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Mittwoch, 9. Mai 2012

Rutin schüzt vor Thrombosen

Schon wieder etwas, das die Pharma-Industrie verärgern wird:
    Die in vielen pflanzlichen Nahrungsmitteln enthaltene Substanz Rutin hat eine bisher unbekannte, therapeutisch nutzbare Eigenschaft: Sie verhindert auf neuartige Weise die Bildung von Blutgerinnseln, berichten amerikanische Mediziner. Der zu den Flavonoiden zählende Inhaltsstoff hemmt ein Enzym, das am Prozess der Blutgerinnung beteiligt ist. Mit der Nahrung verabreicht, senkte Rutin bei Mäusen das Thrombose-Risiko, schreiben die Forscher im „Journal of Clinical Investigation“. Das gut verträgliche Mittel könnte helfen, Menschen vor Herz- und Gefäßkrankheiten zu schützen.

    „Wir konnten zeigen, dass Rutin sowohl die Aggregation der Blutplättchen als auch die Fibrinbildung während der Entstehung eines Blutgerinnsels verhindert“, sagt Robert Flaumenhaft vom Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston. Im Gegensatz zu den bisher eingesetzten Gerinnungshemmern blockiert der neue Wirkstoff bereits die erste Phase der Thrombosebildung. Der Effekt beruht auf einer Hemmung des Enzyms Proteindisulfid-Isomerase (PDI). Dieses wird von Zellen der Blutgefäßwände und von Blutplättchen freigesetzt, wenn sich eine Thrombose entwickelt.

    In einem Screening von 4.900 Verbindungen hatten die Forscher nach einer Substanz gesucht, die das Enzym PDI hemmt. Unter den 18 identifizierten Verbindungen waren drei Flavonoide, Inhaltsstoffe, die in Buchweizen, Obst, Gemüse und Tee enthalten sind. Für Rutin war die gemessene Hemmwirkung nicht nur besonders stark, sondern auch hochspezifisch: Sie beschränkte sich auf das ins Blut abgegebene Enzym, das für die Gerinnung von Bedeutung ist. Die Enzymaktivität im Inneren von Zellen – die andere, wichtige Funktionen hat – wurde nicht beeinträchtigt. Das erklärt auch die für Rutin-haltige Nahrungsergänzungsmittel bereits geprüfte gute Verträglichkeit.

    Die Forscher testeten schließlich die Thrombose vorbeugende Wirkung erfolgreich an Mäusen, die ein Rutinpräparat mit der Nahrung aufnahmen. Auch nach der Darmpassage behielt die Substanz ihre Wirkung. Klinische Studien sollen nun prüfen, ob das Flavonoid als Ausgangspunkt für die Entwicklung einer neuen Klasse von Gerinnungshemmern dienen kann. Solche Mittel dienen der Therapie und Vorbeugung von Schlaganfall, Herzinfarkt, Venenthrombose und Lungenembolie. Ein sicheres und preiswertes Medikament, das die Bildung gefährlicher Blutgerinnsel verhindert, könne laut Flaumenhaft helfen, Tausende von Leben zu retten.
Quelle

Montag, 7. Mai 2012

Aus dem Labor: menschliche Nase

Eine ganze, im Labor gezüchtete Nase wird demnächst erstmals an Menschen getestet. Britische Forscher wollen auf diese Weise Patienten nach Gesichtsverletzungen versorgen, ohne dabei auf Organe von Spendern zurückgreifen zu müssen. "Wir sind ein Ersatzteillager für menschliche Körperteile", beschreibt Alexander Seifalian, Leiter des Instituts für Nanotechnologie und regenerative Medizin am University College London gegenüber der "Daily Mail" seine Aufgabe.
Die "Organfabrik" besteht aus Bioreaktoren mit sterilem Umfeld, in dem die gleiche Temperatur, Blut- und Sauerstoffversorgung herrscht wie im menschlichen Körper. Statt der umstrittenen Stammzellen verwenden die Forscher Knochenmarkszellen, die dem Empfänger des Organs entnommen und in eine Vorlage aus Polymeren gesetzt werden. Dieses Kunststoffmodell etwa einer Nase besteht aus Milliarden Molekülen in Nanogröße, deren Löcher vom Gewebe durch- und überwachsen werden. "Das Ergebnis wird wie eine Nase aussehen und sich sogar so anfühlen", wird Seifalian zitiert.
Der abschließende Schritt - die Verpflanzung auf den Empfänger - soll im Juni zum weltweit ersten Mal durchgeführt werden. Die Labornase wird dabei nicht direkt von der Petrischale ins Gesicht eingesetzt, sondern zunächst an eine Stelle unter der Haut am Arm des Patienten. Hier erfolgt der abschließende Reifungsschritt von Haut und Blutgefäßen des neuen Organs bei laufender Überwachung. Stimmt das Ergebnis, kann die Nase an den Ort der endgültigen Bestimmung transplantiert werden.

Freitag, 24. Februar 2012

Mutterschutz für Männer

Das ist unabdingbare Notwendigkeit, wenn transsexuelle Männer Kinder kriegen sollen, auch wenn dabei die letzten Fundamente der biologischen begründeten Geschlechtertrennung bröckelt. Ulrike Baureithel berichtet über den Gendertrouble, den nicht etwa Transsexuelle, Homo- oder gar Intersexuelle veranstalten, sondern die Wissenschaft, an allen Fronten.

Mittwoch, 1. Februar 2012

Selbst-Kastration

Die Furcht vor der Rache der Frauen ist bei manchen Männern so gross, dass sie sich entmannen. Aber nein, hier ist nicht die Rede von unseren Bundesräten, sondern von der männlichen Radnetzspinne, die sich sich selbst kastriert, indem sie ihr Begattungsorgan in der weiblichen Geschlechtsöffnung stecken lässt. Warum die Spinne das tut, war scheinbar bis heute ein Rätsel, das jetzt aufgelöst wurde. Biologen aus Singapur und Slowenien haben herausgefunden, warum die männliche Radnetzspinne das tut: sie verbessert die Erfolgsaussichten einer Flucht. Scheinbar ist das Leben als Eunuch besser, als von der Partnerin gefressen zu werden.
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Mittwoch, 11. Januar 2012

"Politische Korrektheit ist gefährlich"

sagt der Biochemiker Gottfried Schatz im Interview über die zunehmende Wissenschaftsskepsis unserer Gesellschaft und die "lebensverachtenden Forschungsverbote". Kein Wunder, dass er sauer ist auf die Ethikkommission des Bundes, die verkündet hat, das Freisetzen gentechnisch veränderter Pflanzen sei ein zu grosses Risiko.
    Selbst die päpstliche Akademie ist vor kurzem zum Schluss gekommen, dass es keinen wissenschaftlich vertretbaren Grund gibt, gentechnisch veränderte Pflanzen zu regulieren. Diesen Beschluss haben nicht nur Ethiker, sondern auch Theologen, Juristen und Wissenschaftler mitgetragen. Firmenvertreter waren nicht beteiligt. Die Ethikkommission des Bundes hätte ihre Zeit lieber dafür einsetzen sollen, die Grausamkeit unserer Tierfarmen zu bekämpfen.
Und auf die Frage, warum er kürzlich in einer Fernsehsendung gesagt habe, das Niveau, auf dem in der Schweiz wissenschaftliche Fragen diskutiert werden, sei eine Schande, antwortet Schatz
    Weil diese Diskussionen oft von Wissensmangel, Angst und fundamentalistischen Vorurteilen geprägt sind. Warum sonst legte man der Forschung über menschliche Stammzellen so viele Fesseln an? Diese Forschung dient eindeutig dem Wohle der Menschheit. Forschungsverbote, wie sie der Europäische Gerichtshof vor kurzem erliess, werden zwar mit der Achtung vor dem Leben begründet, sind aber in Wirklichkeit lebensverachtend. Wer ein tiefgefrorenes, befruchtetes Menschen-Ei als «Menschen» bezeichnet, verleugnet die Erkenntnisse der modernen Biologie und beleidigt mein Menschenbild. Erst die jahrelange Wechselwirkung mit anderen Menschen, die mit der Einnistung des Eis in den Mutterleib beginnt, lässt das heranwachsende Wesen zum Menschen werden.
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Mittwoch, 21. Dezember 2011

Supervirus in unverantwortlichen Wissenschaftler Händen

Der Virologe Ron Fouchier konnte es nicht lassen: er hat im Labor einen tödlichen Grippeerreger geschaffen. Und weil er so verantwortungsvoll mit Viren umzugehen weiss, wollte er den Bauplan des Supervirus vom Typ H5N1 auch noch veröffentlichen, so dass jeder einigermassen begabte Terrorist ihn züchten kann.
Jede Regierung, nicht nur die Amerikanische, täte gut daran, die Veröffentlichung des Bausplans zu verhindern. Das Virus verbreitet sich leicht wie ein Schnupfen und ist in jedem Fall tödlich. Es Terroristen in die Hände zu spielen hätte verheerende Folgen.
Die Amerikaner wollen verhindern, das Science oder Nature den Bauplan veröffentlichen. Das aber passt den Forschern nicht; sie klagen auf das Recht an ihren Daten.
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Dienstag, 6. Dezember 2011

Gefälschte Bio-Lebensmittel in der Schweiz

Italien hat ganz Westeuropa mit Bio-Lebensmitteln beliefert. Da niemand einen Unterschied zwischen Bio und IP feststellen kann, haben wir, wenn wir "Bio" Mehl, Soja und Trockenfrüchte zu hohen Preisen kauften, kein Bio für unser Geld erhalten. Wir lassen uns halt sehr gerne betrügen, wenn es um "Bio" geht...

Freitag, 30. September 2011

Vom Leben und Sterben der Blutzellen

Gottfried Schatz berichtet von unserem Lebenssaft, dem Leben und Sterben der Zellen und beschreibt, was da alles vor sich geht.
    Unser Blut ist jedoch eher ein Symbol des Todes. Die 25 000 Milliarden roten Blutkörperchen, die in ihm treiben, sind abgestorbene Zellen, die ihr Erbmaterial und fast alle Zellorgane verloren haben. Dennoch tragen sie etwa 120 Tage lang unermüdlich Sauerstoff aus der Lunge in die Gewebe, bis Fresszellen in der Milz oder der Leber sie verschlingen. Etwa 200 Milliarden von ihnen fallen täglich diesem Massaker zum Opfer. Und unsere 1500 Milliarden Blutplättchen sind nichts weiter als leblose, von Spenderzellen abgeschnürte Bläschen, welche die Gerinnung des Blutes in Wunden einleiten.

Samstag, 20. August 2011

Erde retten - die Alten auf den Mars

Matthias Meili hat mit dem Astrobiologen Dirk Schulze-Makuch über dessen Propaganda für die Besiedelung des Mars gesprochen. Schulze-Makuch will die Alten auf die Reise zum Mars ohne Wiederkehr schicken, um die Erde zu entlasten.

Freitag, 8. Juli 2011

EHEC-Keim in Klärwerk

Nach einer Routine-Probe in einem Klärwerk bei Gütersloh hat das Labor aggressive Ehec-Keime entdeckt. Sofort wurden weiter Proben gezogen, die übers Wochenende in Berlin überprüft werden. Wie die Konsequenzen für die Konsumenten aussehen, ist offenbar nicht bekannt.

Wer suchet, der...

 

Reden & Widerreden

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anaximander - 20. Mai, 10:54
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anaximander - 20. Mai, 10:35
Zweckentfremdete Krankenkassenprämiengelder
Dass die Krankenkassen unsere Prämien für...
anaximander - 20. Mai, 08:18
Stammbaum mit DNA-Analyse
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anaximander - 19. Mai, 22:58
EU fördert Oeko-Strom...
Sehr vernünftig angesichts der sich ankündigenden...
anaximander - 19. Mai, 22:09
Nackt-Streik
finde ich lustig, obwohl er ernst gemeint ist. Den...
anaximander - 19. Mai, 15:04

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