Sterbehilfe über Blogs
Anscheinend gibts auch das. Zumindest in Spanien, wo ein Aufsehen erregender Fall von Sterbehilfe eine intensive Debatte ausgelöst hat.
Der Blogger Jorge Leon bat in seinem Online-Diary um Hilfe für einen "würdigen Tod". Der Todeswunsch wurde ihm jüngst von einem bisher Unbekannten erfüllt. Der Helfer, den die Polizei nun wegen in Spanien verbotener Sterbehilfe sucht, stellte nachts die Beatmungsmaschine des Kranken ab und verabreichte ihm zuvor vermutlich einen Becher mit einem starken Schlafmittel.
Der Fall bewegt Spanien und löst eine intensive Debatte über die aktive Sterbehilfe aus. Die Todesumstände erinnern an den berühmten spanischen Kinofilm "Das Meer in mir", der vor einem Jahr den Oscar als beste ausländische Produktion erhielt. "Das Leben ist ein Recht, aber keine Pflicht", hatte in dem nach einer wahren Leidensgeschichte gedrehten Streifen der gelähmte Ramon Sampedro der Welt mitgeteilt. Spaniens sozialdemokratische Regierung lässt Sympathie durchblicken für das Recht auf ein "würdevolles Sterben". Gesundheitsministerin Elena Salgado verkündet aber, dass man "derzeit nicht die Absicht" habe, die aktive Sterbehilfe zu legalisieren. Die "helfende Hand" des Jorge Leon kann nach heutiger Rechtslage mit drei Jahren Gefängnis bestraft werden.
Jorge Leon konnte seit einem Unfall vor sechs Jahren nur noch die Lippen bewegen und war auf künstliche Beatmung angewiesen.
Die Familie des verstorbenen jorge Leon, der seit einem Unfall vor sechs Jahren nur noch die Lippen bewegen konnte und ein Beatmungsgerät brauchte, dankte dem unbekannten Helfer in einem offenen Brief und appellierte an die Behörden, nicht "diese Hand zu verfolgen, die einen Becher an einen durstigen Mund der Freiheit, der Würde und des Friedens führte".
Quelle
Der Blogger Jorge Leon bat in seinem Online-Diary um Hilfe für einen "würdigen Tod". Der Todeswunsch wurde ihm jüngst von einem bisher Unbekannten erfüllt. Der Helfer, den die Polizei nun wegen in Spanien verbotener Sterbehilfe sucht, stellte nachts die Beatmungsmaschine des Kranken ab und verabreichte ihm zuvor vermutlich einen Becher mit einem starken Schlafmittel.
Der Fall bewegt Spanien und löst eine intensive Debatte über die aktive Sterbehilfe aus. Die Todesumstände erinnern an den berühmten spanischen Kinofilm "Das Meer in mir", der vor einem Jahr den Oscar als beste ausländische Produktion erhielt. "Das Leben ist ein Recht, aber keine Pflicht", hatte in dem nach einer wahren Leidensgeschichte gedrehten Streifen der gelähmte Ramon Sampedro der Welt mitgeteilt. Spaniens sozialdemokratische Regierung lässt Sympathie durchblicken für das Recht auf ein "würdevolles Sterben". Gesundheitsministerin Elena Salgado verkündet aber, dass man "derzeit nicht die Absicht" habe, die aktive Sterbehilfe zu legalisieren. Die "helfende Hand" des Jorge Leon kann nach heutiger Rechtslage mit drei Jahren Gefängnis bestraft werden.
Jorge Leon konnte seit einem Unfall vor sechs Jahren nur noch die Lippen bewegen und war auf künstliche Beatmung angewiesen.
Die Familie des verstorbenen jorge Leon, der seit einem Unfall vor sechs Jahren nur noch die Lippen bewegen konnte und ein Beatmungsgerät brauchte, dankte dem unbekannten Helfer in einem offenen Brief und appellierte an die Behörden, nicht "diese Hand zu verfolgen, die einen Becher an einen durstigen Mund der Freiheit, der Würde und des Friedens führte".
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anaximander - Mo, 15.05.2006 16:33 - Kommentar verfassen
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Schwierig
Beat,
Auch befürchte ich ganz stark, dass, wenn sich Politiker der Frage bemächtigen, die Antwort eine sein wird, welche die Verantwortung delegiert - an Ärzte und Pflegepersonal. Die Mehrheit der Ärzte wird die Freigabe der Sterbehilfe vermutlich auch hierzulande bekämpfen. Es wird wohl eine ähnliche Diskussion geben wie in Britanien. Euthanasie ist ein furchtbares Thema. Trotzdem meinen Ärzte, die sich mit dem Gesundheitswesen befassen und aktiv als Politiker tätig sind es wäre an der Zeit, sich damit zu befassen. Was mich wundert, ist die Anlehnung an "Singers Ethik", doch befürchte ich...