionen Zuschauern sind "nur" gerade 1,5 Millionen Franken gespendet worden..."
Karlheinz Böhm reiste nach der Sendung "Wetten, dass..." in die Sahelzone - und blieb, wie er selbst sagt, "in Äthiopien hängen". Dort ist er dem Hunger, den er schon zuvor in Kenia gesehen hatte, wieder begegnet, dem Elend, der Not, den Entbehrungen. Was er gesehen hatte, war ihm Grund genug, die Stiftung "Menschen für Menschen" ins Leben zu rufen und Hilfe zur Selbsthilfe in Äthiopien zu organisieren. "Im Grunde genommen sind die Afrikaner überhaupt nicht anders als wir. Es gibt dort genauso dumme und gescheite, schmutzige und saubere, faule und fleissige Menschen. Dass sich der Schwarze Kontinent viel weniger hat entwickeln können als die anderen Kontinente, liegt im Kolonialismus begründet, was hierzulande allerdings nur allzu leicht und gerne beiseite geschoben wird."
"Menschen für Menschen" ist auch heute noch, fast fünfundzwanzig Jahre nach der Gründung, "nur" in einem einzigen Land, nämlich Äthiopien, tätig. "Wir tun das ganz bewusst, um unsere Kräfte konzentriert einsetzen zu können, und nicht etwa, weil ich Äthiopien irgendwie bevorzugt hätte. Unsere Organisation will, dass dieses Land als Beispiel genommen wird." In Europa stehen 17 Mitarbeiter im Dienst von "Menschen für Menschen"; in Äthiopien vier Europäer und 621 Einheimische. Die Stiftung hat über 700 Wasserstellen und 30 Bewässerungsanlagen, 194 Getreidemühlen, 14 Veterinärstationen, 54 Schulen, 3 Berufs- und Bildungszentren errichtet. Durch die Aufforstung mit 39 Millionen Baumsetzlingen wurde der Erosion Einhalt geboten.
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anaximander - Fr, 21.04.2006 12:47 - Kommentar verfassen
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