Schule verbietet Schweizer Kreuz
Die Sitten und Gebräuche in der Schweiz werden immer eigenartiger. Wer hin und wieder das Bieler-Tagblatt liest, wird nicht schlecht staunen, wenn er auf den Artikel von Stefan Aerni stösst, in dem dieser berichtet, dass die Schulkommission Roggwil eine Verordnung für die Oberstufe erlassen hat, in der es heisst, das Tragen von "Kleidungsstücke mit einem Schweizer Kreuz" sei unerwünscht.Den Schulbeginn nach den Herbstferien hatte sich Daniel K. (Name geändert) anders vorgestellt. Nichts Böses ahnend, trug der zwölfjährige Sekler letzten Montag sein rotes Leibchen mit weissem Kreuz. Schliesslich geniesst die rot-weisse Kluft spätestens seit der Fussball-WM im Sommer Kultcharakter.
Doch dafür hatte sein Lehrer keinen Sinn: In einer ruhigen Minute nahm er Daniel beiseite und bat ihn, in der Schule künftig kein Schweizer Leibchen mehr zu tragen. Denn das könne die Mitschüler, vor allem die ausländischen, zu aggressiven Reaktionen herausfordern. [...]
Keine Hemmungen, das Roggwiler Tenu-Tabu öffentlich zu machen, hat dagegen Jürg Graf. Der 43-jährige Familienvater ergriff diese Woche an der Gemeindeversammlung unter «Verschiedenem» das Wort: Er finde es «schlicht schockierend», dass die Schule eine solche Bestimmung erlassen habe. «Als Soldat habe ich einst den Eid auf die Schweizer Fahne geleistet - und jetzt das! Schämen sich unsere Lehrer eigentlich für unser Land?»
Demnächst werden die Kids mit Turban und Kopftuch in die Schule gehen müssen - alles andere könnte die ausländischen Mitschüler zu aggressiven Reaktionen veranlassen.
anaximander - Do, 19.10.2006 11:12 - Kommentar verfassen
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