Der Mut des Mohammed-Karikaturisten
Kanzlerin Angela Merkel hat heute bekanntlich den Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard geehrt. Richard Herzinger war bei der Medienpreisverleihung, hat Westergaard porträtiert und fasst die Geschehnisse um die Mohammed-Karikaturen zusammen.
Was für ein Schwätzer.
- Die bedrohten dänischen Karikaturisten wurden jedoch vom Gros der geistigen Elite von Anfang an unter den Verdacht gestellt, sie hätten durch ihre "Provokation" benachteiligte und von Rassismus bedrängte Muslime demütigen wollen. Nun kann man über die Qualität der einen oder anderen "Jyllands Posten"-Zeichnung gewiss geteilter Meinung sein. Zu entscheiden, wo die Grenzen zulässiger Religionskritik überschritten sind, obliegt jedoch Gerichten. Keine noch so geschmacklose Karikatur kann in einem Rechtsstaat die entfernteste Rechtfertigung für Gewalt liefern. Der "Karikaturenstreit" ist so zu einem Testfall für die Widerstandsbereitschaft nicht nur der dänischen, sondern der gesamten westlichen demokratischen Öffentlichkeit gegenüber den Einschüchterungsversuchen totalitärer Ideologen geworden, die sich hinter dem Argument "religiöser Sensibilität" verstecken. Angesichts der massiven Desolidarisierung gegenüber dem eigensinnigen Individualisten Westergaard fällt dieser Test bisher leider nicht ermutigend aus.
Was für ein Schwätzer.
anaximander - Mi, 08.09.2010 22:00 - Kommentar verfassen
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Und der Westen hat den Test nicht bestanden, ausser Dänemark.
Einen zweiten Test
Merkel versagt auf der ganzen Linie; sie behauptet einfach, Sarrazin habe nicht von der Meinungsfreiheit Gebrauch gemacht, sondern dem Antisemitismus gefrönt.