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Britannien

Freitag, 20. April 2012

Allergie-Ärger mit neuen Pence-Münzen

Die neuen 5- und 10-Pence-Münzen in Großbritannien könnten zu massiven Problemen führen. Sie bestehen aus Stahl und sind mit Nickel überzogen und ersetzen derzeitige Kupfer-Nickel-Legierungen, die aus 75 Prozent Kupfer und 25 Prozent Nickel bestehen. Dermatologen berichten im British Medical Journal, dass diese Veränderung bei Menschen mit Nickelallergien und Patienten mit Ekzemen zu Problemen führen können. Die Royal Mint http://royalmint.com betont, dass keine negativen gesundheitlichen Folgen zu erwarten seien.
Die neuen Münzen werden aufgrund der steigenden Kupferpreise in Umlauf gebracht. Das Schatzamt http://hm-treasury.gov.uk geht davon aus, dass damit zehn Mio. Pfund im Jahr eingespart werden können. Bis jetzt wurden jedoch bereits Millionen für Veränderungen bei Verkaufsautomaten und Parkuhren ausgegeben. Die neuen Münzen sind nämlich etwas dicker als die alten.

Die aktuelle Kontroverse wurde von Dermatologen des St John's Institute of Dermatology http://bit.ly/ID8d2T und des Royal Hallamshire Hospital http://sth.nhs.uk in Gang gebracht. Das Problem: Laut den Experten wurde keine gesundheitliche Bewertung der Münzen durchgeführt.

In Schweden kommt die Riksbank im British Medical Journal zu dem Ergebnis, dass Münzen mit einem Überzug aus Nickel ein nicht akzeptables Risiko für die Gesundheit darstellen. In einem Schreiben an das Fachmagazin erläutern die britischen Dermatologen, dass die neuen Pence-Münzen zum Anstieg bei Hautproblemen führen könnte, was finanzielle Folgen für den National Health Service hätte.

Montag, 26. September 2011

"Anno Domini" und vor und nach Christi wird abgeschafft

Zumindest bei BBC, die das alles im Namen der political correctness beiseite schieben und dem Misthaufen der Geschichte anvertrauen will.

Dienstag, 16. August 2011

"Plündern ist Mainstream"

schreibt Julia Grosse in einem Brief aus London.
    London hat Power. Zum Beispiel beim Konsumieren, Verdauen und blitzschnellen Verarbeiten von Geschehnissen in Popkultur. So inszeniert ein Fotoblog derzeit die Plünderungszüge durch London als ein ästhetisches, visuelles Happening. Dank Photoshop schleppen vermummte Plünderer keine Turnschuhboxen, Sweatshirts oder Flachbildschirme mehr aus den Läden, sondern Trompeten, Teller mit Royal-Aufdrucken, niedliche Stoffbären oder gigantische Schokokekse. Auch tragen die Geschehnisse längst richtige Titel, von einmaliger Schnittigkeit, als hätten Londons Starwerbetexter mitgedacht: Shopocalypse now! Shopping with violence.

Montag, 15. August 2011

Analyse der Londoner "Unruhen"

Joachim Kerstens von der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster hat die "Unruhen" in Großbritannien analysiert; er kommt zum Schluss, dass es sich ganz klar um "Rassenkrawalle" handelt. Diese sind gekennzeichnet durch folgende Konventionen:
    "Die Plünderphase - häufig in Kombination mit gelegten Bränden - dauert vier bis fünf Nächte. Danach kann aufgeräumt, der Schaden kann geschätzt und Programme für die Geschädigten können aufgelegt werden. Die Toten werden beerdigt, Verletzte werden behandelt."

Freitag, 12. August 2011

Die Wut der Mittelschicht

Was bei uns ganz gelinde mit "Unruhen" oder "Protesten", für die unsere Medienschaffenden auch noch voller Verständis sind, umschrieben wird, erleben die Briten als brutalste Gewaltexzesse. Die arbeitende und Steuern bezahlende Mittelschicht Britanniens kann dafür kein Verständnis aufbringen, schreibt Petra Sorge, die, wie fast alle deutschen Kommentatoren davon ausgeht, dass es sich bei den Gewaltexzessen um "soziale Unruhen" handelt.
    Wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov am Mittwoch ergab, stimmt die Mehrheit der Briten für eine repressivere Strategie gegen die Unruhestifter. Neun von zehn Briten würden den Einsatz von Wasserwerfern befürworten, jeder dritte würde den bislang unbewaffneten Polizisten das Schießen erlauben. Auch den Einsatz von Pferden, Tränengas, Elektroschockpistolen und Plastikgeschossen begrüßt die Mehrheit der Befragten. Mehr als drei Viertel der Briten fordern sogar den Einsatz der Armee, den selbst die Regierung nicht mehr ausschließt.

Donnerstag, 11. August 2011

Islamisten: Aufruf zum Sturz der britischen Regierung

Das Handelsblatt schreibt:
    Straßenschlachten, Plünderungen und Tote - die Gewalt in Großbritannien nimmt kein Ende. Premier Cameron kündigt eine harte Gangart an. Doch jetzt befeuern auch noch Islamisten die Randale mit einem Aufruf zum Umsturz.

    Der Iran und Libyen verurteilten das Vorgehen der britischen Polizei bei den Krawallen. ?Diese grausame Behandlung von Menschen ist absolut inakzeptabel, die britischen Staatsmänner müssen die Stimme des Volkes hören und ihm Freiheiten einräumen?, erklärte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad laut einem Bericht des Staatsfernsehens. "Die britischen Politiker sollten sich um ihre eigenen Leute kümmern, anstatt nach Afghanistan, den Irak und Libyen einzumarschieren, um ihr Öl zu rauben."

    Der libysche Vizeaußenminister Chaled Kaaim erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Jana, Großbritanniens Premierminister David Cameron habe "jegliche Legitimität verloren". Er forderte den Rücktritt der gesamten britischen Regierung nach der "gewaltsamen Niederschlagung friedlicher
    Demonstranten durch die Polizei". Ahmadinedschad und Kaaim forderten zudem den Uno-Sicherheitsrat auf, das Vorgehen der britischen Polizei zu verurteilen.
So weit wird es noch kommen im UN-Menschenrechts(un)rat - wetten?
E.S.

Mittwoch, 10. August 2011

Unruhen in Britannien - und das deutsche Denkmuster

Seit zwei Tagen widmen sich deutschen Feuilletonisten wacker den Unruhen in Britannien. Nicht nur wir haben das bemerkt; auch Clemens Wergin hat dies festgestellt.
    Es hat nur zwei Tage gedauert, da waren die Sinnstifter der Republik in der Lage, die britischen Unruhen in verlässliche Denkmuster einzubetten. Da wird dann wahlweise der Sparkurs der britischen Regierung verantwortlich gemacht, die Perspektivlosigkeit der Armenviertel und die mangelnde soziale Durchlässigkeit der britischen Gesellschaft. Keine dieser Erklärungen liegt gänzlich falsch. Das Problem ist nur, dass die Soziologisierung der britischen Unruhen zwangsweise auch ein Element der Entschuldung beinhaltet. Denn wer die Ereignisse erklärbar macht, macht sie in gewisser Weise auch entschuldbar.
E.S.

Krawalle in London und die Medien Kommentare

In Britannien fordert "The Sun", die Haftbedingungen für Randalierer müssten möglichst "scheußlich" gestaltet werden, während "The Independent" den Verfall des Wertesystems beklagt und der "Guardian" sich mit Schuldzuweisungen an die Politik und die Polizei zufrieden gibt.
Die Web-Gemeinden verspotten und jagen die Plünderer und Randalierer.
Premierminister David Cameron sieht die Schuld bei den Gangs.
Die Plünderer selber, sehen sich als Opfer der Gesellschaft.
Für Wolfgang Koydl von der Süddeutschen müssen die Krawalle erwartet worden sein, weil sich die Jugendlichen zu Recht "verloren, verzweifelt, wütend bis aufs Blut" fühlten.

Mittwoch, 20. Juli 2011

David Camerons Blair- und Brown-Erbe

Heute muss Premierminister David Cameron dem Parlament Red und Antwort stehen. Er hat das Erbe von Tony Blair und Gordon Brown angetreten, als er zum britischen Premier wurde. Die Metropolitan Police ist nicht erst seit gestern korrupt; sie war es schon unter Blair und Brown, die gute Beziehungen zu Murdoch und den Medien unterhielten, heute aber fein raus zu sein scheinen...
Livestream zum Abhörskandal

Montag, 18. Juli 2011

News of the World Whistleblower ist tot

Sean Hoare, der Journalist, der über die Abhörmethoden von News of the World auspackte und als Whistleblower in dieser Sache in die Geschichte eingehen wird, wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden. Die Polizei redet von Selbstmord. Sean Hoare hatte den früheren Regierungssprecher Andy Coulson belastet, was dazu geführt hat, dass die Spitzen-Manager der Londoner Polizei zurückgetreten sind.
[ mehr ]

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anaximander - 19. Mai, 22:09
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anaximander - 19. Mai, 15:04

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