Michael Moore "Sicko"
Allen Unkenrufen zum Trotz hat Michael Moore in Cannes, schreibt Martin Walder, einmal mehr für Presserummel gesorgt. Weil die US-Behörden gegen ihn ermitteln hat er eine Kopie seines neuen Films über das amerikanische Gesundheitswesen außer Landes geschmuggelt und "Sicko" am Samstag gezeigt.
Michael Moore ist einer, der sich zwar Dokumentarfilmer nennt, ein Pamphletist ist und vor aberwitzigen Manipulationen überhaupt nicht zurückschreckt.
Worum es in diesem Moore-Film geht?"Die grossen privaten Versicherungsgesellschaften, die Politikerkampagnen unterstützen, haben weniger die Wohlfahrt ihrer Mitglieder als den Profit der Aktionäre im Auge - drastisches Anschauungsmaterial dafür findet er in genügend Haushalten, das ist im Film hageldicht montiert. Und dann geht Moore auf die Reise: nach Kanada, England, Frankreich - und findet im Vergleich paradiesische Zustände. Schlau genug, um zu wissen, dass es das Paradies nicht gibt, lässt er Kritik gelten, rückt aber, und wird feierlich dabei, von der Idee der sozialen Solidarität kein Jota ab. Dafür weiß der Mann alle Register zu ziehen."Ein unterhaltsamer Film, den Michael Moore da gedreht hat, eine Art spannend inszenierte und arrangierte Dokumentation, nach deren Wahrheitsgehalt so wenig gefragt werden darf, wie bei Al Gores "An Inconvenient Truth".
Ein Film, der verdeutlicht, dass die Zukunft des Kinos von Sex und Gewalt und manipulierten Wahrheiten geprägt wird; die Massen sind davon ganz fasziniert.
Michael Moore ist einer, der sich zwar Dokumentarfilmer nennt, ein Pamphletist ist und vor aberwitzigen Manipulationen überhaupt nicht zurückschreckt.
Worum es in diesem Moore-Film geht?"Die grossen privaten Versicherungsgesellschaften, die Politikerkampagnen unterstützen, haben weniger die Wohlfahrt ihrer Mitglieder als den Profit der Aktionäre im Auge - drastisches Anschauungsmaterial dafür findet er in genügend Haushalten, das ist im Film hageldicht montiert. Und dann geht Moore auf die Reise: nach Kanada, England, Frankreich - und findet im Vergleich paradiesische Zustände. Schlau genug, um zu wissen, dass es das Paradies nicht gibt, lässt er Kritik gelten, rückt aber, und wird feierlich dabei, von der Idee der sozialen Solidarität kein Jota ab. Dafür weiß der Mann alle Register zu ziehen."Ein unterhaltsamer Film, den Michael Moore da gedreht hat, eine Art spannend inszenierte und arrangierte Dokumentation, nach deren Wahrheitsgehalt so wenig gefragt werden darf, wie bei Al Gores "An Inconvenient Truth".
Ein Film, der verdeutlicht, dass die Zukunft des Kinos von Sex und Gewalt und manipulierten Wahrheiten geprägt wird; die Massen sind davon ganz fasziniert.
anaximander - So, 20.05.2007 13:00 - Kommentar verfassen
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