Sigmund Freud, ein Volksverhetzer?
Der Islam in seiner gegenwärtigen Form sei eine "kollektive Zwangsneurose", erklärte vor nicht allzulanger Zeit der Professor für Soziologie und Gesellschaftstheorie, Heinz Gess. Darauf erfolgte ein Anzeige von Abdurrahim Vural und sofort setzte sich die Staatsanwaltschaft Hannover in Bewegung und fing gegen Gess wegen Volksverhetzung zu ermitteln an. Wenn das, was Freud in seiner Religionskritik gesagt hat, nämlich Religion sei "kollektive Zwangsneurose", Volksverhetzung ist, muss man in Deutschland Freuds Bücher verbieten oder verbrennen und nicht zitierende Professoren an den Pranger stellen. Oder die islamischen Religionsgemeinschaften, die sich einmal mehr durch ein Zitat beleidigt fühlen, müssten sich mit den Fach- und Sachbüchern ihrer Gastländer auseinandersetzen.
anaximander - Fr, 22.01.2010 17:46 - Kommentar verfassen
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