The Dark Night - in den Feuilletons
Michael Stepper fragt "Wie gut ist „The Dark Knight“ wirklich – kann Regisseur Christopher Nolan das erreichte Niveau halten oder genügt der Tod von Heath Ledger, um den Film zum Kassenschlager zu machen?" und antwortet...
Oliver Fuchs weiss, dass der Totenkult um Ledger nicht der einzige Grund ist, warum man sich den Film anschauen sollte. Auch die Hauptfigur "Batman" selbst, früher nur ein Popcornkino-Kasper, ist hier erstmals ein komplexer, tragischer Held.
David Kleingers sichtet ein Problem Der Fledermann hat bei allem optischen Bombast viel zu viel moralischen Ballast.
Der Waliser Christian Bale, 34, spielt wieder die Titelrolle - und gibt hier ein Interview.
Achim Fehrenbach ist scheinbar nicht begeistert von der Superheldeninflation aus Hollywood, doch Batman müsste nicht Batman sein, könnte er Fehrenbach nicht begeistern. Zu den wenigen wirklich spannenden Superhelden-Figuren zählt der neue Batman, den Regisseur Christopher Nolan 2005 mit "Batman begins" aus klebrigen Popcorn-Gefilden wie Phönix aus der Asche steigen ließ: düsterer, zerrissener, glaubwürdiger. Jetzt legt Nolan mit "The Dark Knight" nach - und hat einen neuen Joker im Ärmel.
Für Anke Leweke ist er ein "selbstgerechter Rächer mit Zweifeln".
Auch Vanity Fair bringt ein Interview mit Christian Blade - dasselbe wie OOe?
Verena Lueken schreibt in ihrer FilmkritikVor allem aber ist es Heath Ledger, der den so gefährlichen wie verführerischen Raum der Ambivalenz bewohnt. Seine Rolle als Joker ist eindeutig. Aber da dies die letzte vollendete Arbeit des Schauspielers ist, der nach Abschluss der Dreharbeiten im Alter von nur achtundzwanzig Jahren an einer Medikamentenvergiftung starb, sehen wir in seiner Darstellung auch das Gequälte, spüren, in welcher Gefährdungszone Ledger an seiner Verkörperung des Jokers arbeitete, wie er sich ihm anverwandelte in einer Weise, die uns an diese Figur, teuflisch, wie sie ist, glauben lässt - so sehr, dass wir, wenn er uns in Schwesterntracht und unter roter Perücke vor einem lodernden Krankenhaus entgegenkommt, eine abgründige Einsamkeit zu sehen meinen, in der sich andere Rollen überblenden, der Cowboy aus „Brokeback Mountain“ oder der Sänger in „I'm Not There“. So ist „The Dark Knight“ natürlich ein Denkmal für Heath Ledger. Aber außerdem auch ein verdammt guter Film.
Oliver Fuchs weiss, dass der Totenkult um Ledger nicht der einzige Grund ist, warum man sich den Film anschauen sollte. Auch die Hauptfigur "Batman" selbst, früher nur ein Popcornkino-Kasper, ist hier erstmals ein komplexer, tragischer Held.
David Kleingers sichtet ein Problem Der Fledermann hat bei allem optischen Bombast viel zu viel moralischen Ballast.
Der Waliser Christian Bale, 34, spielt wieder die Titelrolle - und gibt hier ein Interview.
Achim Fehrenbach ist scheinbar nicht begeistert von der Superheldeninflation aus Hollywood, doch Batman müsste nicht Batman sein, könnte er Fehrenbach nicht begeistern. Zu den wenigen wirklich spannenden Superhelden-Figuren zählt der neue Batman, den Regisseur Christopher Nolan 2005 mit "Batman begins" aus klebrigen Popcorn-Gefilden wie Phönix aus der Asche steigen ließ: düsterer, zerrissener, glaubwürdiger. Jetzt legt Nolan mit "The Dark Knight" nach - und hat einen neuen Joker im Ärmel.
Für Anke Leweke ist er ein "selbstgerechter Rächer mit Zweifeln".
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Verena Lueken schreibt in ihrer FilmkritikVor allem aber ist es Heath Ledger, der den so gefährlichen wie verführerischen Raum der Ambivalenz bewohnt. Seine Rolle als Joker ist eindeutig. Aber da dies die letzte vollendete Arbeit des Schauspielers ist, der nach Abschluss der Dreharbeiten im Alter von nur achtundzwanzig Jahren an einer Medikamentenvergiftung starb, sehen wir in seiner Darstellung auch das Gequälte, spüren, in welcher Gefährdungszone Ledger an seiner Verkörperung des Jokers arbeitete, wie er sich ihm anverwandelte in einer Weise, die uns an diese Figur, teuflisch, wie sie ist, glauben lässt - so sehr, dass wir, wenn er uns in Schwesterntracht und unter roter Perücke vor einem lodernden Krankenhaus entgegenkommt, eine abgründige Einsamkeit zu sehen meinen, in der sich andere Rollen überblenden, der Cowboy aus „Brokeback Mountain“ oder der Sänger in „I'm Not There“. So ist „The Dark Knight“ natürlich ein Denkmal für Heath Ledger. Aber außerdem auch ein verdammt guter Film.
anaximander - Mi, 20.08.2008 17:07 - Kommentar verfassen
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