Die Schweiz als Suizid-Weltmeisterin
In der Schweiz sterben im Schnitt jährlich zwischen 1400 und 2000 Menschen durch Suizid – das sind fast dreimal mehr, als durch Verkehrsunfälle. (Exakte Zahlen gibt es nicht, weil Suizice nicht immer offensichtlich ist.) Bei den 15- bis 44-jährigen Männern ist Suizid sogar die häufigste Todesursache – in der Altersklasse der 15- bis 19-Jährigen begehen jährlich zwischen 28 und 46 Teenager Suizid.
Trotzdem ist Suizid in der Schweiz ein Tabu-Thema. Neue Präventionsmethoden sollen nun Jugendliche besser erreichen: «Wir bauen ein Projekt auf, das sich an psychosegefährdete Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren richtet», sagt Heiner Meng, Chefarzt des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes des Kantons Aargau. Wir planen eine mobile Equipe, die zum Jugendlichen nach Hause gehen kann», so Meng. Bei dieser Zielgruppe wisse man, dass eine hohe Gefahr für Suizid bestehe. «Sie sind gefangen in ihren Ängsten und können oft nicht zum Therapeuten gehen. Ein Hausarzt und ein Kinderarzt könnten in der gewohnten Umgebung des Jugendlichen oftmals einen besseren Zugang zu ihm herstellen.»
Eine neue Therapieform für sozial auffällige Teenager testet der Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst in Thurgau. Sie richtet sich an Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren. «Wir arbeiten mit der Schule, der Familie, der Lehrstelle, mit dem gesamten sozialen Umfeld des Jugendlichen zusammen», sagt Marc Kohler, Geschäftsführer der Spital Thurgau AG. Er war einer der ersten, die beim Projekt mitgemacht haben. «Es ist sehr intensiv. Jeden zweiten Tag telefonieren die Fachleute mit den Jugendlichen und alle zwei Wochen treffen sie sich zu einem Gespräch», sagt Kohler. Schon liebäugeln die Experten mit einer Ausdehnung der Therapie: «Wir würden das Projekt gerne geografisch ausweiten.»
Unerwähnt bleibt, dass immer mehr ältere Menschen Suizid begehen. Und niemand ärgert sich darüber, dass da Präventionsmaßnahmen aufgegleist werden, die nur greifen können, wenn Menschen mit Suizid drohen...
Tatsache aber ist, dass das Bundesamt für Gesundheit für die Aidsprävention jährlich Millionen ausgibt, während für "Stop Suicide" kaum Geld zur Verfügung steht. An Aids sterben pro Jahr rund 100 Menschen; Selbstmord begehen fast 2000 Menschen.
Das Bundesamt für Gesundheit will alle Selbstmörder retten, indem es ein Depressions-Screening durchführen lässt. Das würde dann zumindest der geplagten Pharma-Industrie helfen.
Sonntag-online
Trotzdem ist Suizid in der Schweiz ein Tabu-Thema. Neue Präventionsmethoden sollen nun Jugendliche besser erreichen: «Wir bauen ein Projekt auf, das sich an psychosegefährdete Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren richtet», sagt Heiner Meng, Chefarzt des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes des Kantons Aargau. Wir planen eine mobile Equipe, die zum Jugendlichen nach Hause gehen kann», so Meng. Bei dieser Zielgruppe wisse man, dass eine hohe Gefahr für Suizid bestehe. «Sie sind gefangen in ihren Ängsten und können oft nicht zum Therapeuten gehen. Ein Hausarzt und ein Kinderarzt könnten in der gewohnten Umgebung des Jugendlichen oftmals einen besseren Zugang zu ihm herstellen.»
Eine neue Therapieform für sozial auffällige Teenager testet der Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst in Thurgau. Sie richtet sich an Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren. «Wir arbeiten mit der Schule, der Familie, der Lehrstelle, mit dem gesamten sozialen Umfeld des Jugendlichen zusammen», sagt Marc Kohler, Geschäftsführer der Spital Thurgau AG. Er war einer der ersten, die beim Projekt mitgemacht haben. «Es ist sehr intensiv. Jeden zweiten Tag telefonieren die Fachleute mit den Jugendlichen und alle zwei Wochen treffen sie sich zu einem Gespräch», sagt Kohler. Schon liebäugeln die Experten mit einer Ausdehnung der Therapie: «Wir würden das Projekt gerne geografisch ausweiten.»
Unerwähnt bleibt, dass immer mehr ältere Menschen Suizid begehen. Und niemand ärgert sich darüber, dass da Präventionsmaßnahmen aufgegleist werden, die nur greifen können, wenn Menschen mit Suizid drohen...
Tatsache aber ist, dass das Bundesamt für Gesundheit für die Aidsprävention jährlich Millionen ausgibt, während für "Stop Suicide" kaum Geld zur Verfügung steht. An Aids sterben pro Jahr rund 100 Menschen; Selbstmord begehen fast 2000 Menschen.
Das Bundesamt für Gesundheit will alle Selbstmörder retten, indem es ein Depressions-Screening durchführen lässt. Das würde dann zumindest der geplagten Pharma-Industrie helfen.
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anaximander - So, 06.07.2008 16:49 - Kommentar verfassen
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