Schelte für Oettingers Filbinger-Rede
Oettinger hat mit seiner Filbinger-Rede den Zentralrat der Juden gegen sich aufgebracht. Es ist ja klar, seit bald 60 Jahren will keiner mehr Nationalsozialist gewesen sein; man zieht es vor, zu all jenen gehört zu haben, die nichts-wussten...
Aber es bringt nichts: Der Schriftsteller Rolf Hochhuth hat Filbingers Tätigkeit als Marinerichter 1978 öffentlich gemacht und gesagt, dieser sei zum Ende des Krieges ein "sadistischer Nazi gewesen". Darauf war Filbinger, ein sehr erfolgreicher Ministerpräsident, zurückgetreten.
Anlässlich der Trauerrede für Filbinger sagte Oettinger "es gibt kein Urteil von Hans Filbinger, durch das ein Mensch sein Leben verloren hätte.[...] Er hatte nicht die Entscheidungsmacht und nicht die Entscheidungsfreiheit, die seine Kritiker ihm unterstellen." Der in Mannheim geborene Jurist Filbinger sei Gegner des NS-Regimes gewesen, habe sich den damaligen Zwängen aber beugen müssen.
Und wer sich Zwängen beugen musste, musste offenbar Todesurteile aussprechen...
[ man lese dazu Beate Klarsfeld ]
Aber es bringt nichts: Der Schriftsteller Rolf Hochhuth hat Filbingers Tätigkeit als Marinerichter 1978 öffentlich gemacht und gesagt, dieser sei zum Ende des Krieges ein "sadistischer Nazi gewesen". Darauf war Filbinger, ein sehr erfolgreicher Ministerpräsident, zurückgetreten.
Anlässlich der Trauerrede für Filbinger sagte Oettinger "es gibt kein Urteil von Hans Filbinger, durch das ein Mensch sein Leben verloren hätte.[...] Er hatte nicht die Entscheidungsmacht und nicht die Entscheidungsfreiheit, die seine Kritiker ihm unterstellen." Der in Mannheim geborene Jurist Filbinger sei Gegner des NS-Regimes gewesen, habe sich den damaligen Zwängen aber beugen müssen.
Und wer sich Zwängen beugen musste, musste offenbar Todesurteile aussprechen...
[ man lese dazu Beate Klarsfeld ]
anaximander - Do, 12.04.2007 17:14 - Kommentar verfassen
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Er wäre ein Sadist gewesen,
Die Briten hätten in ihren Gefangenenlagern den Nazi-Offizieren die Gerichtsbarkeit über ihre Mitgefangenen belassen. So habe Filbinger darauf bestehen können, dass das Urteil gegen den Mitgefangenen Gröger wegen Fahnenflucht vollstreckt werden konnte. „Wozu nichts Filbinger genötigt hat als die Tatsache, dass er ein sadistischer Nazi war“, sagt Hochhuth. Filbinger habe für Grögers Hinrichtung bei den Briten Gewehre ausgeliehen, ein Erschießungskommando zusammengestellt und sich selbst als der „Feuer“befehlende Vollstrecker ins Protokoll gesetzt. dpa"
Wenn das wahr ist,