Wachsende Wut der Kleriker auf Al Qaida
Daniel Eckert hat einen Artikel von Peter Bergen und Paul Cruickshank - lehren am Centre on Law and Security der New York University - der in der US-Zeitschrift "New Republic" erschienen ist, übersetzt. "Warum haben sich früher mit al-Qaida verbündete Kleriker und Militante gegen die Organisation gewandt? Es hat vor allem mit der Doktrin des Takfir zu tun, auf die al-Qaida und befreundete Organisationen sich immer stärker berufen und deretwegen sie für sich in Anspruch nehmen zu entscheiden, wer ein wahrer Muslim ist und wer nicht. Muslimische Kritiker al-Qaidas wissen, was daraus folgt: Zuerst erklären die Radikalen diese oder jene Muslime für Abweichler, und dann gehen sie dazu über, die Abweichler zu eliminieren.
Diese fatale Dynamik war in Algerien und Ägypten in den 90er-Jahren zu beobachten, heute ist sie in noch dramatischerer Form im Irak zu finden, wo al-Qaidas Selbstmordattentäter bereits mehr als 10 000 Iraker getötet haben- viele von ihnen nur deshalb, weil sie Schiiten waren. Seit Kurzem hat al-Qaida im Irak zunehmend Sunniten ins Visier genommen, die sich ihren Diktaten widersetzen - eine Tatsache, die der sunnitischen Mehrheit der arabischen Welt nicht verborgen geblieben ist."
Diese fatale Dynamik war in Algerien und Ägypten in den 90er-Jahren zu beobachten, heute ist sie in noch dramatischerer Form im Irak zu finden, wo al-Qaidas Selbstmordattentäter bereits mehr als 10 000 Iraker getötet haben- viele von ihnen nur deshalb, weil sie Schiiten waren. Seit Kurzem hat al-Qaida im Irak zunehmend Sunniten ins Visier genommen, die sich ihren Diktaten widersetzen - eine Tatsache, die der sunnitischen Mehrheit der arabischen Welt nicht verborgen geblieben ist."
anaximander - Mi, 09.07.2008 12:46 - Kommentar verfassen
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