Dänen empört wegen deutschem Biennale-Beitrag
Der deutsche Biennale-Beitrag im dänischen Pavillon sorgt für Aufsehen. Nicht weil er so gelungen oder gar ausgeklügelt ist...
- Böse Töne aus Kopenhagen über den deutschen Beitrag zum dänischen Biennale-Pavillon: «Reine Schmähkunst ohne Respekt und Toleranz» nennt die Zeitung «B.T.», was der Berliner Thomas Kilpper unter dem Titel «Pavillon für revolutionäre Redefreiheit» als Bodenmosaik in Venedig präsentiert hat. Es besteht aus 33 Politikerporträts, auf denen Besucher buchstäblich herumtreten können, weil die Abgebildeten nach Überzeugung Kilppers das Recht auf freie Meinungsäußerung missbraucht haben.
Dass mit dänischen Steuergeldern gerade auch das Herumtrampeln auf Porträts des heimischen Ex-Ministerpräsidenten Anders Fogh Rasmussen, der einflussreichen Rechtspopulistin Pia Kjærsgaard und des Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard ermöglicht wird, brachte mehrere Leitartikler in Rage. «Platte Provokunst» schrieb die durch ihre zwölf Mohammed-Karikaturen 2005 berühmt gewordene Zeitung «Jyllands-Posten».
Weiter meinte das Blatt: «Es handelt sich um eine eigentümlich zahme Provokation. Gemessen an dem, was möglich gewesen wäre, wenn der deutsche Künstler die Biennale-Gäste zum Abputzen ihrer Füße auf Bildern von Terroristenchefs, Imamen mit starkem Profil oder vielleicht vom Propheten Mohammed selbst eingeladen hätte.»
anaximander - Mi, 08.06.2011 14:40 - Kommentar verfassen
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