Das Internet als Bedrohung für Zeitungen
In den Augen deutscher Journalisten und Redakteure muss es das sein, sonst würden sie keine Kontrollen des Internets fordern, ihre Leser nicht beschimpfen - und sich nicht in sinnlosen Prozessen verheddern. Simon Waldman vom Guardian dagegen betrachtet die Blogger gelassen: "Überleben zu wollen, reicht einfach nicht. Erfolgreich werden diejenigen Zeitungshäuser sein, die sich dem digitalen Wachstum stellen, ihn als Chance begreifen und entsprechend handeln. Für andere, die darin eine vorübergehende Bedrohung sehen, die wir durchstehen müssen, statt eine Umgebung, in der wir prosperieren können, wird es schwierig. Es gibt auch noch andere strukturelle Herausforderungen für die Papierzeitungen, die stark auf ihren regionalen Bollwerken basieren. Die unterschwellige Tendenz in diesem Geschäft bestand ja seit jeher darin, in Märkten mit hohen Zugangsbarrieren zu operieren. Die Digitalisierung hat nun dazu geführt, dass diese Barrieren gefallen sind, so dass die Leute, deren Geschäftsmodelle und Gewinne auf einem Monopol aufbauen, diese Monopolstellung in Gefahr sehen. Und das macht es natürlich kompliziert. Wenn Sie sich die britische Presselandschaft anschauen, erkennen Sie, dass wir knallharten Wettbewerb gewohnt sind. Zum einen konkurrieren wir über die Qualität unserer Inhalte miteinander und darüber, wie wir uns am besten verkaufen. Außerdem publizieren wir in Englisch, einer ziemlich globalen Sprache. Weil die britische Qualitätspresse diese Konkurrenzsituation also schon lange kennt, hat sie enormes globales Potenzial. Und deshalb sind die meisten von uns eher fasziniert angesichts der Möglichkeiten."
anaximander - Do, 31.01.2008 10:28 - Kommentar verfassen
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