viel Licht und Freude wünscht allen Leserinnen und Lesern
Anaximander
Im Christentum verehrt man die Jungfrau Maria, nicht
aber ihren Mann Josef. Der jüdische Bauhandwerker
spricht in der Bibel kein einziges Wort. Ohne ihn hätten
wir aber an Weihnachten nichts zu feiern,
erklärt uns die Geschichte,
die Alan Posener geschrieben hat.
E.S.
Die Stimme Russlands präsentiert die Erzählung von Alexander Reiser "Unsere Weihnachtsgeschichten". Es gibt viele Unterschiede zwischen Weihnachtsfeiern in Russland und Weihnachtsfeiern in Deutschland, der Schweiz etc.
Lesen oder hören
"Eine Berührung" und viele andere Weihnachtsgeschichten von Andreas Altmann | Kourosh Zari | Thomas Gsella | Achim Schmitz | Herbert Fricke | Hans-Jochen Vogel | Olga Mannheimer | Frank Leidenberger | Roger Willemsenfinden Sie
hier.
"Heilig Abend und andere Begebenheiten", Weihnachtsgeschichten von Maria Hofer | Maxim Biller | Heike Faller | Ruth-Alice von Bismarck | Amelie Fried finden Sie
hier.
Es knisterte und zischte, als Flammen den Tiegel erhitzten. Es war der Halter des Talglichts - und aus dem warmen Halter erwuchs eine makellose Kerze, fest, scheinend weiß und dünn. Sie war in einer Weise geformt, die jeden, der sie sah, glauben ließ, dass sie ein Versprechen für eine helle und strahlende Zukunft sei. Versprechen, von denen jeder, der sie anschaute, glaubte, dass die Kerze sie wirklich halten und erfüllen wolle.
Das Schaf - ein feines, kleines Schaf - war die Mutter der Kerze und der Schmelztiegel ihr Vater. Die Mutter hatte ihr einen scheinenden weißen Körper und eine Vorahnung auf das Leben mitgegeben, aber von seinem Vater wurde ihr ein heftiges Verlangen nach dem flammenden Feuer mitgegeben, das ihr schließlich durch Mark und Bein gehen und ein Leben lang in ihr scheinen würde.
So wurde sie geboren und wuchs heran und goss sich selbst mit der besten und strahlendsten Erwartung ins Leben. Dort traf sie so viele, viele seltsame Dinge, mit denen sie sich beschäftigte, weil sie das Leben kennenlernen wollte - und vielleicht den Platz, an den sie am besten passen würde. Aber sie hatte zu viel Vertrauen in die Welt, die sich nur um sich selbst kümmerte und überhaupt nicht um das Talglicht. Eine Welt, die den Wert der Kerze nicht verstand und sie deshalb für eigene Zwecke nutzen wollte, indem sie die Kerze falsch hielt, und schwarze Finger immer größere Flecken auf ihrer makellosen weißen Unschuld hinterließen, die schließlich ganz verschwand und sie vollständig von dem Dreck einer sie umgebenden Welt bedeckt war, die viel zu nah gekommen war; viel dichter, als es die Kerze ertragen konnte, weil sie nicht in der Lage war, Ruß von Reinheit zu unterscheiden - obwohl sie im Inneren makellos und unbeschmutzt geblieben war.
Falsche Freunde merkten, dass sie nicht ihr inneres Selbst erreichen konnten und warfen die Kerze als nutzlos weg.
Die schmutzige Außenhülle hielt alle Guten fern - sie fürchteten, vom Ruß und den Flecken beschmutzt zu werden - und sie blieben weg.
Da war also das arme Talglicht, einsam und alleingelassen und ratlos darüber, was zu tun sei. Von den Guten abgelehnt, bemerkte es nun, dass es ein Werkzeug war, um die Bösen zu unterstützen. Es fühlte sich so unglaublich unglücklich, weil es sein Leben für keinen guten Zweck verbracht hatte - tatsächlich hatte es vielleicht die besseren Teile seiner Umgebung beschmutzt. Es konnte einfach nicht herausfinden, warum es geschaffen wurde oder wo es hingehörte, warum es auf diese Erde gesetzt wurde - vielleicht, um sich selbst und andere zu ruinieren.
Mehr und mehr und tiefer und tiefer dachte es nach - aber je mehr es sich betrachtete, desto niedergeschlagener wurde es. Es fand nichts Gutes, keinen wirklichen Inhalt für sich selbst, kein wirkliches Ziel für die Existenz, die ihm bei seiner Geburt gegeben wurde. Als ob der rußgeschwärzte Umhang auch seine Augen bedeckt hätte.
Aber dann traf es eine kleine Flamme, ein Pulverfässchen. Es kannte die Kerze besser als sich das Talglicht selbst kannte. Das Pulverfässchen hatte so eine klare Sicht - geradewegs durch die Außenhülle hindurch - und innen fand es so viel Gutes. Es kam näher und die Kerze war voller strahlender Erwartungen - sie entzündete sich und ihr Herz schmolz.
Die Flamme brach hervor wie die triumphale Fackel einer glanzvollen Hochzeit. Licht stieß hell und klar in der ganzen Umgebung hervor und erfüllte den Weg nach vorn mit Licht für ihre Umgebung - ihre wahren Freunde - die nun im Schein der Kerze die Wahrheit finden konnten.
Der Körper war auch stark genug, um die glühende Flamme lebenstüchtig zu machen. Ein Tropfen nach dem anderen, wie die Samen für ein neues Leben, rann rund und prall die Kerze hinab, und sie bedeckten den alten Ruß mit ihren Körpern.
Sie waren nicht nur das körperliche sondern auch das spirituelle Resultat der Hochzeit.
Und das Talglicht hatte seinen richtigen Platz im Leben gefunden - und gezeigt, dass es eine wahre Kerze war und es schien für viele Jahre und beglückte sich selbst und die anderen Dinge um sich herum.
Hans Christian Andersen
Wie jedes Jahr, gibt es auch heuer neue Weihnachtsgeschichten für Kinder und Erwachsene. Hier einige Links dazu:
Moderne Weihnachtsgeschichte
Weihnachten und Endorphine von Herbert Hertramph
Zwei Videos
Weihnachtsgeschichte um eine Soldatin -
Video
Eine lustige Weihnachtsgeschichte
Eine
neue Weihnachtsgeschichte
Wer liebt sie nicht, die Märchen von Hans Christian Anderson? n Dänemark ist das verloren geglaubte erste Märchen des weltberühmten Erzählers Hans Christian Andersen aufgetaucht. "Das Talglicht" erzählt von einem Licht, das sich seines Werts lange nicht bewusst ist.
[
mehr ]
Bereits ist Tag 5 des literarischen Adventsrätsels angebrochen. Dennoch können Sie noch mitmachen. Frage eins finden
Sie hier, Frage
zwei, Frage
drei, Frage
vier, Frage
fünf.
Und morgen gehts weiter....
Es gibt
schöne Gewinne.
steht - wie könnte es auch anders sein - mitten in Brüssel, dem Zentrum der EU.

Er wurde nach den Vorstellungen von Herman Van Rompuy und den EU-Bürokraten gebaut.
Der Baum hat absolut nichts mit europäischer Tradition, geschweige denn mit Avantgarde zu tun; er ist schlicht und einfach hässlich - und dürfte sehr teuer gewesen sein. Aber die EU-Bürokraten dürfen das Geld mit beiden Händen aus dem Fenster werfen.
Quelle
"Sing doch mit, Tante Anita", bettelte das achtjährige Mädchen. Die ganze Familie hatte sich um den festlich dekorierten Tisch herum aufgestellt und intonierte "O du fröhliche". Vater und Mutter sangen aus voller Kehle mit falschen Tönen und wahrem Gefühl, während die beiden Söhne verzweifelt in die Blockflöten bliesen. Schweiß tropfte von ihren rot angelaufenen Gesichtern auf den frisch gesaugten Teppich. Weihnachten breitete sich aus, der Tannenbaum duftete, die Kekse lockten, und draußen vor dem Fenster trieben vereinzelte Schneeflocken vorbei. Nur Tante Anita sang nicht mit.
[
weiter ]