Hirn trennt zwischen Liebe und Sex
Wissenschaftler haben herausgefunden, was sexuelles Verlangen und Liebe
im Gehirn auslösen.
Und noch etwas stellten sie fest: Beziehungen beruhen auf Sucht.
Hirnforscher haben herausgefunden, dass Liebe und Lust unterschiedliche
Areale im Kopf aktivieren. Lust lässt unter anderem eine Gehirnregion auf-
leuchten, die auch auf andere angenehme Erfahrungen wie gutes Essen
reagiert. Liebe dagegen aktiviert einen Bereich, der eng mit dem Beloh-
nungszentrum und mit Gewohnheiten und Süchten verknüpft ist, wie die
Forscher im Fachmagazin „Journal of Sexual Medicine“ berichten. „Liebe
und Lust haben Unterschiede, aber auch auffallende Gemeinsamkeiten im
Gehirn“, sagen Stephanie Cacioppo von der Universität Genf und ihre Kolle-
gen. So seien bei beiden Gefühlen Gehirnbereiche aktiv, in denen unsere
Erwartungen und das soziale Verhalten koordiniert werden.
Mit einer neuen Gehirnkarte konnten die Forscher nachvollziehen, was ge-
schieht, wenn sich Lust zu Liebe wandelt. Bei sexuellem Verlangen leuchtet
ein Gebiet im hinteren Teil des Striatums auf. Dieser im Inneren des Vorder-
hirns liegende Teil ist für das Zusammenspiel von Emotionen, Bedürfnissen,
Bewusstsein und Bewegung verantwortlich. Wandelt sich Lust in Liebe, wan-
dert das Signal vom hinteren Teil weiter nach vorne – in einen Bereich, der
mit Gewohnheiten, mit dem Streben nach Erfüllung und Befriedigung ver-
knüpft ist. „Letztlich ist Liebe auch nichts anderes als eine Art Sucht“, erklärt
Mitautor James Pfaus aus Montreal. Sie sei eine Gewohnheit, die sich aus den
befriedigenden Erfahrungen der gestillten Lust entwickle. Liebe sei dabei aber
übergreifender und aktiviere auch Gehirnbereiche, die für die Paarbindung zu-
ständig seien. Dafür lasse die Aktivität in Lustzentren nach.
E.S.
im Gehirn auslösen.
Und noch etwas stellten sie fest: Beziehungen beruhen auf Sucht.
Hirnforscher haben herausgefunden, dass Liebe und Lust unterschiedliche
Areale im Kopf aktivieren. Lust lässt unter anderem eine Gehirnregion auf-
leuchten, die auch auf andere angenehme Erfahrungen wie gutes Essen
reagiert. Liebe dagegen aktiviert einen Bereich, der eng mit dem Beloh-
nungszentrum und mit Gewohnheiten und Süchten verknüpft ist, wie die
Forscher im Fachmagazin „Journal of Sexual Medicine“ berichten. „Liebe
und Lust haben Unterschiede, aber auch auffallende Gemeinsamkeiten im
Gehirn“, sagen Stephanie Cacioppo von der Universität Genf und ihre Kolle-
gen. So seien bei beiden Gefühlen Gehirnbereiche aktiv, in denen unsere
Erwartungen und das soziale Verhalten koordiniert werden.
Mit einer neuen Gehirnkarte konnten die Forscher nachvollziehen, was ge-
schieht, wenn sich Lust zu Liebe wandelt. Bei sexuellem Verlangen leuchtet
ein Gebiet im hinteren Teil des Striatums auf. Dieser im Inneren des Vorder-
hirns liegende Teil ist für das Zusammenspiel von Emotionen, Bedürfnissen,
Bewusstsein und Bewegung verantwortlich. Wandelt sich Lust in Liebe, wan-
dert das Signal vom hinteren Teil weiter nach vorne – in einen Bereich, der
mit Gewohnheiten, mit dem Streben nach Erfüllung und Befriedigung ver-
knüpft ist. „Letztlich ist Liebe auch nichts anderes als eine Art Sucht“, erklärt
Mitautor James Pfaus aus Montreal. Sie sei eine Gewohnheit, die sich aus den
befriedigenden Erfahrungen der gestillten Lust entwickle. Liebe sei dabei aber
übergreifender und aktiviere auch Gehirnbereiche, die für die Paarbindung zu-
ständig seien. Dafür lasse die Aktivität in Lustzentren nach.
E.S.
anaximander - So, 24.06.2012 10:26 - Kommentar verfassen
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