Wurzeln des Terrors in Indien
Hermann Kulke spricht in einem ganzseitigen Interview über die Wurzeln des Terrors in Indien, die Profiteure unter Islamisten und Hindunationalisten. Der Asienhistoriker erklärt"Ein Kollege in Indien, ein Historiker, sagte mir, Bombay sei auch ein Anschlag auf die gewählte Regierung von Pakistan. Der äußere Druck auf sie soll erhöht werden. Durch derartige Anschläge soll die BJP, die hindunationalistische Partei, in Indien wieder an die Macht gebracht werden. Es kann kein Zufall sein, dass am vergangenen Wochenende, drei Tage nach dem Anschlag in Bombay, Wahlen in Delhi stattfanden, weitere in wichtigen Bundesstaaten bevorstehen. Und im nächsten Frühjahr wird wohl das Unterhaus gewählt.
(...)
Was Pakistan zu ertragen hat, ist die nordwestliche Grenzregion. Meine indischen Kollegen wollten das nicht gern hören: Wenn es zu keiner Teilung Britisch-Indiens gekommen wäre und das unabhängige Indien diese Probleme, die ja die Engländer schon nicht lösen konnten und an denen letztlich auch die Sowjetmacht gescheitert ist, geerbt hätte, wäre es möglicherweise auch in Indien zu Militärdiktaturen gekommen. Die Stämme an der afghanischen Grenze sind ein kaum lösbares Problem."
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Was Pakistan zu ertragen hat, ist die nordwestliche Grenzregion. Meine indischen Kollegen wollten das nicht gern hören: Wenn es zu keiner Teilung Britisch-Indiens gekommen wäre und das unabhängige Indien diese Probleme, die ja die Engländer schon nicht lösen konnten und an denen letztlich auch die Sowjetmacht gescheitert ist, geerbt hätte, wäre es möglicherweise auch in Indien zu Militärdiktaturen gekommen. Die Stämme an der afghanischen Grenze sind ein kaum lösbares Problem."
anaximander - Di, 02.12.2008 11:18 - Kommentar verfassen
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