Die Rückseite der französischen Revolution
Johannes Wetzel stellt das in Frankreich erschienene und heiss debattierte "Livre noir de la Revolution francaise" vor, in dem unter anderem die Massenmorde in der Vendee während des Terrors angeprangert werden und die Revolutionäre zu Vorläufern der Faschisten stilisiert werden: "Als legitim, glorreich, festlich und brüderlich, als Früchte der seit Jahrhunderten erwarteten ,Vernunft' werden üblicherweise die Ereignisse einer Epoche dargestellt, die auch eine der blutigsten der Geschichte war und die die tragische Folge von Revolutionen und Konflikten einläutete, welche Europa bis zur Mitte des Zwanzigsten Jahrhunderts prägten."
Da fühlen sich die etablierten Geschichtsforscher zurecht angegriffen: "Nein, Danton ist nicht Hitler!", ruft die Historikerin Mona Ozouf aus, neben Furet Mitherausgeberin des "Kritischen Wörterbuchs der Französischen Revolution". Für sie ist das "Schwarzbuch der Französischen Revolution" bloß ein Versuch, nach vielen anderen "Entschuldigungen" der Nation - für den Sklavenhandel oder die Kolonisation - nun auch "Buße für die Französische Revolution" zu erzwingen. Tatsächlich haben Abgeordnete aus der Vendée 2007 einen Antrag im Parlament eingebracht, den franko-französischen "Völkermord" anzuerkennen - nicht anders mit dem Völkermord an den Armeniern geschehen.
Der Sorbonne-Professor Jean-Clément Martin, sicher einer der besten Kenner der Vendée-Kriege, denunziert eine "katholische Revolutionskritik aus dem Umkreis der Integristen" und bestreitet die Verbindung zu Faschismus (es fehle die für den Faschismus typische "Hierarchisierung der Individuen"), Antisemitismus ("Im Gegenteil, die Revolution stellt die Juden gleich") und kommunistischem Terror, wie ihn der Gulag repräsentiere."
Da fühlen sich die etablierten Geschichtsforscher zurecht angegriffen: "Nein, Danton ist nicht Hitler!", ruft die Historikerin Mona Ozouf aus, neben Furet Mitherausgeberin des "Kritischen Wörterbuchs der Französischen Revolution". Für sie ist das "Schwarzbuch der Französischen Revolution" bloß ein Versuch, nach vielen anderen "Entschuldigungen" der Nation - für den Sklavenhandel oder die Kolonisation - nun auch "Buße für die Französische Revolution" zu erzwingen. Tatsächlich haben Abgeordnete aus der Vendée 2007 einen Antrag im Parlament eingebracht, den franko-französischen "Völkermord" anzuerkennen - nicht anders mit dem Völkermord an den Armeniern geschehen.
Der Sorbonne-Professor Jean-Clément Martin, sicher einer der besten Kenner der Vendée-Kriege, denunziert eine "katholische Revolutionskritik aus dem Umkreis der Integristen" und bestreitet die Verbindung zu Faschismus (es fehle die für den Faschismus typische "Hierarchisierung der Individuen"), Antisemitismus ("Im Gegenteil, die Revolution stellt die Juden gleich") und kommunistischem Terror, wie ihn der Gulag repräsentiere."
anaximander - Mi, 02.07.2008 14:56 - Kommentar verfassen
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Hätte der Vendée-Aufstand damals gesiegt würden im heutigen Frankreich tief religiöse sizilianische Verhältnisse herrschen.