Islamrechtler gegen Minarettbau
Sami Aldeeb Abu-Slaieh wird die Minarett-Initiative annehmen. In einem Interview mit der Mittelland-Zeitung erklärt er, warum. Doch die Mittelland-Zeitung schaltet den Artikel nicht frei. In vier Punkten führt Sami Aldeeb auf, warum in der Schweiz keine Minarette stehen sollten.
- 1. "...Ein Moslem kann an jedem sauberen Ort beten."
2. "Minarette haben sei je als Ausruftürme gedient und sind nicht nur ein dekoratives Element. In Kairo stellen sie selbst für Muslime wegen der ständigen Lärmbelastung ein öffentliches Ärgernis dar."
3. Die Muslimische Gemeinschaft gelangt mit immer mehr Forderungen an die Öffentlichkeit: das Tragen von Kopftuch und Burka, die Freistellung vom Schwimmunterricht für Mädchen, rituelles Schlachten von Tieren. Der Bau von Minaretten fügt sich in diese Reihe ein. Die Initiative gibt Gelegenheit zur Debatte über diese Forderungen. Wir müssen verständlich machen, dass die schweizerische Verfassung den Muslimen Rechte einräumt - ihnen aber auch Pflichten auferlegt.(...)
4. Es ist zu bedenken, dass die Kirchen und die eidgenössische Kommission gegen Rassimus, die den Bau von Minaretten befürworten, auch Stellung für das rituelle Schlachten von Tieren, für die Trennung von Friedhöfen nach Religionen bezogen haben. Dies zeugt von grosser Naivität. Die eidgenössische Kommission gegen Rassismus übt Kritik an der Diskriminierung mulimischen Glaubensgemeinschaften, nimmt jedoch nie Stellung zu der von Muslimen geübten Diskriminierung. Diese Tatsache lässt vermuten, dass die Kommission, statt Fremdenfeindlichkeit zu bekämpfen, dies geradezu anstachelt."
anaximander - Do, 05.11.2009 13:53 - Kommentar verfassen
- 0 Trackbacks - 2 Kommentare
- Mehr zum Thema Islam













Artikel ist abgedruckt
Gedruckt schon,