Die Burka in den Medien
Frankreichs Präsident Sarkozy strebt ein Burka-Verbot für sein Land an. Eveline Widmer-Schlumpf hat vor der Minarett-Abstimmung in aller Öffentlichkeit erklärt, ein Burka-Verbot wäre erstrebenswert, wenn es mehr Burkas aus Schweizer Straßen gebe. Dass sie sich jetzt nicht mehr daran erinnern oder halten will, war zu erwarten. Denn das, was sie damals von sich gegeben hat, ist dummes Gewäsch: Es gibt erstens keine Kleidervorschriften in der Schweiz und zweitens haben wir ein Vermummungsverbot. Wer eine Burka trägt ist eindeutig vermummt - basta! Als weiterer Stein des Anstoßes dient der Niqab, doch wer so durch die Gegend laufen will, soll das tun. Was er/sie aber auf gar keinen Fall darf, ist Autofahren, weil er/sie dadurch Menschenleben gefährdet.
Die Mittelland-Zeitung hat heute einen umfangreichen Bericht zur Burka, Niqab, Hijab und Tschador publiziert - und der Tages-Anzeiger hat ihn kopiert und die Abbildungen geschönt.

CVP-Darbellay, der einem sonderbaren Populismus frönt, wird mit «Der Druck in der Schweiz für ein Burka-Verbot nimmt zu» zitiert.
Wir halten dem entgegen: Wer das Vermummungsverbot durchsetzt, braucht kein Burka-Verbot.
Die Mittelland-Zeitung hat heute einen umfangreichen Bericht zur Burka, Niqab, Hijab und Tschador publiziert - und der Tages-Anzeiger hat ihn kopiert und die Abbildungen geschönt.

CVP-Darbellay, der einem sonderbaren Populismus frönt, wird mit «Der Druck in der Schweiz für ein Burka-Verbot nimmt zu» zitiert.
Wir halten dem entgegen: Wer das Vermummungsverbot durchsetzt, braucht kein Burka-Verbot.
anaximander - Mi, 28.04.2010 11:20 - Kommentar verfassen
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Freier Wille oder Gesetz?
Das zeigt eindeutig, dass unsere Verfassung und Gesetzgebung ausreichend ist. Jeder Schritt zu einer Bekleidungsvorschrift, die über diese Grundlagen hinausgeht, ist ein Eingriff in die persönliche Freiheit und Verstoss gegen liberales Gedankengut.
Wann werden Saggy-Pants, sichtbare Unterwäsche oder BH-Träger, Turbane und Kepis verboten? Ich erinnere mich noch an Zeiten, da wurde der Haarschnitt für junge Männer vorgeschrieben. Das war das äusserliche Zeichen von Unterwerfung. Ähnliches gab es schon mit kahlgeschorenen Köpfen.
Der Behauptung, mit dem Burka-Verbot die Emanzipation der Frauen zu unterstützen, ist unsinning. Emanzipation lässt sich nicht per Gesetz erzwingen, Frauen, die weder den Mut nach das unüberwindbare Bedürfnis haben, emanzipiert zu werden, werden sich auch ohne Burka nicht emanzipieren. Männer, denen die Emanzipation der Frauen per Gesetz abgerungen wird, werden ihre Frauen nicht plötzlich als gleichberechtigte Mitmenschen behandeln.
Burka-Trägerinnen können auch durch noch so schmale Sehschlitze erkennen, dass es ein Leben ohne Burka gibt. Wollen müssen sie schon selbst, es kann nicht Aufgabe des Staates sein, ihnen einen Willen per Gesetz zu verschaffen. Ein aufgedrängter Wille ist das Gegenteil von freiem Willen.
Exakt,