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Alternativ Medizin

Donnerstag, 31. Juli 2008

Orang-Utans setzen auf Medizinalpflanzen

Sie sind offenbar gescheiter als die von ihnen abstammenden Menschen, sie setzen, wenn sie sich nicht wohl fühlen oder Schmerzen haben auf die Einnahme von Naturheilmitteln. Forscher der britischen Universität von Cambridge haben festgestellt, dass wildlebende Orang Utans natürliche Heilpflanzen als Medikament an sich selbst anwenden. Das Forscherteam um Helen Morrogh-Bernhard hat im Sabangau Peat Swamp Forest in Zentral-Kalimantan auf der Insel Borneo beobachtet, dass die Menschenaffen Pflanzen, die eine entzündungshemmende Wirkung haben, auf ihre Gelenke reiben. Bisher hatten Wissenschaftler ein solches Verhalten bei wild lebenden Orang Utans nicht beobachten können, berichtet das Magazin New Scientist in seiner Online-Ausgabe."Die Wissenschaftlerin konnte beobachten, wie ein Weibchen eine Handvoll Blätter eines Baumes abriss. Das Affenweibchen kaute dann die Blätter und spie sie mit Speichel vermengt aus, ehe sie die Paste dann entlang ihres Armes auftrug. Morrogh-Bernhard verglich die Tätigkeit mit der eines Menschen, der Sonnencreme auf die Haut appliziert. Nach dem Auftragen der Paste warf das Orang Utan Weibchen die Paste zu Boden. So konnten die Forscher auch nachweisen, um welche Substanzen es sich handelte. Insgesamt konnten die Forscher vier erwachsene Tiere bei der Verabreichung der Selbstmedikation beobachten.
Die Pflanzen gehören zur Gattung der Commelina-Gewächse. Diese zählen nicht zur Nahrung der Primaten. In der traditionellen Medizin der indigenen Bevölkerung der indonesischen Insel sind die Blätter dieser Pflanzen seit langem bekannt. Auch sie machen aus den Blättern eine Paste, die anschließend auf die Haut aufgetragen wird, um Muskelschmerzen oder Schwellungen zu lindern. Commelina-Gewächse sind auch in Zentralafrika als Heilpflanzen in Verwendung."

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Mittwoch, 19. März 2008

Johanniskraut als Arzneimittel registriert

Mit HyperiCalm® hat die britische Zulassungsbehörde MHRA erstmals ein Arzneimittel mit Johanniskraut-Extrakt auf Grundlage der EU-Richtlinie 2004/24/EG registriert. Es ist gemäß MHRA zur Linderung leichter depressiver Verstimmungen und leichter Angstzustände ausschließlich aufgrund langjähriger Erfahrung indiziert ("for the relief of slightly low mood and mild anxiety, based on traditional use only"). Entwickelt wurde das Arzneimittel vom Pharma-Dienstleister Diapharm (diapharm.de). Registrierungsinhaber ist der britische Diapharm-Partner MH Pharma UK Ltd, der seit Januar 2008 zur Unternehmensgruppe Dr. Willmar Schwabe aus Karlsruhe gehört.
Es wäre gescheiter, diese Heilmittel den Alternativ-Medizinern zu überlassen. In den Händen der Pharma-Riesen wird jeder Patient, dem das eigentliche Heilmittel Heilung bringt, zum Dauerpatienten.
Quelle

Freitag, 9. November 2007

Komplementärmedizin erneut durchgefallen

"Die Gesundheitskommission des Ständerates will wie der Nationalrat Komplementärmedizin und Schulmedizin nicht gleichstellen. Ihre starke Minderheit ist aber auf der Suche nach einem Gegenvorschlag zur Initiative "Ja zur Komplementärmedizin".
Die SGK lehnte die Initiative nur mit 5 zu 4 Stimmen ab, wie Präsidentin Erika Forster (FDP/SG) mitteilte. Die Minderheit möchte, dass der Bund die Komplementärmedizin zumindest parziell anerkennt und deren Leistungen in die Grundversorgung der obligatorischen Krankenversicherung übernehmen kann."
Das Beste für uns alle wäre, wenn die Initiative dem Stimmvolk endlich zur Abstimmung vorgelegt würde. Aber davor fürchten sich unsere alle unsere Räte. Darum üben sie sich weiterhin in Verzögerungstaktik.
sda

Mittwoch, 19. September 2007

Sind Sie enttäuscht vom Nationalrat?

fragt der Blick, nachdem der Nationalrat die Komplementärmedizin abgeschmettert hat.
Es wird eine Volksabstimmung geben und die Stimmbürger werden sich einen Nullvektor um die Meinung des Nationalrates kümmern; sie wollen die Wahlfreiheit und nicht zwangsweise einer Schulmedizin ausgeliefert sein, die nur Kostensparen kennt.

Freitag, 17. August 2007

Schamanen und Geistheiler

Clemens Kuby, Autor und Regisseur von Unterwegs in die nächste Dimension - Meine Reise zu Heilern und Schamanen, war gestern im Fernsehen bei Nina Ruge zu Gast.
Ein Bericht

Mittwoch, 8. August 2007

Heilen ohne Medikamente

Allergien, chronische Schmerzen, Nägelkauen, Ängste, Kontrollzwänge oder Depressionen können nicht durch Medikamente, sondern allein durch Information geheilt werden. Das postuliert Diplompädagoge und Tiefenpsychologe Andreas Winter in seinem Buch "Der Psychocoach: Heilen ohne Medikamente. Wie chronische Krankheiten ganz einfach wieder verschwinden". Auf mehr als 160 Seiten regt Winter dazu an, die Symptome chronischer Beschwerden neu zu beleuchten und die Ursachen in der Seele zu finden. Mit Hilfe dieser Erkenntnis sollte der Betroffene dann in der Lage sein, sich selbst zu helfen und im besten Fall zu heilen.
"Vorhandene Glaubenssätze und Verhaltensmuster, die ihren Ursprung fast immer in der Kindheit haben, werden bewusst gemacht und damit nun aus der Sicht des Erwachsenen erfahrbar", erklärt Winter. Das Übel bei der Wurzel zu packen und den Ursachen auf den Grund zu gehen und nicht nur - wie es häufig in der Schulmedizin geschieht - Symptombekämpfung zu betreiben, ist entscheidend. Zur Ursachenbekämpfung aller psychischen und psychosomatischen Symptome bedarf es laut Winter keiner Medikamente, sondern Informationen.
"Neu ist die radikale Unterscheidung zwischen Körper und Geist des Menschen sowie die damit einhergehende Forderung nach einer neuen Definition von Krankheit", erläutert Winter. Grundsätzlich unterscheidet er Krankheiten auf körperlicher Ebene - etwa Vergiftungen, bakterielle Infektionen oder Unfälle - von Symptomen chronischer, immer wiederkehrender Beschwerden wie etwa chronische Schmerzen, Migräne, Depressionen oder Allergien. Letztere Leiden kommen seiner Ansicht nach eben nicht durch äußere, physikalische Einflüsse zustande, sondern durch früher erlittene psychische Bedrohungen. Ergo ist hier auch keine medizinische, sondern psychologische Hilfe vonnöten. Er behauptet: Einer psychosomatischen Störung liegt schlicht und einfach eine Information zugrunde, die zuweilen so komplex ist, dass sie körperlich spürbare Auswirkungen hat. Und eine simple Änderung dieser Information kann die Symptome verschwinden lassen. Bei manchen seiner Patienten konnte er mit diesem Ansatz innerhalb von Stunden jahrelange Leiden beenden.
Es klingt ganz leicht, - dennoch ist es nicht einfach und das Buch ist sicherlich nicht als Wunderheilmittel zu verstehen. Schließlich ist es alles andere als trivial, selbstständig einem mitunter seit Jahrzehnten tief in der Psyche versteckten Knackpunkt so ohne weiteres auf die Spur zu kommen und ihn aufzulösen -- auch nicht mithilfe der beiliegenden CD. Doch wer diesem auf den ersten Blick vielleicht ungewöhnlichen Ansatz offen entgegentritt, der erhält sicher einen bisher ungeahnten Blickwinkel auf seine Symptomatik und geht auf eine völlig neue Art und Weise an sie heran. Möglicherweise schafft er es dadurch auch, sie aufzulösen und tatsächlich beschwerdefrei zu werden.

Montag, 4. Juni 2007

Kraft der Mistel

mistel_tanneNeben Strahlen- und Chemotherapie erhalten immer mehr Patienten ergänzende komplementärmedizinische Behandlungen. Eine Therapie mit Mistelpräparaten bedeutet für Patienten eine nachweisliche Verbesserung der Lebensqualität. Prof. Dr. Leo Auerbach, Leiter der Ambulanz für komplementäre Medizin, Universitätsklinik für Frauenheilkunde im AKH Wien: "Krebspatientinnen suchen zunehmend nach Methoden, die einerseits durch Anregung von Selbstheilungsprozessen die Heilungschancen verbessern und andererseits ein lebenswertes Leben mit der Krankheit ermöglichen. Mistelpräparate gehören zu den am häufigsten verschriebenen komplementären Therapien. Vor allem kann die Mistel bei den meisten Tumoren eingesetzt werden."
Die Mistel hat eine Geschichte: Schon in der Antike und im Mittelalter wurde die Mistel als Heilpflanze verwendet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begannen erste chemische Untersuchungen der Mistelinhaltsstoffe. Die Mistel ist ein immergrüner Halbschmarotzer und nistet sich auf verschiedenen Bäumen ein. Mistelextrakte unterscheiden sich daher je nach Wirtsbaum in Inhaltsstoffen und Indikationen.1917 stellte Rudolf Steiner ein erstes Arzneimittel aus der Mistel her - zur Behandlung von Krebs! Seit damals wurde die Misteltherapie kontinuierlich weiterentwickelt und wissenschaftlich erforscht. Allgemeinmediziner Dr. Christian Plaue: "Die Mistel ist eine der am besten untersuchten Heilpflanzen und hat ein breites Spektrum an Inhaltsstoffen. Die wichtigsten sind dabei die Lektine, die die körpereigene Immunabwehr anregen und die Viscotoxine, die auf Krebszellen zytotoxisch wirken."
pta

Montag, 23. April 2007

Glucosamin-Chondroitin - doch kein Wundermittel?

Chondroitinsulfate sind ein Hauptbestandteil des Gelenkknorpels. Ein Verlust dieser Substanz kann eine Ursache von Gelenkschmerzen sein. Ob die Einnahme von Chondroitin-Präparaten die Beschwerden bei Osteoarthritis von Hüft- oder Kniegelenken lindern kann, haben europäische Forscher in einer Metastudie untersucht. Aufgrund ihrer Bewertung von Daten aus 20 Einzelstudien kommen sie zu dem Schluss, dass sich eine solche Wirkung nicht nachweisen lässt. Die Nahrungsergänzungsmittel verursachten aber auch keine schädlichen Nebenwirkungen, schreiben die Mediziner im Fachblatt "Annals of Internal Medicine".
Insbesondere aus neueren Studien, die höheren Qualitätsstandards entsprachen, ginge hervor, dass die Einnahme von Chondroitin den Gelenkschmerz nur minimal oder gar nicht beeinflusst, erklären Peter Jüni von der Universität Bern und seine deutschen und britischen Kollegen. Lediglich einige ältere, kleinere Untersuchungen, die aber verschiedene methodische Mängel aufwiesen, hätten einen positiven Effekt nachgewiesen. Die Mediziner hatten 20 Einzelstudien ausgewertet, die insgesamt 3846 Patienten erfassten. Von größerer Aussagekraft seien aber nur drei besonders umfangreiche Studien gewesen. Bei diesen ergab der Vergleich zwischen Arthritispatienten, die Chondroitin-Präparate einnahmen und denen, die ein Placebo erhielten oder gar nicht behandelt wurden, keine statistisch relevanten Unterschiede.
Er würde seinen Patienten nicht empfehlen, diese Präparate zu verwenden, schreibt David Felson von der Boston University in einem begleitenden Kommentar. "Aber wenn Patienten sagen, dass ihnen Chondroitin hilft, hätte ich nichts dagegen, sie zu ermuntern, es weiterhin einzunehmen", so Felson. In solchen Fällen könnte ein Placeboeffekt wirksam sein, der -- wie die Metastudie ebenfalls gezeigt habe -- nicht mit bedenklichen Nebenwirkungen verbunden ist.
Chondroitinsulfate bestehen aus Ketten von Zuckermolekülen, die mit einem Protein verbunden sind. Die Molekülstruktur gibt dem Knorpelgewebe seine elastische, abpolsternde Eigenschaft. In Tablettenform eingenommene Präparate, hergestellt aus tierischem Knorpel, werden aber im Darm zum größten Teil abgebaut. Nur ein Bruchteil der Chondroitinmoleküle gelangt in intakter Form ins Blut und stünde dann für eine Ausbesserung geschädigter Gelenksknorpel zur Verfügung.
Autor: Joachim Czichos / Quelle: Annals of Internal Medicine

Dienstag, 3. April 2007

Diabetes mit TCM heilen

Fast 10% der Bevölkerung in Deutschland leidet an Diabetes. Indikatoren hierfür sind Bluthochdruck, familiäre Vorbelastungen sowie erhöhte Triglyceride.
Eine hervorragende ganzheitliche Therapiemethode zur Behandlung von Diabetes ohne unerwünschte Nebenwirkungen sind medizinisch wirksame Pilze, wie sie in der Traditionellen Chinesischen Medizin coprinus-comatuss Blutzuckerspiegels darüber hinaus vom Abbau der Ablagerungen in den Arterien, vom Rückgang der Durchblutungsstörungen und schließlich von der Vermeidung von Spätfolgen der Diabetes wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblindung, Nierenversagen etc.
Der Schopftintling (Coprinus comatus) hat eine blutzuckersenkende Wirkung. Ähnlich wie bei Tolbutamid (Sulfonylharnstoff) kommt es durch Einnahme von Coprinus zu einer vermehrten Insulinausschüttung. Das Spurenelement Vanadium im Coprinus trägt zur Blutzuckersenkung bei. Außerdem besitzt dieser Pilz eine Schutzwirkung auf die Insulin produzierenden B-Zellen. Zahlreiche Untersuchungen belegen die Wirksamkeit bei Diabetes- Typ I und auch bei fortgeschrittenem Diabetes-Typ II.
Ausführlichere Informationen

Donnerstag, 23. November 2006

Traditionelle Chinesische Medizin und 'westliche' Medizin

In China ist die TCM mit Schwierigkeiten konfrontiert, vieles wurde mündlich überliefert usw., ausserdem herrschte lange Zeit die Meinung, die Schulmedizin, die aus dem Westen kommt, wäre besser. Mit der Frage "Welche ist besser?" setzt sich Feng Jianhua in der Bejing Rundschau auseinander.
Novartis investiert in einer ersten Tranche mehr als 200 Millionen Dollar in die Erforschung der Traditionellen Chinesischen Medizin. Das ist den chinesischen Wissenschaftern, die noch in der TCM verhaftet sind, ein Dorn im Auge; sie wollen die TCM selbst wiederbeleben. "Die Wiederbelebung der Traditionellen Chinesischen Medizin ist ein kompliziertes und systematisches Projekt", sagte Professor Zhang Bing. "Ich bin der Meinung, dass es die wichtigste Aufgabe ist, auf einer wissenschaftlichen Grundlage unsere eigene Theorie über die Traditionelle Chinesische Medizin zu begründen. Ohne ein klares und direktes Verstehen des Mechanismus der TCM ist Dialog oder Austausch zwischen den beiden medizinischen Systemen unmöglich."
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