Ziel von Erdogans Deutschland-Plänen
Es ist kaum bestreitbar, dass der türkische Ministerpräsient Erdogan die Türkei zu einer Weltmacht umgestalten will. Für ihn und seine Regierungsmitglieder sind die Türkei und Deutschland einander ebenbürtig; Deutschland und die Türkei seien dazu berufen, Führungsnationen zu sein, sagt Erdogan.
Im übrigen aber ist Deutschland für Erdogan nicht das Land der Deutschen, sondern das Land der Türken, die in Deutschland leben.
Im übrigen aber ist Deutschland für Erdogan nicht das Land der Deutschen, sondern das Land der Türken, die in Deutschland leben.
- Wenn er Deutschlands Türken organisatorisch hinter sich einen, und dieses Gewicht in die Waagschale deutscher Wahlen werfen kann – für eine Partei, die türkische Interessen zu fördern verspricht – dann hat die Türkei ein Stück mehr Gewicht auch in Europa. Fast drei Millionen Menschen türkischer Herkunft leben in Deutschland, und die meisten von ihnen sind deutsche Staatsbürger.
Da schließt sich der Bogen seiner Vision, die eigentlich vom Außenminister Ahmet Davutoglu stammt. Der argumentiert, die Türkei müsse machtvoll auftreten, ihren Einfluss in der muslimischen Welt so weit ausdehnen, dass die Gefahr, die Türkei zu verlieren, in europäischen Augen größer wird als die vermeintliche Gefahr eines EU-Beitritts. Erst dann, so meinen Davutoglu und Erdogan, werde die EU die Türkei aufnehmen.
anaximander - Mi, 31.10.2012 11:27 - Kommentar verfassen
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