Erdogan "Die EU ist kein Christen-Klub"
Der türkische Premier, der am Freitag von Deutschland die Einrichtung türkischer Schulen und Universitäten gefordert hat, hat nur einen Tag später anlässlich der Sicherheitskonferenz in München von der EU die vorbehaltlose Aufnahme seines Landes als Vollmitglied verlangt.
Alle anderen Angebot der EU, wie zum Beispiel die privilegierte Partnerschaft, hat er als inakzeptabel abgelehnt. "Wenn sich die EU als Christen-Klub verstehe, dann hätte man das der Türkei bereits vor Jahren bei der Einreichung des Beitrittsgesuches sagen müssen.
Erdogan unterstrich seinen Anspruch auf Vollmitgliedschaft in der EU mit dem Hinweis auf "die große strategische Bedeutung seines Landes. Man liege an der Schnittstelle zwischen Ost und West und sei zudem das Schlüsselland für Sicherheit und Stabilität in der Region. Selbstbewusst wies er auf die bestehende Abhängigkeit der EU von der Türkei in punkto Energielieferungen hin. Bereits heute sei die Türkei der viertgrösste Energiekorridor für die Versorgung der Europäer und es seien weitere Pipelines geplant.
Mit seiner kategorischen Forderung - um nicht erpresserisch sagen zu müssen - hat er scheinbar nicht sehr viele Konferenzteilnehmer aus EU-Staaten überzeugen können. Die Türkei erfülle noch längst nicht alles Forderungen der EU, vor allem wenn man an Meinungsfreiheit oder die Gleichberechtigung der Geschlechter wie auch von Minderheiten denke, so wurde Erdogan entgegengehalten. Sorgen bereitet den Gegnern eines EU-Beitritts der Türkei die zunehmende Islamisierung der dortigen Gesellschaft.
Erdogan ist, das hat sich bei seinem Besuch im Kanzleramt gezeigt, ein entschiedener Gegner der Integration der Türken in Deutschland. Haci-Halil Uslacan von der Universität Potsdam erklärt, die türkischen Medien und die Regierung des Recep Erdogan betrachteten die Auslandtürken quasi als Eigentum der Türkei, die Deutschland wirtschaftlich zwar unterstützen dürften, daneben aber ihr eigenes eigenständiges, sprich streng islamisches, Leben zu führen hätten. Quelle NZZ am Sonntag - online noch nicht zugänglich
Alle anderen Angebot der EU, wie zum Beispiel die privilegierte Partnerschaft, hat er als inakzeptabel abgelehnt. "Wenn sich die EU als Christen-Klub verstehe, dann hätte man das der Türkei bereits vor Jahren bei der Einreichung des Beitrittsgesuches sagen müssen.
Erdogan unterstrich seinen Anspruch auf Vollmitgliedschaft in der EU mit dem Hinweis auf "die große strategische Bedeutung seines Landes. Man liege an der Schnittstelle zwischen Ost und West und sei zudem das Schlüsselland für Sicherheit und Stabilität in der Region. Selbstbewusst wies er auf die bestehende Abhängigkeit der EU von der Türkei in punkto Energielieferungen hin. Bereits heute sei die Türkei der viertgrösste Energiekorridor für die Versorgung der Europäer und es seien weitere Pipelines geplant.
Mit seiner kategorischen Forderung - um nicht erpresserisch sagen zu müssen - hat er scheinbar nicht sehr viele Konferenzteilnehmer aus EU-Staaten überzeugen können. Die Türkei erfülle noch längst nicht alles Forderungen der EU, vor allem wenn man an Meinungsfreiheit oder die Gleichberechtigung der Geschlechter wie auch von Minderheiten denke, so wurde Erdogan entgegengehalten. Sorgen bereitet den Gegnern eines EU-Beitritts der Türkei die zunehmende Islamisierung der dortigen Gesellschaft.
Erdogan ist, das hat sich bei seinem Besuch im Kanzleramt gezeigt, ein entschiedener Gegner der Integration der Türken in Deutschland. Haci-Halil Uslacan von der Universität Potsdam erklärt, die türkischen Medien und die Regierung des Recep Erdogan betrachteten die Auslandtürken quasi als Eigentum der Türkei, die Deutschland wirtschaftlich zwar unterstützen dürften, daneben aber ihr eigenes eigenständiges, sprich streng islamisches, Leben zu führen hätten. Quelle NZZ am Sonntag - online noch nicht zugänglich
anaximander - So, 10.02.2008 11:20 - Kommentar verfassen
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