Israel spaltet die LiNKE
Kann Antizionismus eine vertretbare linke Position sein? Über diese Frage diskutiert die Partei, seitdem Fraktionschef Gysi dies verneinte und Solidarität mit Israel einforderte. P. Gessler und V. MEDICK beobachten, was in der LiNKEn passiert."Die "Linke", deren Wurzeln in der ostdeutschen Staatspartei SED und der PDS liegen, tut sich schwer mit dem Thema Israel - unter anderem wegen des staatlich verordneten Antizionismus der DDR, der zeitweise in Antisemitismus ausarten konnte. Im vergangenen Jahr hatte der Zentralrat der Juden in dieser Hinsicht die "Linke" massiv attackiert: "Das Gift hat eine neue Plattform", sagte Zentralratsvize Dieter Graumann. Dazu kam, über die Fusion mit der WASG, eine Israelkritik aus dem Westen, die spätestens seit 1968 nicht minder scharf war.
Während viele Radikale im linken Spektrum ihr Verhältnis zu Israel in den letzten Jahren revidierten, belastet das antizionistische Erbe die Linkspartei noch immer. Deshalb forderte Vizechefin Katja Kipping anlässlich verbaler Entgleisungen mancher Genossen während des Libanonkrieges Israels vor zwei Jahren in einem Positionspapier ihre Partei dazu auf, den Antizionismus aufzugeben. Das war an alle die gerichtet, die gern mit Organisationen wie der antiisraelischen Hamas oder Hisbollah sympathisieren - aus alter linker Tradition und aus antiimperialistischen Gründen. Kein Wunder, dass Kipping Gysis Rede in der taz ausdrücklich lobte."
Tipp von Eberhard Schwartz
Während viele Radikale im linken Spektrum ihr Verhältnis zu Israel in den letzten Jahren revidierten, belastet das antizionistische Erbe die Linkspartei noch immer. Deshalb forderte Vizechefin Katja Kipping anlässlich verbaler Entgleisungen mancher Genossen während des Libanonkrieges Israels vor zwei Jahren in einem Positionspapier ihre Partei dazu auf, den Antizionismus aufzugeben. Das war an alle die gerichtet, die gern mit Organisationen wie der antiisraelischen Hamas oder Hisbollah sympathisieren - aus alter linker Tradition und aus antiimperialistischen Gründen. Kein Wunder, dass Kipping Gysis Rede in der taz ausdrücklich lobte."
Tipp von Eberhard Schwartz
anaximander - Di, 13.05.2008 23:12 - Kommentar verfassen
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