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Afrika

Mittwoch, 8. Februar 2012

Hintergründe zu Boko Haram

Der nigerianische Dichter Obi Nwakanma beschreibt die Hintergründe zur islamistischen Terrorgruppe Boko Haram, die die Not der Menschen dazu ausnutzt, ihr politisches Machtstreben durchzusetzen. "Die Wurzeln der Bewegung sind also in der komplexen internen Machtpolitik Nigerias zu suchen, in der jeder politische Block seine Interessen notfalls auch mit Gewalt verfolgt. Boko Haram maskiert seine Mission als 'Jihad', als religiös motivierten Feldzug gegen die Bundesregierung; faktisch aber ringt die Gruppierung vorab um die Rückkehr der politischen Macht in den Norden."

Samstag, 14. Januar 2012

Islam-Diskussion statt Ankurbelung der Wirtschaft

Mit Schimpf und Schande wurde vor einem Jahr der tunesische Diktator Ben Ali aus dem Amt gejagt. Seither befindet sich Tunesien im Umbruch. Könnte man meinen. Doch geändert hat sich fast gar nichts; die Regierung beschäftigt sich mit der Rolle des Islam in der tunesischen Politik - und sorgt damit dafür, dass die Wirtschaft am Boden bleibt.
E.S.

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Tunesien setzt Shakespeare auf den Index

Tunesien, das sich als erstes arabisches Land durch die Revolution von seinen Herrschern befreit hat, fällt vom Regen in die Traufe. Zumindest wenn man Mechtild Gilzmer folgt. Der laizistische Staat wird islamisch.
    Während es die Ennahda-Partei vermeidet, über die Stränge zu schlagen, zeigen sich die Salafisten weniger besorgt um ihr Image und versuchen, eine religiöse Imprägnierung des Alltags durchzusetzen. Demnach soll auch in internationalen Hotels kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden und für Frauen wieder die Ganzkörperverschleierung gelten. Besonders die Universitäten scheinen eine bevorzugte Spielwiese für eine doktrinäre Einflussnahme zu sein. Dozentinnen werden von ihren Studenten aufgefordert, sich „dezenter“ zu kleiden. William Shakespeare stößt wegen einer allzu „sittenlosen Ausdrucksweise“ auf Ablehnung, ebenso die Philosophie Friedrich Nietzsches. In der Kunsthochschule von Tunis wird das Bilderverbot bemüht, um Michelangelo aus dem Kanon der zu behandelnden Künstler streichen zu können.

Samstag, 22. Oktober 2011

Gadaffi - ein Nachruf

Wer Aufstieg und Fall des Muammar al-Gaddafi verstehen wolle, schreibt Alan Posener, müss William Shakespeare und Friedrich Schiller lesen.
E.S.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Gadaffi ist tot - Jubel in den Medien

Die Medien der westlichen Welt jubeln: Gadaffi ist tot!, als hätten sie ihn gejagt und erlegt wie man Wild erlegt. Und wo die Medien jubeln, sind die Politiker nicht weit. Hillary Clinton ist auf Besuch bei den Rebellen, tut so, als gäbe es kein grösseres Verdienst als Meuchelmord und stopft den Rebellen mal kurz 135 Mio USDollars in den Hintern. Aber schauen Sie doch in den Live-Ticker hier. Man muss dem Diktator jetzt auch noch tausend Seiten widmen.
Vielleicht aber hören Sie auch auf den Mann der leisen Töne.

Sonntag, 2. Oktober 2011

Bob Geldof engagiert sich für afrikanische Firmen

Er hat den richtigen Weg eingeschlagen, der Bob Geldof, der in der Frankfurter Villa Kennedy, einem noblen Fünfsternehotel, rund 50 Gäste bewirtete, die er für Investitionen in Afrika begeistern will. Geldof will keine Spenden; er will eine Milliarde für Investitionen.
    „Für welchen Kontinent prognostiziert der Internationale Währungsfonds für 2012 das höchste Wachstum?“, fragt er ins Publikum, um sich dann selbst zu antworten: „Afrika, 5,4 Prozent“. „Wo wird 2020 die größte Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter leben?“ Natürlich: „Afrika.“ Und: „Wo winken die höchsten Renditen auf Geldanlagen?“ Die Zuhörer kennen die Antwort inzwischen schon.
E.S.

Dienstag, 27. September 2011

Tierknochen im Massengrab von Abu Salim?

Seit Sonntag wird berichtet, in Abu Salim wäre ein Massengrab, in dem 1200 Leichen vergraben worden wären, entdeckt. Untersuchungen eines Expertenteams wecken Zweifel an der Echtheit der menschlichen Überreste - Leichen wurden keine gefunden - aufkommen. Jamal Ben Noor vom Ministerium für Justiz und Menschenrechte erklärte gegenüber CNN, die gefundenen Knochen seien schlicht zu groß. Festlegen will sich Jamal Ben Noor allerdings erst nach Abschluss der Untersuchungen.

Dienstag, 13. September 2011

Libyen wird zum Scharia-Staat

Mustafa Abdul Dschalil, Vorsitzender des libyschen Übergangsrates, verspricht, einen demokratischen Rechtsstaat aufzubauen, in dem die Scharia die wichtigste Quelle der Gesetzgebung sei. Außerdem, so sprach er gemäß Al Jazeera: "Wir sind ein muslimisches Volk, für einen moderaten Islam und wir werden auf diesem Weg bleiben. Wir werden keine extremistische Ideologie von rechts oder links zulassen." Und während dessen schlachten die Rebellen diejenigen, die sie als "Söldner" bezeichnen, ab.

Montag, 22. August 2011

Die Dummheit der EU-Regierungschefs

Eben erreicht uns folgende DPA-Meldung
    Die EU hat Libyen am Montag Wiederaufbauhilfe für die Zeit nach Machthaber Muammar al Gaddafi angekündigt. "Das Streben der Bevölkerung nach Freiheit erreicht einen historischen Moment", erklärten EU-Kommissionschef José Manuel Barroso und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy angesichts der offenbar entscheidenden Gefechte in Tripolis gemeinsam. Die Kämpfe der Rebellen, unterstützt von der NATO, "bringen Gaddafis Regime zum Ende". Der Weg für ein Libyen der Selbstbestimmung und der Freiheit "ist jetzt offen".
    Barroso und Van Rompuy kündigten Hilfe beim ökonomischen Wiederaufbau sowie beim Übergang zur Demokratie an. Die Unterstützung sei geknüpft an die Prinzipien der sozialen Gerechtigkeit und an die Einheit des Landes. Die Entwicklungen in Libyen gäben auch dem Arabischen Frühling neuen Auftrieb, erklärten die beiden EU-Chefs.
Klar, Ägyptens Muslimbrüder werden der EU und der Nato danken.
Es ist wirklich dümmlich von den "Libyern" zu reden; es gibt sie nicht, die Libyer. Libyen wird von Stämmen und Stammesangehörigen bevölkert. Die EU-Staatschefs wiederholen den Fehler, den sie in Afghanistan gemacht und aus dem sie nichts gelernt haben.

Ghadhafi auf allen Kanälen

Die Nato sorgt für die "Befreiung" von Tripolis; sie ebnet den Rebellen den Weg. Die Rebellen feiern (live) bereits ihren Sieg. Die ganze Welt feiert das Aus für den Diktator Gaddafi - ein Rückblick auf dessen "Karriere".
Der Jubel im Westen ist gross; er glaubt tatsächlich, dass die Zukunft Libyens bei Volk liegt.
Obama sieht ein neues Libyen heraufdämmern.
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anaximander - 15. Feb, 22:57
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anaximander - 15. Feb, 22:53
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