Alle lesen Hegel, keiner Thomas Hobbes
Josef Joffe hat recht, wenn er konstatiert, dass in Deutschland viel zu viel Hegel und viel zu wenig Thomas Hobbes gelesen wird. Der Staat mag vieles sein, aber eines ist er nicht: Der Inbegriff der Vernunft, wie die Empörten meinen. Der Staat, der aus uns allen, im Innersten aber aus Beamten, besteht, ist gierig - und leider fast immer dumm. Hier irrt Hegel, der den Staat als gottesgleiches Wesen in den Himmel gehoben hat. Leider schwebt er dort auch in der deutschen Vorstellung. Die Angelsachsen denken anders darüber.
- "Für Locke, Smith und Jefferson war der Staat nicht göttlich, sondern gefährlich, ein schlummerndes Raubtier, das von den Bürgern zum Schutz ihrer Freiheiten an die kürzeste Kette gelegt werden müsse. Dass der Staat seine eigenen Interessen haben könnte, dazu eine vom Staat getragene Klasse, die ständig ihre Macht auszudehnen sucht - dieser Gedanke ist in Deutschland, ja in Kontinentaleuropa kaum zu finden."
anaximander - Di, 15.11.2011 17:11 - Kommentar verfassen
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Sinn des Staates ?
(Friedrich Nietzsche)
Okay,