Die geheimste Truppe der Schweiz
Die Redakteure des Tages-Anzeiger sind ausserordentlich recherchierfaul, aber im Abschreiben nicht schlecht. Zum Beispiel bei der Weltwoche. Daniel Ammann schreibt unter dem Titel "Die Tiger von Bern"
- Die Bundeskriminalpolizei baut sich heimlich eine schwerbewaffnete und millionenteure Kampfeinheit auf ohne politischen Auftrag, ohne transparentes Budget und ohne parlamentarische Kontrolle.
- Die «Einsatzgruppe Tigris» ist ein Indiz mehr dafür, wie die Strafverfolgungsbehörden des Bundes in den vergangenen Jahren ausser Kontrolle geraten sind. Die Bundeskriminalpolizei wurde unter ihrem Chef Kurt Blöchlinger zu einer Dunkelkammer, die sich der politischen Aufsicht zu entziehen weiss und ein Eigenleben führt. Sie masst sich – ohne entsprechenden politischen Auftrag – Kompetenzen an, weitet ihre Aufgabengebiete stetig aus und schafft so vollendete Tatsachen.
Es ist dies die Konsequenz aus einem unheilvollen Filz an der Spitze der Strafverfolgungsbehörden. Dieser Filz Beteiligte reden von «Vetterliwirtschaft» geht aufs Jahr 2000 zurück. Ihm stand der katholische Studentenverein Pate. Die damalige Bundesrätin Ruth Metzler (vulgo «Accueil») machte den jungen Polizisten Valentin Roschacher (vulgo «Dalí»), den sie aus der Studentenverbindung kannte, überraschend zum Bundesanwalt. Zwei Jahre später setzte Roschacher durch, dass Metzler seinen «Biersohn» bei den «Kyburgern» als BKP-Chef einsetzte: Kurt Blöchlinger (vulgo «Sturm»). Der eigentliche Favorit für das Amt, ein erfahrener Kripo-Chef, hatte als Sozialdemokrat die falschen Freunde.
anaximander - Do, 19.03.2009 11:51 - Kommentar verfassen
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