Gates-Stiftung Horror für die Pharma-Industrie
In der Aids-Bekämpfung dreht sich alles um den Preis. Die Pharma-Giganten hatte lange Zeit ein leichtes Spiel: sie konnten die Preise diktieren. Eine neue Studie aber warnt Pharma-Unternehmen vor der Stiftung von Microsoft-Gründer Gates. Diese steckt hunderte Millionen in die Entwicklung von Aids- und Malaria-Medikamenten - und ist damit scheinbar zum ernst zu nehmenden Wettbewerber geworden."Pharmaunternehmen müssen eine klare Strategie entwickeln, um diesem Phänomen zu begegnen." Uneigennützige Stifter, die Milliardensummen in die Arzneimittelforschung stecken könnten, seien für die Branche nicht nur neue mögliche Partner, sondern auch Gegner.
Nach Einschätzung von IMS Health könnten Pharmafirmen selbst dann mit der Gates-Foundation zusammenarbeiten wollen, wenn ihnen wichtige Entdeckungen als erste gelängen. Die Wahrnehmung der Branche in der Öffentlichkeit sei dabei ein wichtiger Beweggrund. Der öffentliche Druck für eine Zusammenarbeit mit der Stiftung könnte in Zukunft sogar steigen, schätzt IMS Health. "Die Alternative wäre für die Pharmabranche, es zuzulassen, dass man sie als gleichgültig gegenüber den globalen Gesundheitsproblemen hinstellt", heißt es in der Studie.
Die Gates-Foundation hatte im vergangenen Juli angekündigt, mit 287 Millionen Dollar ein internationales Netzwerk von 16 Wissenschaftslaboren zu unterstützen. Damit sollten neue Wege auf der Suche nach einem Impfstoff gegen die tödliche Immunschwäche beschritten werden.
Um rasch Ergebnisse im Aids-Programm zu erzielen, könnte für die Wissenschaftler allerdings ein Zugriff auf solche Substanzen notwendig werden, die bei den Pharma- und Biotechfirmen noch in der eigenen Entwicklung steckten, schätzt IMS Health. Die ethische Debatte über Patente von Substanzen zur Bekämpfung lebensbedrohender Krankheiten könnte dann wieder neu aufflammen. Derzeit sind bei den Pharmakonzernen weltweit rund 200 Arzneien und Impfstoffe zur Bekämpfung von Aids in der Entwicklung. Reuters / SpOn
Nach Einschätzung von IMS Health könnten Pharmafirmen selbst dann mit der Gates-Foundation zusammenarbeiten wollen, wenn ihnen wichtige Entdeckungen als erste gelängen. Die Wahrnehmung der Branche in der Öffentlichkeit sei dabei ein wichtiger Beweggrund. Der öffentliche Druck für eine Zusammenarbeit mit der Stiftung könnte in Zukunft sogar steigen, schätzt IMS Health. "Die Alternative wäre für die Pharmabranche, es zuzulassen, dass man sie als gleichgültig gegenüber den globalen Gesundheitsproblemen hinstellt", heißt es in der Studie.
Die Gates-Foundation hatte im vergangenen Juli angekündigt, mit 287 Millionen Dollar ein internationales Netzwerk von 16 Wissenschaftslaboren zu unterstützen. Damit sollten neue Wege auf der Suche nach einem Impfstoff gegen die tödliche Immunschwäche beschritten werden.
Um rasch Ergebnisse im Aids-Programm zu erzielen, könnte für die Wissenschaftler allerdings ein Zugriff auf solche Substanzen notwendig werden, die bei den Pharma- und Biotechfirmen noch in der eigenen Entwicklung steckten, schätzt IMS Health. Die ethische Debatte über Patente von Substanzen zur Bekämpfung lebensbedrohender Krankheiten könnte dann wieder neu aufflammen. Derzeit sind bei den Pharmakonzernen weltweit rund 200 Arzneien und Impfstoffe zur Bekämpfung von Aids in der Entwicklung. Reuters / SpOn
anaximander - Di, 17.04.2007 15:53 - Kommentar verfassen
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