Religion ist eine Geisteskrankheit
behauptet der Biologe Richard Dawkins in seinem neuen Bestseller "Der Gotteswahn". Wie viele andere Autoren auch rechnet der Autor nach den Anschlägen vom 11. September 2001 mit der Religion ab. Im Gegensatz zu anderen Autoren aber meint Dawkins eine Mission erfüllen zu müssen. "Der Titel nimmt den Ton des Buchs vorweg: Dawkins, Darwins Dobermann, ist aggressiv, bissig, manchmal bis zur Geschmacklosigkeit. Sexueller Missbrauch, schreibt er an einer Stelle, sei „zweifellos etwas Entsetzliches, aber der dadurch verursachte langfristige psychische Schaden sei nachweislich geringer als der, den eine katholische Erziehung anrichte“. Sätze wie diese sind keine Ausnahme. Am Anfang äußert Dawkins die Hoffnung: „Wenn dieses Buch die von mir beabsichtigte Wirkung hat, werden Leser, die es als religiöse Menschen zur Hand genommen haben, es als Atheisten wieder zuschlagen.“ Wirklich?[...]
Für Kinder ist es von Vorteil, wenn sie ihren Eltern bedingungslos glauben, wenn sie zum Beispiel glauben, dass eine Herdplatte gefährlich ist, ohne dies mit den eigenen Fingern zu überprüfen. Ein Kinderhirn ähnelt insofern einem Computer, der auch dann noch die Instruktionen brav befolgt, wenn es sich bei dem Programm um ein schädliches Virus handelt. Für Dawkins sind viele religiöse Ideen Geistesviren, die man uns eingepflanzt hat, als wir noch absolut autoritätshörig waren. Wenn wir als Erwachsene allmählich zur Vernunft kommen, müssen wir uns mühsam von dieser Infektion befreien. Was hier nur kurz angerissen werden kann, ist im Buch so hellsichtig, so radikal und brillant argumentiert, dass einem als Leser gelegentlich das Gefühl beschleicht, ein kleines Genie zu sein."
[ ganze Rezension ]
Für Kinder ist es von Vorteil, wenn sie ihren Eltern bedingungslos glauben, wenn sie zum Beispiel glauben, dass eine Herdplatte gefährlich ist, ohne dies mit den eigenen Fingern zu überprüfen. Ein Kinderhirn ähnelt insofern einem Computer, der auch dann noch die Instruktionen brav befolgt, wenn es sich bei dem Programm um ein schädliches Virus handelt. Für Dawkins sind viele religiöse Ideen Geistesviren, die man uns eingepflanzt hat, als wir noch absolut autoritätshörig waren. Wenn wir als Erwachsene allmählich zur Vernunft kommen, müssen wir uns mühsam von dieser Infektion befreien. Was hier nur kurz angerissen werden kann, ist im Buch so hellsichtig, so radikal und brillant argumentiert, dass einem als Leser gelegentlich das Gefühl beschleicht, ein kleines Genie zu sein."
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anaximander - Mi, 19.09.2007 11:34 - Kommentar verfassen
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In einem Punkt gebe ich