Missbrauch der Religionsfreiheit
Peter Singer, dessen "Praktische Ethik" vielen ein Begriff sein dürfte, setzt sich mit der Religionsfreiheit auseinander. Das religiöse Schächten geht ihm gegen den Strich. "Ein Verbot der rituellen Schlachtung von Tieren hindert Juden oder Muslime jedoch nicht an der Ausübung ihrer Religion... Weder Islam noch Judentum verpflichten zum Verzehr von Fleisch. Und ich appelliere nicht an Juden und Moslems, mehr von sich zu verlangen als ich selbst von mir, seit ich vor über 40 Jahren beschlossen habe aus ethischen Gründen auf Fleisch zu verzichten."
Auf die Debatte um das Beschneidungsverbot geht er nicht ein; es geht dabei ja nur um Menschen...
Auf die Debatte um das Beschneidungsverbot geht er nicht ein; es geht dabei ja nur um Menschen...
anaximander - Fr, 06.07.2012 11:36 - Kommentar verfassen
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Rechtlich: Die Religionsfreiheit ist nicht die Freiheit, andere Lebewesen willkürlich zu behandeln.
Religiös: Kein Fleischgebot in Islam und Judentum? Weiß ich nicht, gehe aber davon aus.
Ethisch: Massentierhaltung der heutigen Zeit ist großteils tierquälerisch und eine größere Ursache für Leid von Tieren als der Akt der Schächtung (nach dem Leidensweg von Tierhaltung und Transport). Trotzdem ist das Thema, was Religion über den autonomen Bereich hinaus darf, politisch.
Auch bei den
Dass ich etwas gegen Singers "Praktische Ethik" habe, hat nichts mit seiner Tierliebe zu tun, sondern mit seiner Einstellung kranken Menschen gegenüber. Wobei zu beachten ist, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis seine "Anregungen" von der Politik umgesetzt werden dürften.
Die EU sollte endlich aufhören, Tiertransporte vom hohen Norden in den tiefsten Süden und umgekehrt zu prämieren. Die Tiere werden fast wahnsinnig vor Angst. Es kann gut sein, dass sich diese Angst auf die Fleischqualität auswirkt oder gar auf den, der das Fleisch isst.