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Afrika

Mittwoch, 12. September 2012

Blasphemie als Freibrief für Salafisten zu Mord und Totschlag?

Radikalen Islamisten ist alles gut genug, hinterhältige Terroranschläge auszuüben. Diesmal geht es angeblich um einen islamfeindlichen Film. Da hat der US-Produzent und Regisseur, der unter dem Namen Sam Bacile fungiert, einen primitiven Streifen gedreht, in dem er den Propheten zu karikieren meint, in Wirklichkeit aber nur Dummschwatz von sich gibt. Von dem Film ist bis jetzt nur ein 14-minütiger Trailer zu sehen - und dieser dient den Islamisten und Salafisten als Freibrief für Mord und Totschlag.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Der Traum vom algerischen Frühling

Reiner Wandler berichtet von den traurigen Verhältnissen in Algerien, wo vom algerischen Frühling geträumt wird, diesen Traum aber nicht umzusetzen wagt.
Vielleicht ist es aber ganz gut so...

Donnerstag, 12. April 2012

Tunesien - Zeichner von Mohammed-Karikaturen verurteilt

Ganz so toll, wie uns immer wieder versichert wird, ist der tunesische Frühling auch nicht. Gerade sind zwei junge Männer, die eine Mohammedkarikatur gezeichnet und auf Facebook veröffentlicht haben zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Donnerstag, 8. März 2012

"Auktion 3000" für Christoph Schlingensiefs Afrika

Marcus Woeller kündigt eine Brenefiz-Auktion - "Auktion 3000" - für Christoph Schlingensiefs Afrika-Projekt an und ärgert sich über Gerhard Richter, der keines seiner Bilder zur Verfügung gestellt hat.
    Gerade jetzt, da er mit einer Retrospektive in der Berliner Neuen Nationalgalerie zu seinem 80. Geburtstag geehrt wird. Doch er hat kein Bild beigesteuert zur "Auktion 3000", einer Benefizversteigerung zugunsten des Operndorfs Remdoogo in Burkina Faso, dem letzten großen Projekt von Christoph Schlingensief. Hallt der Streit von 2010 etwa noch nach? Auf die Ernennung Schlingensiefs als Künstler des Deutschen Pavillons auf der Biennale von Venedig hatte Richter damals gereizt reagiert: "Das ist ein Skandal. Die nehmen einen Performer, dabei haben wir Tausende Künstler." Schlingensief konnte seine Pläne für Venedig nicht mehr umsetzen, der Pavillon gewann in der Umsetzung der Kuratorin Susanne Gaensheimer dennoch den Goldenen Löwen - und der Niedergang der Malerei, den Richter wohl befürchtete, ist auch noch nicht besiegelt.

Mittwoch, 8. Februar 2012

Hintergründe zu Boko Haram

Der nigerianische Dichter Obi Nwakanma beschreibt die Hintergründe zur islamistischen Terrorgruppe Boko Haram, die die Not der Menschen dazu ausnutzt, ihr politisches Machtstreben durchzusetzen. "Die Wurzeln der Bewegung sind also in der komplexen internen Machtpolitik Nigerias zu suchen, in der jeder politische Block seine Interessen notfalls auch mit Gewalt verfolgt. Boko Haram maskiert seine Mission als 'Jihad', als religiös motivierten Feldzug gegen die Bundesregierung; faktisch aber ringt die Gruppierung vorab um die Rückkehr der politischen Macht in den Norden."

Samstag, 14. Januar 2012

Islam-Diskussion statt Ankurbelung der Wirtschaft

Mit Schimpf und Schande wurde vor einem Jahr der tunesische Diktator Ben Ali aus dem Amt gejagt. Seither befindet sich Tunesien im Umbruch. Könnte man meinen. Doch geändert hat sich fast gar nichts; die Regierung beschäftigt sich mit der Rolle des Islam in der tunesischen Politik - und sorgt damit dafür, dass die Wirtschaft am Boden bleibt.
E.S.

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Tunesien setzt Shakespeare auf den Index

Tunesien, das sich als erstes arabisches Land durch die Revolution von seinen Herrschern befreit hat, fällt vom Regen in die Traufe. Zumindest wenn man Mechtild Gilzmer folgt. Der laizistische Staat wird islamisch.
    Während es die Ennahda-Partei vermeidet, über die Stränge zu schlagen, zeigen sich die Salafisten weniger besorgt um ihr Image und versuchen, eine religiöse Imprägnierung des Alltags durchzusetzen. Demnach soll auch in internationalen Hotels kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden und für Frauen wieder die Ganzkörperverschleierung gelten. Besonders die Universitäten scheinen eine bevorzugte Spielwiese für eine doktrinäre Einflussnahme zu sein. Dozentinnen werden von ihren Studenten aufgefordert, sich „dezenter“ zu kleiden. William Shakespeare stößt wegen einer allzu „sittenlosen Ausdrucksweise“ auf Ablehnung, ebenso die Philosophie Friedrich Nietzsches. In der Kunsthochschule von Tunis wird das Bilderverbot bemüht, um Michelangelo aus dem Kanon der zu behandelnden Künstler streichen zu können.

Samstag, 22. Oktober 2011

Gadaffi - ein Nachruf

Wer Aufstieg und Fall des Muammar al-Gaddafi verstehen wolle, schreibt Alan Posener, müss William Shakespeare und Friedrich Schiller lesen.
E.S.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Gadaffi ist tot - Jubel in den Medien

Die Medien der westlichen Welt jubeln: Gadaffi ist tot!, als hätten sie ihn gejagt und erlegt wie man Wild erlegt. Und wo die Medien jubeln, sind die Politiker nicht weit. Hillary Clinton ist auf Besuch bei den Rebellen, tut so, als gäbe es kein grösseres Verdienst als Meuchelmord und stopft den Rebellen mal kurz 135 Mio USDollars in den Hintern. Aber schauen Sie doch in den Live-Ticker hier. Man muss dem Diktator jetzt auch noch tausend Seiten widmen.
Vielleicht aber hören Sie auch auf den Mann der leisen Töne.

Sonntag, 2. Oktober 2011

Bob Geldof engagiert sich für afrikanische Firmen

Er hat den richtigen Weg eingeschlagen, der Bob Geldof, der in der Frankfurter Villa Kennedy, einem noblen Fünfsternehotel, rund 50 Gäste bewirtete, die er für Investitionen in Afrika begeistern will. Geldof will keine Spenden; er will eine Milliarde für Investitionen.
    „Für welchen Kontinent prognostiziert der Internationale Währungsfonds für 2012 das höchste Wachstum?“, fragt er ins Publikum, um sich dann selbst zu antworten: „Afrika, 5,4 Prozent“. „Wo wird 2020 die größte Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter leben?“ Natürlich: „Afrika.“ Und: „Wo winken die höchsten Renditen auf Geldanlagen?“ Die Zuhörer kennen die Antwort inzwischen schon.
E.S.

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anaximander - 5. Mrz, 21:02

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