Pavlopetri ist über 5000 Jahre alt
Die heute Pavlopetri genannte Stadt, die einst an der südlichen Küste von Lakonien in Griechenland lag, gilt als die älteste im Meer versunkene Stadt der Welt. Es hieß, sie sei 3800 Jahre alt. Jetzt, zu Beginn einer neuen unterwasserarchäologischen Forschungskampagne, konnte ein griechisch-britisches Wissenschaftler-Team bekanntgeben, dass Pavlopetri doch älter ist als bisher gedacht: Vermutlich war die Stadt bereits vor 5000 Jahren - also seit dem Ende der Jungsteinzeit und dem Beginn der Bronzezeit - besiedelt."Diese Stätte ist insofern einzigartig, als wir hier einen kompletten Stadtgrundriss haben mit den Hauptstraßen und Gebäuden, den Höfen, den Felsgräbern und den religiösen Stätten - alles deutlich am Meeresboden erkennbar", erklärt Jon Henderson von der University of Nottingham. "Auch als Hafensiedlung ist die Stadt sehr interessant und gibt Aufschluss darüber, wie der Seehandel in der Bronzezeit organisiert war." Unter der Leitung von Elias Spondylis vom Ephorat für Unterwasser-Altertumsforschung in Athen und Jon Henderson von der University of Nottingham soll Pavlopetri in den nächsten fünf Jahren daraufhin untersucht werden, wie groß die besiedelte Fläche wirklich war, wofür sie hauptsächlich genutzt wurde und wie die Stadt untergegangen ist.
Einige bedeutende Entdeckungen haben die Forscher schon in diesem Sommer gemacht. So fanden sie Überreste eines Baus, der ein so genanntes Mégaron gewesen sein könnte, eine große, rechteckige Halle, die aus der frühen Bronzezeit stammt. Außerdem entdeckten sie neue Gebäude, die sich über 150 Meter erstreckten, darunter eine Säulenkrypta, die die erste ihrer Art überhaupt in Griechenland darstellt. "Dies sind seltene Funde und sie sind auch deshalb so bedeutend, weil diese im Meer versunkene Stadt ja nie wieder besiedelt worden ist und insofern gleichsam einen eingefrorenen Moment der Vergangenheit darstellt", erklärt Spondylis. Außerdem fanden die Forscher eine einzigartige Sammlung von Keramik-Geschirr, das aus allen Epochen vom Ende der Jungsteinzeit (Mitte des 4. Jahrtausends) bis zum Ende der Spätbronzezeit (1100 vor Christus) stammt und somit das hohe Alter dieser versunkenen Stadt belegt.
anaximander - Mo, 19.10.2009 16:57 - Kommentar verfassen
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Sie ist sechs Zentimeter groß, wiegt 33 Gramm und ist die wohl größte Sensation, die der Tübinger Urgeschichtler Nicholas Conard in seiner ohnehin fundträchtigen Grabungskarriere auf der Schwäbischen Alb entdeckt hat. Am Mittwoch präsentierte er in Tübingen seine "Venus vom Hohle Fels" - eine geschnitzte Frauenfigur aus Mammut-Elfenbein. Mit einem geschätzten Alter von 35.000 bis 40.000 Jahren gilt sie als älteste Menschendarstellung und als eines der ältesten Beispiele für figürliche Kunst weltweit. Entdeckt wurde die "Venus" im September 2008 in der Karsthöhle "Hohle Fels" bei Schelklingen und unter strengster Geheimhaltung zusammengesetzt, schreibt Conard im Wissenschaftsmagazin "Nature".



