Ein intelligentes Haus?
Am Computer sitzen, F1 drücken und sagen: "Newton, bring mir meinen Tee," ist längst kein Traum mehr. Der intelligente Rasenmäher steht in seiner Box und rast all abendlich über das Gelände. Und auch die Waschmaschine, die tumbelt, ist vorhanden. Küchenmaschine, intelligenter Kühlschrank, halb intelligenter Herd und Backofen - alles da. Woran es mangelt, sind die Schnittstellen. Ich werde erst zufrieden sein, wenn mir Newton komplette Menüs für eine bestimmte Anzahl von Personen zur vereinbarten Zeit serviert und die Schmutzwäsche frisch gewaschen, getrocknet und gebügelt in die Ablagen zurück legt. An sich ist jedes Teil intelligent. Ein Problem ist lediglich das Zusammenwirken, das Hand in Hand Arbeiten - fast wie überall im richtigen Leben...
Lesen, was die NZZ dazu berichtet?
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anaximander - Fr, 05.08.2005 18:02 - Kommentar verfassen
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Was so mancher Pressemann unter intelligent versteht....
also erst mal find ich es klasse diesen Eintrag bei Dir gefunden zu haben. Seit 12 Jahren beschäftige ich mich beruflich mit dem Thema "Intelligent Wohnen". Und seit 5 Jahren betreibe ich eine Website zu diesem Thema: http://www.eib-home.de
Ich habe mir erlaubt diesen Artikel mit samt der URL unter "KNX/EIB-Presse" zu verlinken. Also wundere Dich nicht, wenn die Statistik von Dir etwas steigen sollte (ich hab täglich ca. 1000 Klicks auf EIB-Home.de).
Zum Artikel von NZZ: Ich bin selbst Mitglied im Gremium GNI ( http://www.g-n-i.ch ) Fachgruppe Intelligentes Wohnen und kenne Herrn Schuppli (den Befragten). Soviel als Grundlage.
An was denkt denn so ein Redakteur beim Thema "Intelligentes Wohnen"? An Kochen Backen Braten Waschen Abspülen Rasen mähen. Mei des wär doch so toll wenn man das nicht selbst machen würde, sondern von einem intelligenten Haus verrichten lassen könnte - voll automatisch. Abgesehen davon, dass er bis auf Rasen mähen selbst bisher schon nichts machen muss, vollkommen in die die falsche Richtung gedacht. Denn wie kommt die Spagettinudel in den Kochtopf und der Teig ins Backrohr und die dreckige Wäsche vom Wäschekorb in die Waschmaschine das benutzte Geschirr vom Wohnzimmertisch in den Spüler? Hier gibts natürliche "Schnittstellenprobleme". Nur den vollautomatischen Rasenmäher gibts.
Worum es sich im "intelligenten Haus" im realen Sinne dreht, sind Komfort, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. Nun löschen wir mal kurz die Assoziation "Haus --> Haushalt --> Haushaltsgeräte".
Komfort ist es, wenn man z.B. die Storen nicht mit dem Gurt morgens und abends einzeln rauf- und runterkurbeln muss. Sicher wäre, wenn man nicht mehr dran denken muss, ob alle Fenster und elektrischen Verbraucher (die man nicht benötigt) wirklich beim Verlassen des Hauses ausgeschaltet sind. Und wirtschaftlich wäre, wenn man immer den aktuellen Verbrauch (Gas, Wasser, Strom etc.) im Blick haben könnte und das "intelligente Haus" eben benötigte Geräte nur dann zur Verfügung stellt, wenn der Häuslebewohner zu Hause ist.
Und da gibts eben keine "Schnittstellenprobleme". Und das gibts eben nicht in der Zukunft sondern schon seit über 10 Jahren. Und eben nicht von einem Hersteller sondern von über 130 Herstellern deren Produkte wirklich kompatibel zueinander sind. Und es gibt massenhaft damit ausgestattete Privathäuser auch wenn die Medien lieber mit "der Zukunft" werben. Und es gibt ausgebildete Fachkräfte welche das standardmässig in Projekten im Wohnbau einsetzen.
Sie glauben mir nicht? Die Medien glauben mir nicht? Na denn schauen Sie mal hier vorbei: http://www.eib-home.de/um_was_gehts_das_intelligente_haus.htm
Gruss
PeterPan
@ PeterPan