Tariq Ramadan - das verräterische Interview
Tariq Ramadan - wer kennt diesen Namen nicht? - Diesmal hat er sich bereit erklärt zu einem Interview mit der "Weltwoche". Die Journalisten Born und Sorg dachten an ein kontroverses Gespräch mit dem Islamwissenschaftler. Nach einem ersten Interview-Termin beschlich die Journalisten das Gefühl, mit Antworten abgespiesen worden zu sein, die Allgemeinplätzen ähnelten. Und so wagten sie es, anlässlich eines zweiten Treffens, konkreter zu sein, härter und den "verbalen Hütchenspielen" auszuweichen. Sie wollten den guten Ramadan mit Hypothesen konfrontieren und ihm die glatten, schlüpfrigen Antworten nicht mehr einfach abkaufen. Sie gingen von Ueberlegungen aus, wie m Islam zentral sind Gerechtigkeit und Gesetz, aber er hat keinen Begriff von Freiheit oder autonomem Subjekt. Der Islam ist kein Humanismus. Es ist bezeichnend, dass gegen Schriftsteller Rushdie damals eine Fatwa ausgesprochen wurde, nicht aber gegen Osama Bin Laden, Zarqawi oder ähnliche Verbrecher. Der Koran ist Menschenwerk, der Prophet war ein erfolgreicher Warlord. Der rundum trostlose Zustand der arabischen Welt hat mit dem Verbot von Islamkritik zu tun. Der Prophet erlaubt dem Gläubigen die Taqiya, das heisst die Verstellung und die Lüge, wenn er unter Ungläubigen lebt: Wie können wir R. glauben, was er uns sagt? und nahmen Tareq Ramadan in die Mangel.
Das Resultat kann man getrost als Scheitern bezeichnen. Die Frage aber ist: WER ist gescheitert?
[ komplettes Interview ]
Das Resultat kann man getrost als Scheitern bezeichnen. Die Frage aber ist: WER ist gescheitert?
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anaximander - Fr, 24.11.2006 17:32 - Kommentar verfassen
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