Religiöse Zensur oder Selbstzensur?
Claus Leggewie findet Martin Mosebachs Forderung, eine religiöse Zensur einzuführen, geschmacklos. Er mahnt ihn, nicht allzu sehr mit islamistischen Fanatikern zu kokettieren, die Mosebach bewundert, wendet sich dann aber doch noch gegen die Mohammed-Karikaturen: "Diese waren nicht nur eine Geschmacksverletzung, die in ihrem Glauben gefestigte Muslime souverän durch Nicht-Beachtung strafen, sondern auch ein gezielter Akt populistischer Unruhestiftung, ein Zündeln am multireligiösen Pulverfass." Leggewie plädiert am Ende für einen opportunistischen Verzicht aufs Risiko: "Man darf alles sagen, was unterhalb der Gewaltschwelle angesiedelt ist, aber man muss es nicht."
anaximander - Mo, 02.07.2012 10:28 - Kommentar verfassen
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