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Banken

Mittwoch, 2. April 2008

EU-Medienberichterstattung zur UBS

Weil es so schön ist, dass ausgerechnet eine Schweizer Bank Abschreiber in Milliardenhöhe hat machen müssen und man ohnehin Ärger mit dem Bankgeheimnis hat, die Medien scheinbar auch nicht mehr unabhängig berichten, schießen diese Medien scharf auf die UBS ab.
«Spiegel Online» spricht beispielsweise von einer „Blamage für den Bankenplatz Zürich“. Die Bank sei viel zu spät in den US-Immobilienhandel eingestiegen und habe die Ramschpapiere viel zu lange weiter gekauft.
Das deutsche «Handelsblatt» kritisiert derweil Ex-CEO Ospel, welcher bei seiner Rücktrittsrede „trotzig“ geklungen habe, „wie bei einem Schuljungen, den die Abschlussnote nicht mehr interessiert, weil er die Anstalt eh verlässt“.
«International Herald Tribune» schreibt, es werde nicht einfach sein, die UBS „aus den Böen zu steuern“. Insbesondere stehen die Medien auch der Nachfolge Ospels durch den Rechtswissenschaftler Peter Kurer skeptisch gegenüber. Wie tief die UBS in der Krise stecke, mache „nichts so deutlich, wie die Ernennung von Peter Kurer“. Viele sehen in Kurer eine suboptimale Notlösung. Der «Spiegel» bemerkt jedoch, „vielleicht ist er der ideale Mann, um mit den unzähligen Klagen gegen die UBS und einer bevorstehenden Aufteilung der Bank umzugehen.“ Die FAZ hofft derweil, dass „die UBS mit einer neuen Führung den Pfad der Tugend wieder findet“.
Von mehreren Seiten wird die aktuelle Krise ausserdem mit den Vorboten des Swissair-Groundings verglichen.
    Was zwar unsinniger Blödsinn ist, trotzdem
. «L'Echo» schreibt beispielsweise auf der Titelseite, dass die Finanzielle Situation der UBS ein Szenario à la Swissair befürchten lasse, welches die Schweiz der Banken in ihren Grundfesten erzittern lasse. «Spiegel Online» weist darauf hin, dass die UBS damals „ironischerweise“ als Hausbank der Fluggesellschaft mit in das Debakel verwickelt war.
Auch die französische «Liberation» weist auf die Swissair-Pleite hin und verweist darauf, dass Schweizer Banken 12 Prozent des Bruttoinlandprodukts repräsentierten. „Wenn diese verschwinden, wird von der helvetischen Wirtschaft nicht mehr viel übrig bleiben...“. Dies provoziere Panik bei den Schweizer Behörden.
    Das ist lächerlich.
«Le Figaro» sieht die UBS in einem Sturm, das Bankdebakel lasse die Schweiz erzittern. Die «drastischen Entscheide» liessen die Investoren hoffen, so das Blatt weiter, allerdings müsse dieser Optimismus relativiert werden.
    Die ausländischen Medien würden den Bankenplatz Schweiz irre gerne zerstör sehen. Doch auf diesen Gefallen müssen sie noch lange warten...
Handelszeitung

Dienstag, 1. April 2008

UBS-Aktien im Steigflug

Die UBS verkündet den Rücktritt Ospels, einen neuen Abschreiber von 19 Mia USDollars und die Börse reagiert positiv.
mehr hier

Sonntag, 30. März 2008

Blocher soll UBS retten

Alt Bundesrat Blocher soll, wenn die Recherchen des Sonntagsblick denn in die richtige Richtung weisen, UBS Verwaltungsratspräsident werden.
Marchionne, der als Schlüsselfigur bei der Suche nach der Ospel-Nachfolge gilt und selber für den Posten in Frage käme, kennt und schätzt Blocher seit vielen Jahren. 1994 stiess Marchionne zur damaligen Alusuisse Lonza, wurde später Konzernchef der Algroup und leitete 1999 die abgespaltene Lonza – zusammen mit Financier Martin Ebner (62) und Christoph Blocher als Verwaltungsräte. Obwohl Differenzen die Beziehung zwischen den beiden zeitweilig trübten, sagt Blocher über Marchionne, er sei einer der fähigsten Sanierer. Und Sergio Marchionne sagt über Blocher, er sei einer der fähigsten Unternehmer im Land. Marchionne ist jedoch nicht der einzige Fürsprecher von alt Bundesrat Blocher in der UBS-Spitze.
[ mehr ]

Mittwoch, 19. März 2008

Das schlechte Gewissen der Banker

So ein Bankerdasein scheint aus einem ständigen Ringen mit dem eigenen Gewissen zu bestehen. Der deutsche Staat, das ist dem Banker-Gewissen klar, sucht Daten von deutschen Staatsbürgern, welche ihr Geld im Ausland angelegt haben. Und das Gewissen der Banker weiß auch, wo diese Daten lagern. Geld in der Schweiz anlegen ist Unrecht, sagt das Banker-Gewissen und führt die Bankerhand zu Download und Brennen der Daten auf eine DVD. Jetzt lächelt das Banker-Gewissen und schiebt den willenlosen Banker mitsamt DVD zum BND. Jetzt, flüstert das Banker-Gewissen dem Banker ins Ohr, folgt der Tausch, Daten-DVD gegen 5 Millionen Euro - abzüglich zehn Prozent Vertrauensmann-Steuer. Mach endlich, so kann ich wieder ruhig sein.
Schweizer Bankdaten im Angebot

Montag, 17. März 2008

Es droht Verstaatlichung der US-Banken

Der US-Starökonom Nouriel Roubini rechnet mit einer tiefen und langen Rezession und deflationären Folgen. Er spricht von einem Versagen der Politik, von falschen Anreizen des Finanzmarktes, von Fehlern der Fed, welche die Zinsen zu tief gehalten und damit die Immobilienblase gebläht hat und den staatlichen Stellen, welche die Praxis der Kreditvergaben ignoriert haben. Er warnt, Banken könnten einfach zusammenbrechen und erklärt, das einzige, das heute noch helfen könne, wäre eine Verstaatlichung gewisser Banken."Nicht alle. Aber bevor sie dabei draufgehen, gibt es keine andere Option. Wenn der Staat nur die faulen Kredite aufkauft, ist das nichts anderes als enorme Subventionen. Da kann er die Banken besser gleich ganz kaufen und sie anschließend zu Geld machen."

Globalisierte Gier

Die Schlagzeilen in den Wirtschaftsnachrichten zeugen von Panik, zeigen das Resultat globalisierter Gier und machen bekannt mit kopflosem Journalismus: "Erdöl teuer wie nie", "Angst vor Dollar-Kollaps", "Aktienkurse brechen auf breiter Front ein", "Asien in freiem Fall", "Wall Street hängt an Washingtons Nadel", "Heftige Börsenschmerzen", "Gute Nachrichten verpuffen".... Alles wahr, alles richtig? - Fast alles, aber nicht alles.
Ein tiefer Dollar zieht tiefere Ölpreise nach sich. Der Dollar ist immer noch Leitwährung für den Rohstoffhandel.
Allerdings scheint im Moment niemand daran zu denken, die Heiz- und Treibstoffpreise anzupassen. Man bricht in hysterisches Schreien aus - und keiner ordnet den Markt der Entwicklung entsprechend.
Jetzt nämlich müssen endlich Preissenkungen her und den Konsumenten erreichen.

Ein Schnäppchen für PJ Morgan

(ap/sda/dpa) Die US-Handelsbank JP Morgan Chase übernimmt die Investmentbank Bear Stearns. Die drittgrösste amerikanische Bank zahlt rund 236 Millionen Dollar für den von der Hypothekenkrise arg in Mitleidenschaft gezogenen Konkurrenten. JP Morgan Chase teilte am Sonntagabend (Ortszeit) mit, sie werde für die Übernahme zwei Dollar je Aktie in eigenen Anteilsscheinen zahlen. Der Preis liegt weit unter dem offziellen Börsenkurs...
Agentur Meldung in der NZZ

Mittwoch, 12. März 2008

Jérôme Kerviels Komplize verhaftet

Schon einmal war die französische Polizei sicher, einen Komplizen Kerviels verhaftet zu haben. Doch der Verdacht löste sich in Minne auf. Kerviel hat immer behauptet, seine Vorgesetzten bei der SOCIÉTÉ GÉNÉRALE wären in seine Spekulationen eingeweiht gewesen, was diese vehement bestritten haben. Aus diesem Grund werden Komplizen Kerviels unter den unteren Chargen gesucht. Jemand muss die Milliarden verzockt haben...
Quelle CNN - mehr bei SpOn

Sonntag, 2. März 2008

EFG-Bankenchef zur Steueraffäre

Jean Pierre Cuoni ist seit 50 Jahren im Bankengeschäft und empfindet den Angriff der EU und insbesondere Deutschlands auf Liechtenstein als reines Kesseltreiben mit fadenscheinigem Grund. Er erinnert daran, dass François Mitterand, kaum war er an der Macht, Fotografen in die Schweiz geschickte hatte, um Kunden von Genfer und Lausanner Banken zu fotografieren.
Auf die Frage, ob es nicht jemanden geben müsse, dafür zu sorgen, dass die Leute ihre Steuern bezahlten, meint er"Sicher nicht der Schweizer Banker. Der Vorwurf, wir würden Beihilfe zur Steuerhinterziehung leisten, ist fadenscheinig. Keiner transportiert heute Bargeld für einen Kunden über die Grenze. Wenn wir uns vergewissert haben, wem das Geld gehört und dass es aus legaler Quelle stammt, nehmen wir das Geld an, welches der Kunde am Schalter einzahlt. Es gibt keine Pflicht, danach zu fragen, ob das Geld versteuert ist. "
Und auf die Frage, warum die englischen Kanalinseln in der Rhetorik der deutschen Steuerfahnder nicht auftauche, antwortet er:Weil die Engländer sich immer gleich mit einem Sperrfeuer gegen die Schweiz und Liechtenstein zu schützen wissen. England ist ein Goliath im Vergleich zum Schweizer Finanzplatz und hat mehr Muskeln zum Spielen.Mit anderen Worten: von den Schweizer Politikern ist man feiges Nachgeben gewohnt, während die britischen sich aufs Kämpfen verstehen und für ihre Interessen einstehen.
Schade, dass die Schweiz keine standhafteren Bundesräte und Parlamentier hat. Unsere Regierung funktioniert wie ein Kaugummi: wenn man Druck ausübt, gibt sie nach...
Quelle

Freitag, 22. Februar 2008

Geheime Bankdaten im Netz

Sagen Sie nicht, Wikileaks war vorgestern. set. von der NZZ findet die Geschichte spannend, wurde sie doch von einem kalifornischen Richter vom Server auf einen anderen verjagt. "Die sogenannte Whistleblower-Website ist auf die Veröffentlichung geheimer und brisanter Dokumente spezialisiert und gewährt ihren Informanten Anonymität. Die Verfügung erfolgte aufgrund einer Klage der Zürcher Bank Julius Bär und ihrer Niederlassung auf den Cayman-Inseln."Ich hätte sie auch schließen lassen. Die Echtheit der Daten, die auf Wikileaks veröffentlicht werden, ist nicht gewährleistet. Hinter solchen Veröffentlichungen versteckt sich Neid und schlimmer noch: der nackte Hass der Besitzlosen.
Die Bank Julius Bär hat richtig gehandelt, obwohl der Nutzen gering ist.

Wer suchet, der...

 

Reden & Widerreden

Bündner SVP will...
Dieser Wunsch sei ihr Befehl! - und zwar basta! "...Das...
anaximander - 18. Mai, 00:43
Bundesrat Leuenberger...
Schon das ist ein gutes Zeichen. Weniger gut allerdings...
anaximander - 18. Mai, 00:34
Ehrenmorde sind kein...
Amnesty International vertritt, nicht immer, aber immer...
anaximander - 17. Mai, 23:13
Ja, tin. Aber es ist...
Ja, tin. Aber es ist schon eigenartig, dass ganz unterschiedliche...
Gris-Gris - 17. Mai, 22:14
Ja eben
Aber die Medienwelt (und ein paar BloggerInnen) halten...
tin11 - 17. Mai, 21:37
Sorry - ich wollte das...
Sorry - ich wollte das noch korrigieren mit: http://www.textlog.d e/38374.html und http://w ww.korrekturen.de/beliebte _fehler/weissmachen.shtml Und...
Gris-Gris - 17. Mai, 21:15
So eine Partei ist auch...
So eine Partei ist auch nur ein Verein. Und wenn ein...
Gris-Gris - 17. Mai, 21:04
Früher einmal hiess...
Früher einmal hiess das "Schutzhaft". Nein,...
Gris-Gris - 17. Mai, 20:12
Ach so,
jetzt haben wir ein neues Feindbild: die Richter. Du...
tin11 - 17. Mai, 19:52
Hallo
Du kennst doch den Witz: Wenn wir den Beamten und Richtern...
blogguru - 17. Mai, 19:41
Verhaftungsgrund: Karikatur
In Holland ist ein Karikaturist wegen des Verdachts...
anaximander - 17. Mai, 18:53
Firefox 3 - Release Candidate...
Nach fünf Beta-Versionen haben die Firefox-Entwickler...
anaximander - 17. Mai, 18:39
Die Po-Zusammenhänge...
Die Po-Zusammenhänge lassen wir mal weg, Schoggo-TV,...
Gris-Gris - 17. Mai, 18:38
Entzauberung des Bio-Mythos
Maxeiner und Miersch sind keine Öko-Fetischisten....
anaximander - 17. Mai, 18:00
Ja und?
Zufrieden jetzt? Nur - was ändert eigentlich jetzt?...
tin11 - 17. Mai, 17:57
Mediale Fehlinformation
Den Verfechtern des Verwaltungsstaates passt die Einbürgerungsinitiative...
anaximander - 17. Mai, 16:28
Auschlussverfahren gegen...
(sda) Der Zentralvorstand der SVP Schweiz eröffnet...
anaximander - 17. Mai, 15:56
Etwas Gescheites von...
Die SP fordert, nicht nachhaltig produzierte Agrartreibstoffe...
anaximander - 17. Mai, 15:22
Es wurde dir
doch schon gesagt, dass die Arena keine Live-Sendung...
tin11 - 17. Mai, 15:08
Schade,
in den frühen Jahren wurde noch live gesendet....
anaximander - 17. Mai, 13:10

Andernorts

Jonathan Littell ist nur an Sex interessiert
Tilman Krause hat Jonathan Littell in Berlin gelauscht...
regulaerni - 17. Mai, 12:52
“Meere” erscheint Ende Mai
Rund fünf Jahre nach dem Verbot des Romans “Meere”...
regulaerni - 16. Mai, 22:44
Jonathan Littell erklärt die Nazis
Tilmann Krause hat mitverfolgt, wie Jonathan Littell...
regulaerni - 15. Mai, 11:14
“Neid” von Elfriede Jelinek
Hubert Spiegel hat sich mit dem Buch, das kein Buch...
regulaerni - 13. Mai, 15:37
75. Jahrestag der Bücherverbrennung
Zum 75. Jahrestag der Bücherverbrennung am 10....
regulaerni - 8. Mai, 17:10
30. Solothurner Literaturtage - Rückblick
Roman Bucheli hat in Solothurn scheinbar ein anregendes...
regulaerni - 6. Mai, 13:15
Calmy-Rey bedauert
dass die offizielle Schweiz von Israel nicht eingeladen...
regulaerni - 4. Mai, 19:07
Grosses Benefizkonzert mit Noëmi Nadelmann
zugunsten der Stiftung “Denk an mich”....
regulaerni - 3. Mai, 09:32

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Meine Kommentare

Schade,
in den frühen Jahren wurde noch live gesendet....
litart - 17. Mai, 13:10
Dessen bin
ich mir durchaus bewusst. Allerdings macht sich der...
litart - 16. Mai, 23:00
So kommt doch
der mannheemer Slang endlich wieder einmal zum Zug...
litart - 16. Mai, 21:58
Der Halter
für Männer wäre zu weit unten - außerhalb...
litart - 16. Mai, 18:40
Die Mitarbeiter-Motivation
kommt nicht nur bei der Pharma zu kurz. Mich graut...
litart - 16. Mai, 11:29
Hm, tin,
findest du dies okay - ich meine sowohl rinks als auch...
litart - 15. Mai, 22:50
Die Kippa?
Yep, das ist die Regel unter "Anstand". Ein Tschador...
litart - 15. Mai, 15:47
Hier ist der Spruch
"Wehret den Anfängen" angebracht.
litart - 15. Mai, 14:56

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