Das "wunderbare" Leben in der DDR
Vera Lengsfeld hat das Buch von Grit Poppe “Abgehauen” gelesen und rezensiert. Das erste Drittel des Buches sollten nur Menschen lesen, die über ausserordentlich starke Nerven verfügten.
- Die Autorin beschreibt hier eines der finstersten Kapitel der DDR: Dunkelarrest im Jugendgefängnis Torgau, das, wie uns ein Öffentlich-Rechtlicher Sender unlängst durch ein Interview mit der Bildungsministerin Margot Honecker, zu deren Zuständigkeitsbereich Torgau gehörte, wissen ließ, nur „Straftäter“ beherbergt hätte.
Überwiegend bestand die „Straftat“ darin, zu oft aus dem „normalen“ Jugendwerkhof oder dem Kinderheim ausgebrochen zu sein. In Torgau sollten die „schwererziehbaren“ jugendlichen für den Sozialismus abgerichtet werden. Das sah so aus: bei der Einlieferung wurden allen, auch den Mädchen, die Haare geschoren. Alles Private wurde abgenommen. Männliche Erzieher überzeugten sich in den Körperöffnungen der Mädchen, dass nichts in die Anstalt geschmuggelt wurde. Man gewöhnte sich besser dran, nackt vor diesen Männern stehen zu müssen. Sie überwachten später auch das Duschen.
anaximander - So, 05.08.2012 17:30 - Kommentar verfassen
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