Placeboeffekt - neue Erkenntnisse
Placebos haben in manchen Fällen eine objektiv messbare Wirkung. Eine davon unabhängige subjektive Form des Placeboeffekts haben US-amerikanische Mediziner jetzt in einer Studie mit Asthmapatienten nachgewiesen. Die Behandlung mit einem wirkstofffreien Präparat verbesserte nicht die Lungenfunktion, wurde aber von den Patienten trotzdem als genauso wirksam empfunden wie das richtige Medikament. Beim Einsatz von Placebos in Arzneimittelstudien oder zur Therapie muss man daher beide Effekte - den objektiven und den subjektiven - berücksichtigen, schreiben die Forscher im "New England Journal of Medicine".
An der Studie nahmen 39 Patienten mit chronischem Asthma teil, von denen jeder zwölf Mal einen Arzt aufsuchte. Eine der dann erfolgten Behandlungen bestand in der Inhalation des Asthmamittels Salbutamol, das verengte Luftwege wieder weitet. Alternativ wurden zwei Arten von Placebos eingesetzt: eine Inhalation ohne Wirkstoff oder eine Scheinakupunktur. Als Vergleich dieser drei Behandlungsformen dienten Arztbesuche, bei denen gar keine Behandlung erfolgte. Jeder Proband wurde im Verlauf einiger Wochen jeweils dreimal auf jede der vier Arten behandelt. Nach Einsatz des Asthmamedikaments verbesserte sich die Atemfunktion um 20 Prozent. Beide Placebotherapien bewirkten eine Verbesserung um 7 Prozent. Denselben Erfolg hatte aber auch der Arztbesuch ohne jede Behandlung. Hinsichtlich der gemessenen Lungenfunktion gab es also keinen objektiv nachweisbaren Placeboeffekt. Dennoch verspürten die Patienten eine positive Wirkung beider Placebos: Sie empfanden eine gleichermaßen deutliche Linderung ihrer Symptome nach Inhalation des Medikaments oder des Scheinmedikaments wie auch nach der Scheinakupunktur - im Gegensatz zur ganz unterlassenen Behandlung.
wa
An der Studie nahmen 39 Patienten mit chronischem Asthma teil, von denen jeder zwölf Mal einen Arzt aufsuchte. Eine der dann erfolgten Behandlungen bestand in der Inhalation des Asthmamittels Salbutamol, das verengte Luftwege wieder weitet. Alternativ wurden zwei Arten von Placebos eingesetzt: eine Inhalation ohne Wirkstoff oder eine Scheinakupunktur. Als Vergleich dieser drei Behandlungsformen dienten Arztbesuche, bei denen gar keine Behandlung erfolgte. Jeder Proband wurde im Verlauf einiger Wochen jeweils dreimal auf jede der vier Arten behandelt. Nach Einsatz des Asthmamedikaments verbesserte sich die Atemfunktion um 20 Prozent. Beide Placebotherapien bewirkten eine Verbesserung um 7 Prozent. Denselben Erfolg hatte aber auch der Arztbesuch ohne jede Behandlung. Hinsichtlich der gemessenen Lungenfunktion gab es also keinen objektiv nachweisbaren Placeboeffekt. Dennoch verspürten die Patienten eine positive Wirkung beider Placebos: Sie empfanden eine gleichermaßen deutliche Linderung ihrer Symptome nach Inhalation des Medikaments oder des Scheinmedikaments wie auch nach der Scheinakupunktur - im Gegensatz zur ganz unterlassenen Behandlung.
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anaximander - Do, 14.07.2011 13:54 - Kommentar verfassen
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