Alte "Superhirne"
Wie unterscheiden sich hervorragend funktionierende Gehirne sehr alter Menschen von normalen alten Gehirnen? lautete die Frage, der amerikanische Neurobiologen nachgegangen sind. Die Antwort, die sie gefunden haben, ist überraschend und einfach zugleich. Alte "Superhirne" haben nur wenige so genannte Neurofibrillen. Das sind fadenartige Strukturen in Hirnzellen, die aus dem Protein Tau bestehen. Dieses Protein steht im Verdacht, Nervenzellen zu zerstören. Je weniger dieser Fibrillen ein Mensch in hohem Alter in seinem Gehirn hat, desto besser ist seine kognitive Leistung.
"Dies ist eine aufregende neue Erkenntnis", sagt Changiz Geula von der Northwestern University. "Man hat immer angenommen, dass die Anhäufung solcher Fibrillenbündel ein fortschreitendes Phänomen im Alterungsprozess sei. Aber jetzt sehen wir, dass einige Individuen gewissermaßen immun gegen die Fibrillenbildung sind und dass ihr Vorkommen die kognitive Leistung beeinflusst."
Geula und seine Kollegen haben die Verstandesleistungen der Superhirne noch zu Lebzeiten untersuchen können. Dabei kam heraus, dass die über 80-jährigen Superhirne noch die kognitive Leistungsfähigkeit von 50-Jährigen besaßen. Die alten Menschen konnten zum Beispiel den Inhalt einer Kurzgeschichte noch nach 30 Minuten mit zahlreichen Einzelheiten wiedergeben. Außerdem fielen ihnen noch 15 wichtige Wörter ein, die in der Geschichte vorkamen. "Wir wollen jetzt untersuchen, was die Gehirne dieser Individuen vor den Verwüstungen schützt, die zum Gedächtnisverlust führen", sagt Changiz Geula. Das heißt, man will nach den spezifischen genetischen und molekularen Charakteristiken dieser Gehirne suchen.
Doris Marszk/Northwestern University
"Dies ist eine aufregende neue Erkenntnis", sagt Changiz Geula von der Northwestern University. "Man hat immer angenommen, dass die Anhäufung solcher Fibrillenbündel ein fortschreitendes Phänomen im Alterungsprozess sei. Aber jetzt sehen wir, dass einige Individuen gewissermaßen immun gegen die Fibrillenbildung sind und dass ihr Vorkommen die kognitive Leistung beeinflusst."
Geula und seine Kollegen haben die Verstandesleistungen der Superhirne noch zu Lebzeiten untersuchen können. Dabei kam heraus, dass die über 80-jährigen Superhirne noch die kognitive Leistungsfähigkeit von 50-Jährigen besaßen. Die alten Menschen konnten zum Beispiel den Inhalt einer Kurzgeschichte noch nach 30 Minuten mit zahlreichen Einzelheiten wiedergeben. Außerdem fielen ihnen noch 15 wichtige Wörter ein, die in der Geschichte vorkamen. "Wir wollen jetzt untersuchen, was die Gehirne dieser Individuen vor den Verwüstungen schützt, die zum Gedächtnisverlust führen", sagt Changiz Geula. Das heißt, man will nach den spezifischen genetischen und molekularen Charakteristiken dieser Gehirne suchen.
Doris Marszk/Northwestern University
anaximander - Mo, 17.11.2008 12:03 - Kommentar verfassen
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