Autobiografie von Florian Havemann
Kerstin Decker hat die langerwarteten Erinnerungen von Florian Havemann gelesen, in denen sich herausstellt, dass selbst Dissidenten keine Engel sind. Vor allem Biermann missfällt ihr: "Biermann. Es gibt Menschen, auf die man sich im Notfall verlassen kann - und die anderen. Biermann gehört ziemlich eindeutig zur zweiten Gruppe, das haben viele in Ost - und später in West! - bezeugt. Und die Unterzeichner des Protests gegen die Ausbürgerung Biermanns wurden nie müde zu betonen, dass es nicht um Biermann ging, nicht um die Person, nur um den Fall. Ein Prahler, ein Geck, ein Aufreißer, der selbst vor Margot Honecker nicht haltmachte? Biermann selbst schreibt, M. H. habe bei ihm zu Hause 'mit zusammengeklemmten, ideologisch weggeknickten Knien' hochoffiziös in dem Sessel gesessen, der sonst Robert Havemann vorbehalten war. Ja, mein Gott, der Mann ist Künstler."
Und weil diese havemannsche Biografie scheinbar so wichtig ist, hat sich auch Yaak Karsunke damit auseinandergesetzt. Er beschimpft sie als "Tonnen-Ideologie des Ostblocks"."Wolf Biermann und Robert Havemann sind nicht die einzigen Hassobjekte in dieser monströs aufgeschwemmten Klatschkolumne; wer immer ein bisschen erfolgreicher ist als der Verfasser, hat eine gute Chance, mit Verbalinjurien, Indiskretionen, Unterstellungen und Verdächtigungen an den Pranger gestellt zu werden. Am liebsten wäscht Florian Havemann anderer Leute schmutzige Wäsche - und anschließend die eigenen Hände in Unschuld. Er war es ja gar nicht, er konstatiert doch nur, gibt halt seine eigene Sicht wieder in endlosen Selbstbespiegelungen, die beweisen sollen, was er für ein sensibler, reflektierter und kreativer Kopf ist, 'weil ich ein Künstler bin', wie er mehrfach beteuert."
Und weil diese havemannsche Biografie scheinbar so wichtig ist, hat sich auch Yaak Karsunke damit auseinandergesetzt. Er beschimpft sie als "Tonnen-Ideologie des Ostblocks"."Wolf Biermann und Robert Havemann sind nicht die einzigen Hassobjekte in dieser monströs aufgeschwemmten Klatschkolumne; wer immer ein bisschen erfolgreicher ist als der Verfasser, hat eine gute Chance, mit Verbalinjurien, Indiskretionen, Unterstellungen und Verdächtigungen an den Pranger gestellt zu werden. Am liebsten wäscht Florian Havemann anderer Leute schmutzige Wäsche - und anschließend die eigenen Hände in Unschuld. Er war es ja gar nicht, er konstatiert doch nur, gibt halt seine eigene Sicht wieder in endlosen Selbstbespiegelungen, die beweisen sollen, was er für ein sensibler, reflektierter und kreativer Kopf ist, 'weil ich ein Künstler bin', wie er mehrfach beteuert."
anaximander - Mo, 26.11.2007 10:14 - Kommentar verfassen
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