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Bücher / Books

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Books

Freitag, 20. November 2009

Hamed Abdel-Samad - Abschied vom Himmel

EINLADUNG zur Buchvorstellung
    In seinem aufsehenerregenden, autobiographischen
    Buch "Mein Abschied vom Himmel. Aus dem Leben
    eines Muslims in Deutschland"
    , das bei seinem
    Erscheinen in der arabischen Welt eine heftige,
    aggressive Debatte und Morddrohungen gegen ihn
    ausgelöst hat, bricht Hamed Abdel-Samad drei große
    Tabus: Religion, Sexualität und Politik.
    Aufgewachsen in Ägypten, Studium in Deutschland
    und Japan, hält er Orient und Okzident gleichermaßen
    den Spiegel vor und zeigt am Beispiel seines eigenen
    Lebens Spannungen, Konflikte und Möglichkeiten, die
    in jeder dieser Kulturen existieren.
    "Mein Abschied vom Himmel" beschreibt erschütternd
    ehrlich und stellvertretend für seine Generation die
    beständige Suche eines hochbegabten, jungen Ägypters -
    nach Identität, nach Orientierung und Anerkennung,
    nach der Wahrheit und der Freiheit. Wie viele junge
    Muslime fühlt er sich innerlich zerrissen und desorientiert
    zwischen den Kulturen. Er ist gleichermaßen angezogen,
    abgestoßen und bedroht von den Werten und den
    Verführungen der westlichen und der asiatischen Welt,
    hadert aber auch mit der Gewalt und den Zwängen der
    eigenen Gesellschaft und mit den strengen Moralvorschriften
    des Islams.
    Er sucht Orientierung bei ägyptischen Marxisten, fundamen-
    talistischen Muslimbrüdern und Buddhisten. Hamed Abdel-
    Samad schildert den Kampf gegen sich selbst, gegen die Last
    des traditionsbehafteten, streng religiösen Elternhauses,
    gegen die perfektionistische Erwartungshaltung seines Vaters,
    des Imams, und gegen das traditionelle Männerbild des Islams.
Donnerstag, 3. Dezember 2009 um 18:30 Uhr
Friedrich-Ebert-Stiftung, Haus 1
Hiroshimastr. 17
10785 Berlin-Tiergarten
Anmeldung erwünscht
E-Mail: cornelia.kaukel@fes.de

Mittwoch, 18. November 2009

Roberto Saviano erhält Geschwister-Scholl-Preis

Alexander Kluy berichtet von der Vergabe des Geschwister-Scholl-Preises an den italienischen Autor Roberto Saviano.
    Die Männer vom Rettungsdienst waren auch da. Bei jedem Auftritt des italienischen Autors Roberto Saviano sind sie anwesend. Fallen allerdings weitaus stärker auf als die Carabinieri in Zivil. Die den Neapolitaner seit drei Jahren, seit Erscheinen seines Buches "Gomorrha", des international Aufsehen erregenden Porträts der ihn mit dem Tod bedrohenden kampanischen Camorra, Tag und Nacht begleiten, von Militärkaserne zu geheimer Unterkunft und retour. So auch bei der Verleihung des mit 10 000 Euro dotierten Geschwister-Scholl-Preises in der Großen Aula der Münchner Universität.

Dienstag, 27. Oktober 2009

David Wagner "Vier Äpfel"

David Wagners Supermarktroman "Vier Äpfel" wird von Rolf-Bernhard Essig aufs höchste gelobt. Er meint, noch so viel über den modernen Menschen und seine Lebenswelt erfahren zu haben wie aus diesem Roman.
    Wagner wagt nicht wenig, wenn er 150 Seiten lang einen Einkäufer seine Wirrwege durch die Warengänge wandern lässt, bis er erst ganz am Ende des Buches ins Freie findet. Das ist für den Ich-Erzähler keine Kleinigkeit, denn er verliert zwischenzeitlich mehrmals die Orientierung und den gesunden Menschenverstand, so dass sich mal erschreckende, mal verlockende Visionen einstellen.

Montag, 26. Oktober 2009

Der Genesis-Comic

Titus Arnu spricht mit Robert Crumb über dessen neues Werk - das erste Buch des Alten Testaments als Comic: "Ich habe ziemlich stark kürzen müssen. Die Arbeit war aber nie langweilig, die Bibel ist ja stellenweise bizarr. Gerade das Alte Testament steckt voller unterhaltsamer, grotesker Geschichten. Es war gar nicht nötig, meine Comic-Version mit krassen Erfindungen und Kraftausdrücken zu garnieren - der Originaltext ist schließlich seltsam und brutal genug. Der Gott des Alten Testaments ist ein Typ zum Fürchten."

Sonntag, 25. Oktober 2009

"Gnadenloser Westen"

Jean Ziegler erklärt im Interview zu seinem neuen Buch "Hass auf den Westen" den Unterschied zwischen krankem und "vernünftigem" Hass.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

50 Jahre Asterix und Obelix

asterix_obelix-50Sie sind unbesiegbar, die Gallier und empfehlen den Helvetiern, in Zukunft in Hinkelsteine zu investieren.
Glückwünsche zum 50. hier / hier / hier

Montag, 19. Oktober 2009

Chinesische Reaktionen auf die Buchmesse

Chinas kommunistische Partei - äh, Chinas Autoren und Schriftsteller - war Ehrengast auf der Buchmesse in Frankfurt. Bernhard Bartsch fasst die Reaktionen der Chinesen auf die Buchmesse zusammen. "So wirft ein Artikel auf der Website der parteinahen Volkszeitung deutschen Medien vor, 'China boshaft kritisiert' zu haben. Diese seien 'von allen europäischen die arrogantesten und sarkastischsten', sagt der Politologe Zhao Guojun von der Akademie für Sozialwissenschaften in Shanghai."

Noch ein Skandal zum Schluss der Buchmesse

Natalie Soondrum berichtet, dass die chinesische Umweltaktivistin und Dissidentin Dai Qing an der Schlussveranstaltung nicht hat teilnehmen dürfen, obwohl sie dazu eingeladen war. Peter Ripken von der Buchmesse sagte ihr eine Viertelstunde vor Beginn der Veranstaltung ab.
    "Als sie wissen wollte, weshalb sie nicht sprechen dürfe, habe ihr Ripken geantwortet, das Auswärtige Amt wünsche es nicht, und er stimme zu 100 Prozent mit dem Ko-Veranstalter überein. Dolmetscher Shi Ming sagt: 'Seine Argumentation änderte sich, er sagte auch einmal, er sei sowieso nie damit einverstanden gewesen, dass Dai Qing spricht. Später sagte er, das Auswärtige Amt wünsche ihre Ansprache nicht.'"

Samstag, 17. Oktober 2009

Von Tabubrüchen, Unantastbarkeit und Ehre

Die Selbstzensur des Droste-Verlages kommt einem kleinen ostfriesischen Verlag zugute. Was es auf der Buchmesse sonst noch so alles gibt, das mit Tabu und Tabubrüchen zu tun hat, erfahren Sie in diesem Video.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Jean Ziegler "Hass auf den Westen"

Wie jeder Leser dieses Blogs weiss, steht Jean Ziegler bei uns hoch im Kurs. Nicht weil er immer recht hat, sondern weil er das lebt, was er sagt.
Jean Ziegler hat ein neues Buch herausgegeben. Sein Titel lautet "Der Hass auf den Westen," erschienen ist es bei Bertelsmann. Ziegler schreibt
    Der Hass auf den Westen beherrscht heute eine große Mehrheit der Völker in der südlichen Hemisphäre. Dieser Hass lähmt die Vereinten Nationen. Indem er die internationalen Verhandlungen blockiert, verhindert er die Lösung von Konflikten. Der Westen seinerseits bleibt taub, blind und stumm gegenüber diesen Identitätsbekundungen.
Dieser Hass sei der Grund für das Scheitern vieler Verhandlungen auf Regierungsebene und die eigentliche Ursache für die wachsende Distanz zwischen den Staaten des Nordens und des Südens, schreibt Ziegler weiter.
Eine ausführliche Besprechung von Daniel Blum finden Sie hier.

Wer suchet, der...

 

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