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Banken

Freitag, 18. Mai 2012

Allein gegen Bundesrat und US-Regierung

Konrad Hummler widersetzt sich dem amerikanischen Marschbefehl vor ein New Yorker Bezirksgericht. Er hat genug von den Allmachtsvorstellungen der USA und genug von einem siebenköpfigen Bundesrat, der einknickt und mit dem Kopf zustimmend nickt, wenn die USA eine Forderung an die Schweiz stellen. Während sich der Bundesrat mit fliegenden Fahnen über geltendes Schweizer Recht hinwegsetzt und sämtliche Forderungen der USA erfüllt, widersetzt sich Hummler dem US-Verlangen; er hält sich strickt an die Schweizerische Gesetzgebung, bietet den USA Hand zur Kooperation aber nur so weit, wie die Schweizer Gesetze gehen.
Hummler ist ein Unternehmer und Banquier, während der Bundesrat mehrheitlich aus Beamten und anderen Leuten, die nie gearbeitet oder Verantwortung getragen haben, besteht.
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Dienstag, 20. März 2012

Antisemitismus und Finanzkrise

Stephan Grigat mischt die Debatte um die Finanzkrise, in welcher die antisemitischen Ausdrücke wieder einmal Hochkonjunktur erleben, auf.
    Der Haus- und Hofdichter der "Krone" griff die nationalsozialistische Unterscheidung in "raffendes" und "schaffendes" Kapital auf und reimte in der auflagenstärksten Tageszeitung: "Das Spekulantenpack ist schädlich, doch nicht das Kapital, das redlich." Das "raffende Spekulantenpack" gilt dem ressentimenthaften Krisenbewusstsein als wurzellos, blutleer und gemeinschaftszersetzend, das "redlich schaffende" hingegen als bodenständig, verantwortungsbewusst und gemeinschaftsstiftend. Für die Nazis war und ist klar, dass ersteres jüdisch sei, zweiteres hingegen arisch.
E.S.
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Mittwoch, 14. März 2012

Goldmann-Sachs Vorbild für die AKB

In einem Gastbeitrag für die "New York Times" hat ein Manager von Goldman Sachs über seinen Noch-Arbeitgeber ausgepackt. Die dortigen Mitarbeite, sogenannte Vermögensberater, prahlten nur noch damit, wie sie ihre Kunden abzockten. Tja, sein Schreiben erinnert gefährlich an die Mitarbeiter der Aargauischen Kantonalbank, denen, wenn es um Kundengelder geht, das eigene Hemd näher ist, als die Haut des Kunden...

Samstag, 10. März 2012

Die hohen moralischen Ansprüche eines Bankers

Die Schweizer Regierung und deren Untersuchungskommission hat dem Direktorium der Nationalbank einen Persil-Schein ausgestellt, obwohl bei der Nationalbank viel zu vieles im Argen liegt.
Jean-Pierre Danthine, Mitglied des Direktoriums der Nationalbank, sieht sich gestärkt durch den Bundesrat und hat sich, als er seine heiklen privaten Devisengeschäfte erklären musste, auf seine hohen moralischen Werte bezogen. Dieselben hohen moralischen Werte seien sein Leitfaden während dreissigjährigen Lehrtätigkeit als Wirtschaftsprofessor gewesen, betonte er. Während der Seminare organisierte der Professor feine Essen in Gourmetrestaurants und überschritt regelmässig die Spesenlimite.
Professoren mit "hohen moralischen Ansprüchen" verdienen scheinbar so wenig, dass sie sich ihren Hummer von einem gemeinnützigen Verein finanzieren lassen müssen.
Offenbar machen die "hohen moralischen" Ansprüche vor dem eigenen Konto Halt....

Donnerstag, 8. März 2012

Goldverkauf soll Nationalbank retten

Um der Kritik vorzubeugen, haben die Nationalbanker Gold verkauft. So gelingt es ihnen, den Eindruck zu erwecken, sie hätten Gewinne in der Höhe von 13,5 Milliarden erzielt. Wir sind der Meinung, die Nationalbank sollte das Gold behalten - und so zur Sicherung der Währung beizutragen. Dass der Goldstandard abgeschafft wurde, zeugt nicht eben von Intelligenz.
Die Medien berichten wieder einmal ganz bernkonform über die Gewinne der SNB, und tun so, als gäbe es nichts zu hinterfragen. - Sie haben die staatliche Stütze wahrlich verdient...

Montag, 5. März 2012

Wittmann ruft zum Banken-Boykott auf

Er hat nicht Unrecht, der Professor Walter Wittmann, wenn er vor dem Platzen der Superblase, die von den EU-Staaten, den USA, aber auch von Schweizer Bankern initiiert wird, warnt. Auch wenn die Zeitungen schreiben, je mehr er darüber rede, desto eher finde die von ihm befürchtete Panik statt.
    Ein Spiel mit dem Feuer. Indem Wittmann das Horrorszenario eines Bankensturms beschreibt, erhöht er die Gefahr, dass es tatsächlich dazu kommt. Verängstigt er genügend Leute, sodass sich vor den Banken Schlangen bilden, bricht echte ­Panik aus – und die Prophezeiung des Professors erfüllt sich selbst.
Das entspricht der Intelligenz und dem Denkvermögen der Journaille, von Leuten also, die kaum Geld auf der hohen Kante haben - und auch nichts in Sicherheit bringen können.
Wittmann hat schon recht, wenn er schreibt, es wäre gescheiter, sein Geld unter die Matratze zu stecken, statt es den Banken zu überlassen. Eine der wenigen Banken, denen noch zu trauen war, war die Raiffeisen, doch seit das Bündner Großmaul dort das Sagen hat, muss man sie vergessen.

Sonntag, 19. Februar 2012

Widmer-Schlumpf zahlt ihre SP-Schulden

und macht den Finanzplatz Schweiz mit der Dampfwalze platt. Die Banken sollen zu Hilfs-Steuerbeamten ausländischer Herrschaft ernannt werden und prüfen, woher die Kundengelder stammen und ob sie bereits versteuert sind. Die Selbstdeklaration genügt der Genossin Widmer-Schlumpf nicht. Die Parlamentarier, die noch nicht gemerkt haben, dass Widmer-Schlumpf zur untragbaren Hypothek geworden ist, sollten jetzt aus dem Tiefschlaf erwachen und der Medea Einhalt gebieten.

Donnerstag, 2. Februar 2012

Klaus Wellershoff bringt sich in Position

Der ehemalige UBS-Stratege, Klaus Wellershoff, möchte Nationalbankpräsident werden. Dazu braucht er auch die Stimmen der SP. Er verteidigt das Vorgehen der US-Börsenaufsicht und der US-Steuerbehörde vehement und will das Bankkundengeheimnis - analog zum Bundesrat - leise, aber gründlich kippen. Seltsamerweise wird er auch nicht müde, die Bank Wegelin zu bashen "Die Bank Wegelin ist nicht Opfer der US-Behörden – sie ist Täterin. Wobei mir scheint, dass Wegelin schon vor dieser USA-Geschichte nicht sonderlich profitabel war und vielleicht ohnehin Probleme bekommen hätte."

Dienstag, 31. Januar 2012

RFID-Kreditkarte gehackt

Der Hackerin Kristin Paget ist es gelungen, bei einer aufsehenerregenden Vorführung am vergangenen Wochenende in Washington, zu bewiesen, wie einfach die Daten von US-Kreditkarten mit RFID-Chip zum kontaktlosen Bezahlen ausgelesen und missbraucht werden können. Paget konnte vor Publikum 15 Dollar von der Kreditkarte eines Freiwilligen abbuchen und auf ihr Konto transferieren. "Ich bin verwundert, dass keine sichere Authentifizierung des Lesegerätes erforderlich ist. Auch mit anderen Maßnahmen könnte der Aufwand zum Auslesen der Daten deutlich erhöht werden", sagt Enso-Detego-CTO Matthias Weitlaner.

Samstag, 28. Januar 2012

Konrad Hummler, ein mutiger Bankier

Den eifrigen Blick-Abonnenten muss man wieder einmal gratulieren; sie leisten mit ihren Abonnementsgebühren einen aktiven Beitrag zur Verbreitung unkritischer, aber regierungstreuer Artikel. Die Redakteure dieses Boulevardblättchens erlauben es sich nicht, Hildebrands Geschäfte kritisch zu hinterfragen; sie verbreiten der Einfachheit halber die Ansichten der Widmer-Schlumpf und stehen hinter dem Notenbanker auch noch, nachdem er über die eigenen Fehler gefallen ist. Doch wenn es um Konrad Hummler von der Bank Wegelin geht, wird er in Bausch und Bogen verurteilt, weil er die Dinge beim Namen nennt - und zu seiner Meinung steht. Der Artikel von Daniel Meier gleicht mehr einem regierungsfreundlichen, widmer-schlumpf-gefälligen Scherzartikel, denn einer Denkleistung.
Konrad Hummler, mit seinem Privatvermögen haftender Teilhaber der Bank Wegelin & Co., hat zusammen mit den anderen Teilhabern, sein Lebenswerk an die Raiffeisen Banken verkauft. Er hat zum Schutz der Nicht-US-Kunden eine kluge Lösung gewählt, eine Bank namens "Notenstein" (Website noch nicht aufgeschaltet) gegründet, den Grossteil der Kunden und Mitarbeiter von Wegelin in diese transferiert und danach diese Bank an die Raiffeisen verkauft. Von den acht Teilhabern der Bank Wegelin bleiben sechs zurück, während zwei in die Notenstein gewechselt haben. Die sechs Teilhaber werden sämtliche Auseinandersetzungen mit den US-Strafverfolgungsbehörden führen und zugleich noch bestehende US-Kunden endgültig abarbeiten.
Hummler hat die Interessen der Wegelin-Kunden in den Mittelpunkt seines Handelns gestellt, während UBS-, CS-, Kantonal- und Nationalbanker, ähnlich wie so viele an der Regierung beteiligte Politker, nach der Devise "nach mir die Sintflut" gehandelt haben.

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anaximander - 20. Mai, 08:18
Stammbaum mit DNA-Analyse
Die Ahnenforschungswebsite Ancestry rüstet ihr...
anaximander - 19. Mai, 22:58
EU fördert Oeko-Strom...
Sehr vernünftig angesichts der sich ankündigenden...
anaximander - 19. Mai, 22:09
Nackt-Streik
finde ich lustig, obwohl er ernst gemeint ist. Den...
anaximander - 19. Mai, 15:04

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