Bedrohliche Meinungsfreiheit
Meinungsfreiheit gilt heute als Bedrohung, schreibt Kenan Malik anlässlich der Drohungen gegen Salman Rushdie, der von der Meinungsfreiheit Gebrauch machte, und dafür schwer büssen muss. Wollte er sein Leben nichts aufs Spiel setzen, durfte er nicht einmal am indischen Jaipur Literatur Festival teilnehmen. "Soziale Gerechtigkeit erfordert nicht nur, dass Individuen als politisch Gleiche behandelt werden, sondern dass auch ihre kulturellen Überzeugungen anerkannt und respektiert werden. Die Vermeidung kulturellen Schmerzes ist daher inzwischen wichtiger als das abstrakte Recht auf Meinungsfreiheit. Oder wie der britische Soziologe Tariq Modood meinte: 'Wenn die Menschen ohne Konflikte den selben politischen Raum bewohnen, müssen sie die Kritik an den fundamentalen Überzeugungen des jeweils anderen beschränken.' Die anti-Baals von heute fürchten nichts mehr als die Debatte. Was sie sich am meisten wünschen, ist, dass die Welt schlafen geht."
anaximander - Di, 31.01.2012 13:09 - Kommentar verfassen
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